Immunsignatur kann Krebstumoren aufspüren

18. Juli 2014

Quelle: aerzteblatt online, 16.Juli 2014

Tempe – Durch ihr anarchistisches Wachstum und die Bildung ständig neuer Antigene veranlassen Krebstumore das Immunsystem zur Bildung einer Vielzahl von Antikörpern. US-Forscher sehen darin einen neuen Ansatz für die Krebsdiagnostik.Das Immunsystem reagiert auf neue Proteine (Antigen) mit der Bildung von Antikörpern. Tumore produzieren im Verlauf der Erkrankung immer wieder neue Antigene. Sie hinter­lassen mit der Zeit im Blut des Patienten eine Mischung von Antikörpern, die Phillip Stafford vom Biodesign Institute der Arizona State University in Tempe als Immunsignatur bezeichnet.

Mit konventionellen Tests sind die Antikörper nur zu ermitteln, wenn die Neoantigene bekannt sind, was selten der Fall ist. Stafford setzt deshalb auf eine Massen-Analyse von Antikörpern. Sie ist heute mit Micro-Arrays möglich, die in einem Durchgang Tausende von Antikörpern nachweisen können.

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Neue Software für die Diagnose von Krebszellen entwickelt

14. Juli 2014

Quelle: e-health-com, 14.Juli 2014

9d7d603b3dIn der Pathologie werden Zellen und Zellkerne üblicherweise mit Hilfe des Mikroskops auf Biomarker-Expressionen in Tumoren untersucht. Auf Basis dieser Analyse werden die Therapieoptionen für den Betroffenen, etwa bei einer Krebserkrankung, abgewogen. Die diagnostische Sicherheit hängt dabei sehr vom einzelnen Pathologen ab. In einer Studie der MedUni Wien am klinischen Institut für Pathologie sowie am Ludwig Boltzmann Institut für Krebsforschung (LBI-CR) und an der Vetmeduni Vienna unter der Leitung von Lukas Kenner wurde gezeigt, dass sich zwei unabhängige Pathologen nur bei jeder dritten Diagnose einig waren. Eine nun gemeinsam entwickelte, neue Computer-Software hilft dabei, künftig die diagnostische Sicherheit zu verdoppeln.

Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie, die nun im Top-Magazin PlosOne veröffentlicht wurde. Die WissenschafterInnen untersuchten und analysierten dabei 30 Leberzellkarzinome und konnten diese mit Hilfe der gemeinsam von MedUni Wien und der Wiener Firma „Tissuegnostics“ entwickelten Software eindeutig in die jeweiligen Kategorien von „negativ“ bis „hochgradig positiv“ einordnen.

Kenner: „Das neue Programm ersetzt natürlich die PathologInnen nicht, ist aber eine ergänzende Methode, die die Sicherheit bei der Diagnose deutlich erhöht.“ Der MedUni Wien-Experte rechnet auch damit, dass die neue Technologie dazu beitragen wird, die derzeit in vier Kategorien eingeteilte Veränderung der Krebszelle künftig noch viel genauer spezifizieren zu können. Zukünftig könnte es eine deutlich feinere Kategorisierung geben und damit ein weiteres Tool, um die exakt richtige und individualisierte Therapie-Option wählen zu können.

   

eBV aktuell:Update prädiktive Molekularpathologische Diagnostik

09. Juli 2014

Quelle: BDP, 8.Juli 2014

Was gibt es Neues in der  Molekularpathologischen Diagnostik?

Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Workshop der DGP am 01. Oktober 2014 im Airport Conference Center (Frankfurt/M.). Adressaten sind hauptsächlich PathologInnen oder BiologInnen, die bereits über solide Kenntnisse der molekularpathologischen Diagnostik verfügen. Auf diesem Workshop wird der Präsident des Bundesverbandes, Herr Prof. Dr. Schlake, das „Konzept Molekularpathologie“ vorstellen. Es enthält die Analyse der derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen, aber auch die Empfehlungen des Umgangs von PathologInnen mit diesem Thema und untereinander. Den Flyer und das Anmeldeformular finden Sie beigefügt.

Zu diesem Workshop erhalten Sie mehr Informationen in unserer Termin-Datenbank...

   

Stern: Fatale Beratung bei Brustkrebs

08. Juli 2014

Quelle: aerzteblatt online, 7. Juli 2014

Die Diagnose Brustkrebs ist für jede Frau ein Schicksalsschlag. Die Aussicht auf eine Operation mit eventuell nachfolgender Strahlen- und/oder Chemotherapie erachten die meisten Patientinnen als einen unausweichlichen Weg, den sie – ohne Wenn und Aber – bereit sind zu gehen. 

Andere Frauen wiederum ziehen (zumindest) in Erwägung, sich über Behandlungsmethoden außerhalb der Schulmedizin zu informieren. Doch wie steht es um die Beratungskompetenz von Heilpraktikern, alternativmedizinisch tätigen Ärzten und Therapiezentren, wenn sich eine Frau mit einem Mammabefund vorstellt, der eindeutig pathologisch ist, aber nach schulmedizinischer Prognose überaus große Heilungschancen besitzt?

Dieser spannenden Frage ist der „stern“- Autor und Grimme-Preisträger Dr. med. Bernhard Albrecht im Rahmen einer verdeckten Recherche nachgegangen – mit erstaunlichen und teilweise erschütternden Ergebnissen.

