Mamma-CA: Duale Antikörpertherapie verlängert Lebenszeit

30. September 2014

Quelle: aerzteblatt online, 29.September 2014

Washington – Der doppelte Angriff auf den Rezeptor des Wachstumsfaktors HER2 kann die Überlebenszeiten von Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom deutlich verlängern. Dies zeigen die jetzt auf der Jahrestagung der European Society für Medical Oncology in Madrid vorgestellten Abschlussergebnisse einer randomisierten Studie.

Mit Trastuzumab war im Jahr 2000 der erste monoklonale Antikörper zur Therapie des fortgeschrittenen Mammakarzinoms eingeführt worden. Trastuzumab blockiert den humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2), den die Krebszellen bei etwa einem Fünftel der Mammakarzinome ausbilden. Im letzten Jahr kam Pertuzumab vom gleichen Hersteller auf den Markt. Pertuzumab bindet ebenfalls an HER2, hat dort jedoch eine etwas andere Wirkung, weshalb der Wirkstoff nicht als Alternative zu Trastuzumab angeboten wird, sondern als Kombinationspartner. Die maßgebliche Studie war die CLEOPATRA-Studie (CLinical Evaluation Of Pertuzumab And TRAstuzumab), deren erste Ergebnisse 2012 auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) vorgestellt und im new England Journal of Medicine publiziert wurden.

Die Studie hatte 808 Patientinnen mit HER2-positivem metastasiertem Mammakarzinom auf eine Behandlung mit Placebo plus Trastuzumab oder auf Pertuzumab plus Trastuzumab randomisiert, wobei alle Patientinnen zusätzlich eine Chemotherapie mit Docetaxel erhielten. Schon 2012 zeichnete sich ab, dass die Teilnehmerinnen im nicht mehr heilbaren Stadium ihrer Krebserkrankung ungewöhnlich lange Überlebenszeiten hatten.

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ESMO: Große Studie zur Effektivität und Sicherheit von Afatenib versus Erlotinib

29. September 2014

Quelle: aerzteblatt online, 29.September 2014

Längers proggressionsfreies Überleben durch Afatinib versus Erlotinib bei fortgeschrittenem Lungenkarzinom.

Madrid – Lungenkarzinome gehören in Europa zu den häufigsten Tumorerkrankungen: In Deutschland erkranken den Daten des Robert-Koch-Instituts und der epidemiologischen Krebsregister zu Folge pro Jahr circa 60.000 Menschen neu. Circa 85 Prozent der Lungentumore werden als nicht-kleinzellige Bronchial­karzinome (NSCLC) typisiert, und von ihnen sind 25 bis 40 Prozent Plattenepithel­karzinome (squamöse Zellkarzinome, SCC). Die durchschnittliche 5-Jahresüber­lebens­rate von Patienten mit SCC beträgt 15 Prozent.

Bei der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) in Madrid sind Daten einer großen prospektiven, randomisierten Kopf-an-Kopf-Studie zur Effektivität und Sicherheit zweier zielgerichteter Medikamente, der EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren Afatinib und Erlotinib, bei Patienten vorgestellt worden, die an einem fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinom der Lunge litten mit aktivierenden Mutationen im Epidermal Growth Factor Rezeptor (EGFR-Mutationen-positiv).

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Auf der Suche nach der Achillesferse der Tumoren

25. September 2014

Quelle: aerzteblatt online im September 2014

Maligne Tumoren entwickeln sich dynamisch im Zusammenwirken mit ihrer Umgebung. Dadurch entsteht eine große biologische inter- und intraindividuelle Heterogenität, die sich in zahlreichen molekularen Subtypen widerspiegelt.

Viele früher tödliche Krebserkrankungen lassen sich mittlerweile heilen oder in chronische Verläufe überführen. Die Fünfjahresüberlebensraten nach Diagnose haben sich bis 2009 in den letzten 30 Jahren in Industrieländern von unter 50 auf 68 Prozent erhöht. Für 2014 wird ein weiterer Abfall der Krebsmortalität erwartet...

