Linsenfreies Mikroskop erkennt Krebs und Sichelzellen

19. Dezember 2014

Quelle: aerzteblatt online, 18.Dezember 2014

Los Angeles – Die wuchtigen Mikroskope, die ausgestattet mit einer ausgeklügelten Optik aus mehreren Linsen dem Pathologen einen scharfen Blick auf die zu befundenen Gewebe- oder Blutproben geben, erhalten möglicherweise bald Konkurrenz.

img105552371Das Labor von Aydogan Ozcan an der Universität von Kalifornien in Los Angeles hat in den letzten Jahren eine Reihe verblüffender optischer Untersuchungsgeräte vorgestellt. Die neueste Erfindung ist ein linsenfreies Mikroskop, mit dem in Blut- und Gewebeproben nach Tumor- und anderen Zellen gesucht werden kann. Das Untersuchungsmaterial wird dabei von einem Laser oder einer lichtemittierenden Diode (LED) von verschiedenen Seiten beleuchtet, während ein konventioneller Sensor, wie er in Diagitalkameras eingebaut ist, die reflektierten Strahlen auffängt. Ein Computer­programm erstellt daraus Hologramme, die die Pathologen am Bildschirm auswerten, wobei sie verschiedene Schichten des Präparates begutachten können. Ein Vorteil ist dabei der hundertfach größere Bildwinkel, der eine schnelle Übersicht über das Präparat ermöglicht.

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Schweizer Gesundheitssystem übernimmt die Kosten für EndoPredict

15. Dezember 2014

Quelle: finanznachrichten online, 15. Dezember 2014

Schweizer Gesundheitssystem übernimmt ab dem 1. Januar 2015 die Kosten für EndoPredict - weniger Chemotherapie dank Genexpressionstest

Nicht alle Brustkrebs- Patientinnen benötigen eine Chemotherapie, das ist bekannt. Doch in vielen Fällen konnte bislang nicht sicher gesagt werden, ob die belastende Therapie notwendig ist oder nicht. Für diese Patientinnen wurde der Genexpressionstest EndoPredict entwickelt. 

In der Schweiz wird der EndoPredict am Luzerne Kantonspital bereits seit 2012 durchgeführt. Sinnvoll eingesetzt wird der Test bei Patientinnen, bei denen die konventionellen Befunde keine eindeutige Chemotherapie-Entscheidung zulassen. Am Standort Luzern konnte in der klinischen Praxis gezeigt werden, dass unter Einsatz des EndoPredict einem Teil der Patientinnen eine Chemotherapie erspart werden kann.

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Histopathologische Befunde: Einheitliche Bezeichnungen gefordert

12. Dezember 2014

Quelle: aerzteblatt online, 12.Dezember 2014

Degeneration oder Texturstörung? Während der erste Befund eine Störung des Zellstoffwechsels beschreibt, beinhaltet der zweite Abbauvorgänge des bradytrophen Gewebes sowie reparative, proliferative Veränderungen.

Die Bezeichnung „Degeneration“ wird im alltäglichen diagnostischen Sprachgebrauch uneinheitlich und missverständlich verwendet und ist im histopathologischen Sinn als Texturstörung des bradytrophen Gewebes "structural alteration" definiert.  Dies umfasst den Gewebeabbau und die reparativen Gewebeumbau-Vorgänge des bradytrophen Gewebes von Gelenkkapsel, Bändern, Sehnen, Bindegewebsknorpel, Meniskus, Labrum acetabulare/glenoidale, Discus triangularis, Zwischenwirbelscheibe und hyaliner Knorpel, wobei mehrheitlich Arthrosen gemeint sind, welche in Orthopädie und Unfallchirurgie konservativ und operativ behandelt werden.

Für „Degeneration“ und „Texturstörung“ verwendet man auch das Wort „Bezeichnung“ und nicht „Begriff“. Unter “Begriff“ versteht man im Allgemeinen einen Bedeutungsinhalt und nicht eine Definition. In den Grundlagen der Allgemeinen Pathologie gibt es die Unterscheidung zwischen der Zell- und der Bindegewebspathologie (Matrixpathologie). Diese Differenzierung ist sowohl für die korrekte Diagnose, als auch für die daraus resultierende Konsequenz, zum Beispiel bei der Begutachtung, von Bedeutung. Nachdem seit 1924 die Degeneration kritisch beurteilt wird, ist es an der Zeit, diese Bezeichnung der Zellpathologie zuzuordnen. Die damit gemeinten Veränderungen in der Matrix des bradytrophen Bindegewebes sind Struktur- oder Texturstörungen, die in frische (rezente), veraltete (obsolete, nicht exolete) oder überlastungsbedingte („overuse“) eingeteilt werden müssen.

Die „Degeneration“ ist in aktuellen Pathologielehrbüchern reserviert für Zellveränderungen und nicht für pathologische Erscheinungen an einem Gewebekomplex wie dem bradytrophen Bindegewebe.

