Pro oder Contra: Biomarker uPA/PAI-1 bei Mamma-CA

30. Oktober 2014

Quelle: IQWIG online, 20.Oktober 2014

Im Auftrag des IQWiG wurde geprüft, ob sich uPA und PAI-1 auch als prädiktive Marker bei Brustkrebspatientinnen eignen und sich Behandelnde und Patientinnen bei der Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie auf das Ergebnis entsprechender Tests stützen können.

Während man bei einem niedrigen Rezidivrisiko in der Regel keine Chemotherapie empfiehlt, raten Ärztinnen und Ärzte bei einem hohen Rezidivrisiko fast immer zu einer ergänzenden Therapie. Bei Patientinnen mit einem mittleren Risiko reichen die etablierten Faktoren jedoch für eine solche Therapieempfehlung nicht aus. Da für Patientinnen mit mittlerem Rückfallrisiko geeignete Studien fehlen, kann keine klare Aussage zu einem möglichen Nutzen oder Schaden bei Bestimmung der Biomarker uPA/PAI-1 beim Mamma-CA gemacht werden.

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Prostata-CA: Hormontherapie erhöht Herzinfarktrisiko

29. Oktober 2014

Quelle: aerzteblatt online, 29.Oktober 2014

Boston – Der medikamentöse Testosteronentzug , der im fortgeschrittenen Stadium des Prostatakarzinoms das Leben der Patienten verlängert, kann bei kardial vorgeschädigten Patienten zu einem vorzeitigen Tod führen, wie aus einer Studie in BJU International (2014; doi: 10.1111/bju.12905) hervorgeht.

Die Androgen-Deprivation Therapie (ADT) wird heute in der Regel mit GnRH-Agonisten durchgeführt. Frühere Untersuchungen hatten die Behandlung bereits mit Typ 2-Dia­betes, koronarer Herzkrankheit, Myokardinfarkt und plötzlichem Herztod in Verbindung gebracht. Das Team um Paul Nguyen vom Dana Farber Cancer Institute in Boston hat deshalb die Daten von 5.077 Patienten mit Prostatakrebs analysiert, die zwischen 1997 und 2006 behandelt wurden. 30 Prozent der Patienten hatten eine ADT erhalten. Nach einem medianen Follow-up von 4,8 Jahren konnte Nguyen in der Gesamtgruppe keine Assoziation zwischen ADT und Herz-Todesfällen nachweisen. Bei den Patienten mit bestehender Herzinsuffizienz oder einem Zustand nach Herzinfarkt, war das kardiale Sterberisiko jedoch um den Faktor 3,3 erhöht: In dieser Gruppe waren 7,01 Prozent der Männer, die eine ADT erhielten, innerhalb der ersten fünf Jahre an einem Herztod gestorben, gegenüber 2,01 Prozent der Männer ohne ADT.

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Schilddrüsenkrebs: Genom-Analyse legt neue Einteilung nahe

27. Oktober 2014

Quelle: aerzteblatt online, 24. Oktober 2014

Ann Arbor - US-Forscher haben das Genom von fast 500 papillären Schilddrüsen­karzinomen sequenziert. Die in Cell (2014; doi: 10.1016/j.cell.2014.09.050) vorgestellten Ergebnisse lassen eine Zweiteilung des häufigsten Schilddrüsenmalignoms sinnvoll erscheinen.

Mit einer Verdreifachung der Inzidenz in den letzten 30 Jahren (US-Zahlen) sind Karzinome der Schilddrüse die am raschesten zunehmenden Krebserkrankungen beim Menschen. Achtzig Prozent aller Krebserkrankungen entfallen dabei auf das papilläre Schilddrüsenkarzinom (PTC). Ein günstiges Kennzeichen des Tumors ist sein langsames Wachstum. Mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von über 95 Prozent sind die Heilungschancen durch Operation und Radiojodtherapie überdurchschnittlich gut – wenn der Tumor rechtzeitig diagnostiziert wird.