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Zervixkarzinom-Screening:Urintest statt Abstrich ?

19. September 2014

Quelle: aerzteblatt online, 17.September 2014

img97189101Madrid – Die humanen Papillomaviren (HPV), die Verursacher des Zervixkarzinoms sind, werden bei einer chronischen Infektion auch über die Nieren ausgeschieden. Ein Nachweistest im Urin könnte nach den Ergebnissen einer Meta-Analyse im Britischen Ärzteblatt eine Alternative zur Abstrich-Untersuchung sein.

Die Entnahme eines Abstrichs zur zytologischen Untersuchung nach Papanicolaou oder zum Nachweis von HPV ist zwar harmlos. Die notwendige gynäkologische Untersuchung ist für viele jüngere Frauen jedoch ein Grund, dem Screening fern zu bleiben. In Großbri­tannien ist die Teilnahmerate in der Altersgruppe der 25- bis 30-jährigen auf unter 80 Prozent abgefallen. Die Abgabe einer Urinprobe würden viele Frauen möglicherweise eher akzeptieren, argumentiert ein Team um Javier Zamora vom Forschungsinstitut CIBERESP in Madrid, das die bisherigen Studien zum Vergleich der Zytologie mit einem Nachweis von HPV im Urin untersucht hat. 

Da eine aktive HPV-Infektion mit der Ausscheidung der Viren im Urin einhergeht, können deren Gene dort mit der Polymerase-Kettenreaktion aufgespürt werden. Nach der Meta-Analyse von 14 Studien mit 1.443 sexuell aktiven Frauen erreicht der Harntest eine Sensitivität von 87 Prozent (95-Prozent-Konfidenzintervall 78-92 %) und eine Spezifität von 94 %.

Die Hoch-Risiko-Varianten wurden mit einer Sensitivität von 77 Prozent (68-84 Prozent) und einer Spezifität von 88 Prozent (58-97 Prozent) nachgewiesen. Für die beiden von der Impfung erfassten HPV-Typen 16 und 18 betrug die Sensitivität 73 Prozent (56-86 Prozent) und die Spezifität 98 Prozent (91-100 Prozent).

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Patientenleitline Darmkrebs zur Kommentierung freigegegeben

16. September 2014

Quelle: ärzteblatt online, 16.September 2014

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat die Patientenleitlinie "Darmkrebs im fortgeschrittenenen Stadium" zur Kommentierung freigegeben. Bis Mitte Oktober können Experten, Betroffene und Interessierte den Ratgeber im Internet konsultieren und auch kommentieren.

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Auf dem richtigen Weg

11. September 2014

Quelle: aerztezeitung online, 11.September 2014

Auf der stratifizierten Medizin ruhen in der Onkologie große Hoffnungen. In kaum einem anderen Bereich tut sich zurzeit so viel wie bei den mutationsspezifischen Therapien.

Für Kranke sind die neuen Optionen ein bedeutender Fortschritt. Bei Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs schneiden die Therapien bei Ansprechrate und Überleben deutlich besser ab als die Chemotherapie.Zudem erlaubt der molekulargenetische Ansatz, die Patienten herauszufinden, bei denen eine Therapie wahrscheinlich nicht anschlägt. Das kann ihnen viel Leid ersparen. Wichtig ist, dass diese Fortschritte möglichst vielen Kranken zur Verfügung stehen und nicht nur denen, die das Glück haben, in der Nähe engagierter Ärzte und gut ausgestatteter Kliniken zu wohnen. Der Ansatz des Kölner Netzwerks Genomische Medizin Lungenkrebs weist in die richtige Richtung. Die Mediziner setzen auf die Bündelung der Diagnostik und die Kooperation mit den Behandlern vor Ort. 