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BDP verlässt S3-Leitlinie-Konferenz "Prävention des Zervixkarzinoms"

04. Juli 2014

Quelle: BDP, 3.Juli 2014

Der Bundesverband Deutscher Pathologen hat wegen der Befangenheit des LL-Sekretariats seinen Austritt aus der S3-Leitlinien-Konferenz „Prävention des Zervixkarzinoms“ erklärt. Damit hat kein Pathologe in der Leitlinienkommission das Mandat des Bundesverbandes Deutscher Pathologen. 

Zum Hintergrund: das zukünftige Screening auf Karzinome der Cervix uteri steht derzeit auf dem Prüfstand. Die Politik favorisiert die Umstellung auf ein Einladungsmodell, ggfs auch die Verlängerung des Untersuchungsintervalls. Zur wissenschaftlichen Begleitung wurde 2012 die S3-Leitlinien-Konferenz „Prävention des Zervixkarzinoms“ gegründet. Es ist unseres Erachtens jedoch zu erkennen, dass seitens der Konferenzleitung die wissenschaftlich gebotene Unabhängigkeit und Neutralität zugunsten der Favorisierung eines HPV-basierten Screenings verlassen wurde. Strukturelle und inhaltliche Entscheidungen legen dies nahe. 

Die Austrittserklärung halten wir hier zum Download für Sie bereit

   

Erhöhtes Krebsrisiko bei Hashimoto-Thyreoiditis ?

29. Juni 2014

Quelle: aerztezeitung online, 27.Juni 2014

Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis und noch teilweise funktionstüchtigem Schilddrüsengewebe haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko für ein differenziertes Schilddrüsenkarzinom, und zwar unter anderem dann, wenn zugleich keine oder nur geringe Mengen an Antikörpern gegen die thyreoidale Peroxidase (anti-TPO) im Serum vorhanden sind.

Ein Zusammenhang zwischen einer Hashimoto-Thyreoiditis und der Entstehung eines differenzierten Schilddrüsenkarzinoms wird schon lange vermutet. Bisherige Studien haben aber keine einheitlichen Ergebnisse geliefert. Um mehr Licht ins Dunkel zu bringen, haben US-Endokrinologen Daten einer Spezialklinik in Madison ausgewertet, die von 1994 bis 2013 gesammelt worden waren. Die Daten stammen von fast 3000 Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis, berichten Ärzte um Dr. Rodis Paparodis von der Universität von Wisconsin in Madison. Bei den Patienten hatten sich nach Feinnadelbiopsie Hinweise auf eine maligne Veränderung ergeben.

Von 2733 Patienten ergab die histologische Untersuchung bei 582 eine Hashimoto-Thyreoiditis. Mit 365 Patienten waren die meisten präoperativ euthyreot, von denen etwa 48 Prozent ein Schilddrüsenkarzinom entwickelten. Die übrigen, hypothyreoten Patienten (n = 217) teilten die Ärzte in drei Gruppen ein, je nach L-Thyroxin-Dosis zur Supplementierung (n = 202): niedrig, mittel und hoch.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel auf aerztezeitung.online

   

Inkrafttreten der Münchener Nomenklatur III zum 1. Juli 2014

27. Juni 2014

Quelle: BDP online, 27. Juli 2014

Wie der Berufsverband mitteilt, gibt es für die Einführung der Münchener Nomenklatur III der gynäkologischen Zytodiagnostik eine Übergangsphase.

„Das Inkrafttreten der Münchner Nomenklatur III zum 1.7.2014 wird mit Recht von Gynäkologen und Zytologen immer wieder hinterfragt, da die Umsetzung in den zytologischen Einrichtungen und den gynäkologischen Praxen vor allem die EDV-Anbieter vor Probleme stellt, da für das Jahr 2014 sowohl die Münchner Nomenklatur II (1. Jahreshälfte) wie auch die MN III (2. Jahreshälfte) zur Anwendung kommt.

Nach Rückfrage bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ist festzuhalten: Die MN III ist gültig ab 1.7.2014, verbindlich ab 1. Januar 2015. 

Aufgrund der längeren Verhandlungen mit den Vertragspartnern, der Probleme mit der Umsetzung der neuen Nomenklatur in den EDV-Systemhäusern und der Anpassung des Krebsfrüherkennungsformulars Muster 39 andererseits wird laut KBV für die Jahresstatistik im Rahmen der QSV § 135,2 SGB V die Anwendung der MN III ab 1.1.2015 ohne Übergangsregelung verbindlich. Das bedeutet, dass die zytologische Befundung für 2014 sowohl nach MN II oder MN III erfolgen kann. In der Praxis heißt das, dass aufgrund der „Abwärtskompatibilität“ vom MN III nach MN II die Suffixe (z.B. IIIp, IIg, IVa-p etc.) den vorgegebenen Gruppen auf dem derzeitigen Formular Muster 39 (KFU) hinzugefügt werden sollen. Die Jahresstatistik 2014 erfolgt jedoch weiter wie bisher nach MN II. Die Münchner Nomenklatur III wird damit erst für die Jahresstatistik 2015 relevant.

Hier können Sie die neue Münchener Nomenklatur III als PDF downloaden

   

DGP-Tagung 2014 in Berlin

20. Juni 2014

Vom 12.-14.6.2014 veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Pathologie in Berlin ihre 98. Jahrestagung. Bei dieser Tagung ging es schwerpunktmäßig um Entzündungsprozesse, molekularpathologische Themen und personalisierte Medizin. Sehen Sie in unserem Bericht Statements von Tagungspräsident Prof. Dr. A. Roessner (Magdeburg), Jörg Maas (Generalsekretär der DGP) und dem Vorsitzenden Prof. Dr. P. Schirmacher (Heidelberg).

 

 

   

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