Magenkrebs: Adenokarzinom zerfällt genetisch in vier Subtypen

28. Juli 2014

Quelle: arzteblatt online, 25.Juli 2014

Boston - Die molekulargenetische Katalogisierung des gastralen Adenokarzinoms könnte zu einer neuen Klassifizierung der häufigsten Magenkrebsform führen. Das Cancer genom Atlas Research Network schlägt im Nature eine Einteilung in vier Subtypen vor.

Die bisherige Klassifikation des Adenokarzinoms nach histologischen Subtypen (Lauren-Klassifikation, WHO-Einteilung) hatte keine Auswirkungen auf die Behandlung des gastralen Adenokarzinoms. In den Studien wird der Tumor als eine Entität betrachtet und in der Klinik gleich behandelt, obwohl die Tumoren unterschiedliche Ursachen (Helico­bacter pylori, Epstein-Barr-Virus, Ernährung, Rauchen) haben und die Häufigkeit regional sehr unterschiedlich ist. Das Team um Adam Bass von Dana-Farber Cancer Institute in Boston hat deshalb für seine molekulargenetischen Untersuchungen Tumore aus allen Teilen der Erde gesammelt.

Die Präparate von 295 unbehandelten Patienten wurden einer intensiven molekulargenetischen Analyse unterzogen. Bei allen Tumoren sequenzierten die Forscher die protein-kodierenden Anteile des Genoms. Sie suchten dabei nach Mutationen, Deletionen oder Duplikationen von Genabschnitten. Sie bestimmten den Methylierungsstatus der DNA, der die Aktivierung einzelner Gene beeinflusst, und sie sequenzierten die Messenger-RNA und die MicroRNA um herauszufinden, welche Gene aktiv waren und welche Schlüsselproteine in den Krebszellen gebildet wurden.

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B-Zell-Tumore: EMA für Zulassung von Ibrutinib und Idelalisib

27. Juli 2014

Quelle: aerzteblatt online, 25.Juli 2014

Einen Tag nach der US-amerikanischen FDA hat auch die europäische Zulassungsbehörde EMA grünes Licht für die Einführung des Kinase-Inhibitors Idelalisib (Zydelig) gegeben. Auch der im Februar in den USA eingeführte Wirkstoff Ibrutinib, ein Kinase-Inhibitor mit anderem Angriffspunkt, dürfte demnächst als Imbruvica eingeführt werden, sofern die Europäische Kommission keine Einwände erhebt, was nicht zu erwarten ist.

Die beiden Wirkstoffe hemmen an unterschiedlichen Stellen den Signalfluss in B-Zellen, was die Proliferation stoppt und zum Absterben der Zellen führt, aus denen die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) und eine Reihe von Lymphomen bestehen.

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EBV-aktuell: Aktualisierung S1-Leitlinie Prostatakarzinom

25. Juli 2014

Quelle: BDP, 25.Juli 2014

Die S1-Leitlinie Prostatakarzinom des Bundesverbandes Deutscher Pathologen und der Deutschen Gesellschaft für Pathologie ist in der 3. Auflage erschienen. Pathologen wie Urologen gibt sie Hilfestellungen für die optimale Registrierung, Bearbeitung und Befunderhebung von Zytologien, Biopsien, transurethralen Resektionen sowie Prostatektomiepräparaten. Neuere Publikationen, insbesondere der International Society of Urological Pathology (ISUP), wurden in der Überarbeitung der Anwendungsleitlinien aus den Jahren 2009 und 2011 berücksichtigt.

   

KBV- Praxisinformation:Münchener Nomenklatur III

23. Juli 2014

Quelle: BDP, 23.Juli 2014

Nach rund 25 Jahren Gültigkeit ist die Münchner Nomenklatur II am 1. Juli durch eine aktualisierte Version abgelöst worden. Die Koordinations-Konferenz Zytologie, ein Zusammenschluss der an der zytologischen Diagnostik beteiligten Fachgesellschaften und Berufsverbände, hat das Befundschema aufgrund neuer Erkenntnisse zur Tumorbiologie des Zervixkarzinoms angepasst. Darüber hinaus kann das deutsche Modell nun in die international gebräuchliche Klassifikation des Bethesda-Systems „übersetzt“ werden. Das verbessert die statistische Auswertung und weltweite Vergleichbarkeit der Daten.

Die bekannte Einteilung in Gruppen versehen mit römischen Ziffern bleibt. Die neue Nomenklatur enthält aber weitere Untergruppen, die mit Suffixen gekennzeichnet sind. Das ermöglicht eine differenziertere Unterteilung. Auch wurde bei der jeweiligen Definition präziser formuliert, die Befunde können somit klarer zugeordnet werden.

Die QS-Vereinbarung Zervix-Zytologie schreibt in der derzeit geltenden Fassung für die Befunddokumentation und die Jahresstatistik die Anwendung der alten Münchner Nomenklatur II vor. Zum 1. Januar 2015 wird die QS-Vereinbarung Zervix-Zytologie an die neue Münchner Nomenklatur III angepasst. Die neue Nomenklatur muss dann sowohl bei der Befunddokumentation als auch für die Jahresstatistik ab Berichtsjahr 2015 genutzt werden.