Der Zugang zu den neuen Therapien darf auch nicht vom Portemonnaie der Patienten abhängen. Deshalb ist die Initiative der AOK Rheinland/Hamburg zu begrüßen, die als erste Kasse bei ihren Versicherten die molekular-genetische Diagnostik durch das Netzwerk übernimmt.

   

Qualitätssicherungsvereinbarung Zervix-Zytologie

09. September 2014

Quelle: aerzteblatt online, August 2014

Die aktualisierte Fassung der Qualitätssicherungsvereinbarung der Zervix- Zytologie tritt zum 1. Januar 2015 in Kraft

Die Partner des Bundesmantelvertrags haben eine Überarbeitung der "Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur zytologischen Untersuchung von Abstrichen der Cervix uteri“ (QS-Vereinbarung Zervix-Zytologie) beschlossen. Die überarbeitete Vereinbarung tritt am 1. Januar 2015 in Kraft. Nachfolgend werden die wesentlichen Änderungen gegenüber der noch bis zum 31. Dezember 2014 geltenden Fassung erläutert. 

Seit dem 1. Juli 2014 gilt die neue Münchener Nomenklatur III für die gynäkologische Zytodiagnostik der Cervix uteri. Hintergrund der Aktualisierung sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Tumorbiologie des Zervixkarzinoms sowie eine verbesserte statistische Auswertung und internationale Übersetzbarkeit insbesondere auch in das international gebräuchliche Bethesda System. Mit Inkrafttreten der überarbeiteten QS-Vereinbarung zum 1. Januar 2015 sind Vertragsärzte verpflichtet, ihre Befunddokumentation gemäß §6 Abs. 4 und ihre Jahresstatistik gemäß §8 Abs. 1 der QS-Vereinbarung nach der neuen Münchener Nomenklatur III zu erstellen.

Die neue Münchener Nomenklatur finden Sie mit diesem Link

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Darmkrebstod bleibt nach Polypektomie möglich

31. August 2014

Quelle: aerzteblatt online, 28.August 2014

Oslo – Die Polypektomie bei der Darmkrebskoloskopie soll die Patienten vor einem späteren Tod am Darmkrebs schützen. Dies war in einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie aus Norwegen im new England Journal of Medicine jedoch nur bei „Low-Risk“-Adenomen nachweisbar. Patienten mit „High-Risk“-Adenomen hatten in den Folgejahren im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung weiterhin ein erhöhtes Risiko, am Darmkrebs zu sterben, was die Bedeutung von Nachsorgeuntersuchungen unterstreicht.

In Norwegen werden alle Patienten, bei denen bei einer Koloskopie Adenome entdeckt werden, an das landesweite Krebsregister gemeldet. Dort werden auch alle Darm­krebser­krankungen sowie die Todesfälle an der Krankheit registriert. Magnus Løberg von der Universität Oslo und Mitarbeiter konnten deshalb relativ leicht ermitteln, dass von den 40.826 Patienten, bei denen von 1993 bis 2007 bei einer Koloskopie Adenome entfernt wurden, in der Folgezeit von durchschnittlich 7,7 Jahren 1273 Patienten an Darmkrebs erkrankt und 398 daran gestorben sind.

Die Darmkrebsvorsorge, die in Deutschland ab dem 55. Lebensjahr alle zehn Jahre empfohlen wird, sieht relativ kurze Intervalle vor, wenn bei der Darmspiegelung verdächtige Adenome entdeckt werden. Schon für „Patienten mit 1 oder 2 Adenomen von der Größe von unter 1 cm ohne höhergradige intraepitheliale Neoplasie“ empfiehlt die geltende S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechsel­krankheiten eine Kontrollkoloskopie nach 5 Jahren. Bei „Patienten mit 3-10 Adenomen, oder mindestens einem Adenom, das 1 cm oder größer ist, oder einem Adenom mit villöser Histologie“ wird sogar nach 3 Jahren zur Kontrollkoloskopie geraten.

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