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Ovar: Krebsverdacht im Ultraschall bestätigt sich selten

10. Dezember 2014

Quelle: aerzteblatt online, 10.Dezember 2014

Komplexe ovarielle Raumforderungen, ein häufiger Zufallsbefund bei der Ultraschalluntersuchung von Frauen nach der Menopause, enthalten nur selten Karzinome. Dies ergab eine Langzeituntersuchung im American Journal of Obstetrics ] Gynecology, wo die Autoren für eine abwartende Haltung plädieren.

Komplexe Raumforderung im Ovar sind ein diagnostisches Dilemma. Bei den meisten betroffenen Frauen sind die Serumwerte des Tumormarkers CA125 nicht erhöht, aber die Ultraschalluntersuchung kann ein Malignom nicht sicher ausschließen. Viele Gynäkologen empfehlen eine vorsorgliche Entfernung des Ovars, doch in den meisten Fällen bestätigt sich der Krebsverdacht nicht.

Elizabeth Suh-Burgmann vom Forschungsinstitut der kalifornischen Krankenkasse Kaiser Permanente in Oakland hat jetzt die Krankenakten von 1.363 Frauen im Alter über 50 Jahre ausgewertet, bei denen eine komplexe ovarielle Raumforderung von weniger als 6 Zentimetern Ausdehnung entdeckt worden war, bei denen der CA125-Wert jedoch nicht erhöht war. In den folgenden Jahren wurde nur bei 18 Frauen ein Ovarialkarzinom oder ein Borderline-Tumor diagnostiziert. Bei letzterem sind sich auch die Pathologen nicht sicher, ob (bereits?) ein Krebswachstum vorliegt.

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Werbung - ein notwendiges Übel?

06. Dezember 2014

Für die einen ist Werbung etwas Lästiges - aus der Post (auch aus der elektronischen) wird sie gleich aussortiert und weggeworfen (oder gelöscht). Andere informieren sich gern über Werbung - egal ob schriftliche, im Fernsehen, Radio oder Internet. Für die Werbefilmbranche gibt es eine Art OSCAR, die Deutsche Werbefilmakademie bemüht sich, Regisseure zu schulen, auch mal wirklich gute und interessante Werbefilme zu machen.

vmscope-anzeigeUns ist eine neue Werbeaktion eines Anbieters für Produkte im Bereich der Pathologie aufgefallen. Pathologen werden ja ansonsten nicht mit einfallsreicher Werbung "verwöhnt". Diese Aktion bekommt von uns auf jeden Fall den Patho-Oscar für die originellste Werbung im Bereich der deutschsprachigen Pathologie. Klicken Sie auf das Bild und nehmen Sie sich 1:30 Min. Zeit für den Film, der dann zu sehen ist. Viel Spaß!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Neue Therapieansätze zur Behandlung von Sarkomen

03. Dezember 2014

Quelle: juraforum online, 2.Dezember.2014

Kölner Pathologen finden Grundlage für neue Therapieansätze zur Behandlung von Sarkomen

Welche Rolle spielen strukturelle Umlagerungen von Chromosomenabschnitten, sogenannte Translokationen für Entwicklung und Wachstum bösartiger Weichgewebstumore? Das hat die Arbeitsgruppe von Dr. Wolfgang Hartmann am Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Köln erfolgreich untersucht. Im Rahmen des Forschungsprojektes gelang es den Wissenschaftlern, die Aktivierung des so genannten Wnt/β-Catenin-Signalweges mit der Weichgewebstumoren zugrunde liegenden Chromosomenveränderung und den entsprechenden Fusionsproteinen zu verknüpfen. Durch das bessere Verständnis der Aktivität von Signalwegen sowie der Wachstumsprozesse von Gewebe ergeben sich neue Ansätze für Therapien.

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Erstmals mehr als 10.000 Besucher in einem Monat

01. Dezember 2014

Erstmals seit dem Start 2010 konnten wir im November mehr als 10.000 unterschiedliche Besucher auf unserem Portal registrieren. Herzlichen Dank jedem Besucher. Bleiben Sie uns gewogen und schreiben Sie uns, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben! Wir bemühen uns, die Qualität des Portals noch weiter zu steigern.

 

   

Ärzteverbände kritisieren Krebsregister

30. November 2014

Quelle: aerztezeitung online, 24.November 2014

Die KV Schleswig-Holstein wünscht sich ein klinisches Krebsregister nach Hamburger Vorbild. Der vorliegende Gesetzentwurf im eigenen Bundesland dagegen sorgt für Dissens mit der Landesregierung. "Die Konstruktion dieses Entwurfs wird am Ende ihren Zweck nicht erfüllen können und Chancen sind vertan", befürchtet KV-Chefin Dr. Monika Schliffke. Sie kündigte eine mit den Berufsverbänden abgestimmte Stellungnahme und Interventionen im Gesetzgebungsprozess an.

Die Kritik entzündet sich an der nach KV-Auffassung fehlenden zeitnahen Bereitstellung von Daten für Behandler, Tumorboards und Fallkonferenzen.

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