   

Immunsignatur kann Krebstumoren aufspüren

18. Juli 2014

Quelle: aerzteblatt online, 16.Juli 2014

Tempe – Durch ihr anarchistisches Wachstum und die Bildung ständig neuer Antigene veranlassen Krebstumore das Immunsystem zur Bildung einer Vielzahl von Antikörpern. US-Forscher sehen darin einen neuen Ansatz für die Krebsdiagnostik.Das Immunsystem reagiert auf neue Proteine (Antigen) mit der Bildung von Antikörpern. Tumore produzieren im Verlauf der Erkrankung immer wieder neue Antigene. Sie hinter­lassen mit der Zeit im Blut des Patienten eine Mischung von Antikörpern, die Phillip Stafford vom Biodesign Institute der Arizona State University in Tempe als Immunsignatur bezeichnet.

Mit konventionellen Tests sind die Antikörper nur zu ermitteln, wenn die Neoantigene bekannt sind, was selten der Fall ist. Stafford setzt deshalb auf eine Massen-Analyse von Antikörpern. Sie ist heute mit Micro-Arrays möglich, die in einem Durchgang Tausende von Antikörpern nachweisen können.

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Neue Software für die Diagnose von Krebszellen entwickelt

14. Juli 2014

Quelle: e-health-com, 14.Juli 2014

9d7d603b3dIn der Pathologie werden Zellen und Zellkerne üblicherweise mit Hilfe des Mikroskops auf Biomarker-Expressionen in Tumoren untersucht. Auf Basis dieser Analyse werden die Therapieoptionen für den Betroffenen, etwa bei einer Krebserkrankung, abgewogen. Die diagnostische Sicherheit hängt dabei sehr vom einzelnen Pathologen ab. In einer Studie der MedUni Wien am klinischen Institut für Pathologie sowie am Ludwig Boltzmann Institut für Krebsforschung (LBI-CR) und an der Vetmeduni Vienna unter der Leitung von Lukas Kenner wurde gezeigt, dass sich zwei unabhängige Pathologen nur bei jeder dritten Diagnose einig waren. Eine nun gemeinsam entwickelte, neue Computer-Software hilft dabei, künftig die diagnostische Sicherheit zu verdoppeln.

Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie, die nun im Top-Magazin PlosOne veröffentlicht wurde. Die WissenschafterInnen untersuchten und analysierten dabei 30 Leberzellkarzinome und konnten diese mit Hilfe der gemeinsam von MedUni Wien und der Wiener Firma „Tissuegnostics“ entwickelten Software eindeutig in die jeweiligen Kategorien von „negativ“ bis „hochgradig positiv“ einordnen.

Kenner: „Das neue Programm ersetzt natürlich die PathologInnen nicht, ist aber eine ergänzende Methode, die die Sicherheit bei der Diagnose deutlich erhöht.“ Der MedUni Wien-Experte rechnet auch damit, dass die neue Technologie dazu beitragen wird, die derzeit in vier Kategorien eingeteilte Veränderung der Krebszelle künftig noch viel genauer spezifizieren zu können. Zukünftig könnte es eine deutlich feinere Kategorisierung geben und damit ein weiteres Tool, um die exakt richtige und individualisierte Therapie-Option wählen zu können.

   

eBV aktuell:Update prädiktive Molekularpathologische Diagnostik

09. Juli 2014

Quelle: BDP, 8.Juli 2014

Was gibt es Neues in der  Molekularpathologischen Diagnostik?

Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Workshop der DGP am 01. Oktober 2014 im Airport Conference Center (Frankfurt/M.). Adressaten sind hauptsächlich PathologInnen oder BiologInnen, die bereits über solide Kenntnisse der molekularpathologischen Diagnostik verfügen. Auf diesem Workshop wird der Präsident des Bundesverbandes, Herr Prof. Dr. Schlake, das „Konzept Molekularpathologie“ vorstellen. Es enthält die Analyse der derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen, aber auch die Empfehlungen des Umgangs von PathologInnen mit diesem Thema und untereinander. Den Flyer und das Anmeldeformular finden Sie beigefügt.

Zu diesem Workshop erhalten Sie mehr Informationen in unserer Termin-Datenbank...

   

Stern: Fatale Beratung bei Brustkrebs

08. Juli 2014

Quelle: aerzteblatt online, 7. Juli 2014

Die Diagnose Brustkrebs ist für jede Frau ein Schicksalsschlag. Die Aussicht auf eine Operation mit eventuell nachfolgender Strahlen- und/oder Chemotherapie erachten die meisten Patientinnen als einen unausweichlichen Weg, den sie – ohne Wenn und Aber – bereit sind zu gehen. 

Andere Frauen wiederum ziehen (zumindest) in Erwägung, sich über Behandlungsmethoden außerhalb der Schulmedizin zu informieren. Doch wie steht es um die Beratungskompetenz von Heilpraktikern, alternativmedizinisch tätigen Ärzten und Therapiezentren, wenn sich eine Frau mit einem Mammabefund vorstellt, der eindeutig pathologisch ist, aber nach schulmedizinischer Prognose überaus große Heilungschancen besitzt?

Dieser spannenden Frage ist der „stern“- Autor und Grimme-Preisträger Dr. med. Bernhard Albrecht im Rahmen einer verdeckten Recherche nachgegangen – mit erstaunlichen und teilweise erschütternden Ergebnissen.

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