Thomas Giordano von der University of Michigan Medical School führt das langsame Wachstum auf die geringe Neigung des PTC zu Mutationen zurück, die jetzt bei der Genom-Analyse gefunden wurden. Lesen Sie hier weiter...

   

Ovarial-CA: EMA empfiehlt Zulassung von Olaparib

26. Oktober 2014

Quelle: aerzteblatt online, 24. Oktober 2014

London - Die Behandlungsoptionen beim rezidivierten Ovarialkarzinom werden in Europa demnächst um ein erstes zielgerichtetes Medikament erweitert. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Zulassung von Olaparib befürwortet.

Olaparib nutzt eine 2011 bei der Analyse des Krebsgenoms offenbar gewordene Schwäche von Ovarialkarzinomen aus. Der Krebs ist häufig Folge eines Ausfalls von DNA-Reparatur-Enzymen, von denen BRCA1- und BRCA2-Mutationen nur die bekanntesten Vertreter sind. Die Mutationen fördern einerseits die Entwicklung der Tumore, andererseits schwächen sie aber auch die Krebszellen selbst. Denn die Entwicklung von Krebstumoren ist darauf angewiesen, dass ihr Erbgut eine Reststabilität aufweist, ohne die es zum Absterben der Zellen käme. Hier greift Olaparib an. Der Wirkstoff blockiert das Enzym Poly-ADP-Ribose-Polymerase (PARP), das an der DNA-Reparatur beteiligt ist. Olaparib ist der erste einer Reihe von PARP-Inhibitoren, die für die Krebstherapie entwickelt wurden.

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Mamma-CA: Marker geben Aufschluss über Heilungschancen

22. Oktober 2014

Quelle: aerztezeitung online, 22.Oktober 2014

Sind im Gewebe von Mammakarzinomen des Luminaltyps die Marker MET und CD47 nachweisbar, spricht das für eine schlechte Prognose. Betroffene Patientinnen leben im Schnitt rund zehn Jahre kürzer als Frauen, bei denen beide Tests negativ sind.

Heidelberg. Welche Rolle spielen die Rezeptortyrosinkinase MET und das Transmembranprotein CD47, ein Ligand von SIRPalpha (Signal Regulatory Protein), für die Metastasierung und Prognose von Mammakarzinomen des Luminaltyps? Diese Frage hat sich eine Arbeitsgruppe um die Stammzellforscherin Irène Baccelli vom Deutschen Krebsforschungszentrum und den Pathologen Albrecht Stenzinger von der Universitätsklinik in Heidelberg gestellt.

Im vergangenen Jahr hatten sie ihre diesbezüglichen Untersuchungen zu im Blut zirkulierenden Krebszellen veröffentlicht. Sie konnten damals zeigen, dass MET und CD47 auf jenen Zellen - meist CD44-exprimierenden Brustkrebs-Stammzellen - koexprimiert sind, welche die Metastasierung anbahnen. Nun wollten die Heidelberger Wissenschaftler herausfinden, ob die genannten Marker bereits in den Primärtumoren vorhanden sind - und wie sich dies auf das Überleben der Patientinnen auswirkt.

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Zervixdysplasien: Analer Pap-Test lohnt sich

16. Oktober 2014

Quelle: aerztezeitung online, 16.Oktober 2014

Frauen mit hochgradigen Zervixdysplasien haben womöglich auch ein höheres Risiko für Analkarzinome. Darauf deutet eine neue Studie hin.

Die Entstehung von Analkarzinomen wird ebenso wie die von Gebärmutterhalskrebs mit onkogenen humanen Papillomaviren (HPV) in Verbindung gebracht. Dementsprechend mehren sich Hinweise, dass Frauen mit hochgradigen Zervixdysplasien ein erhöhtes Risiko nicht nur für Zervixkarzinome, sondern außerdem für Analkarzinome haben. Für diesen Zusammenhang sprechen auch die Ergebnisse einer prospektiven Studie, in der versucht wurde, den Zusammenhang zwischen Dysplasien der Zervix und analer Infektion mit humanen Papillomaviren und Zytologie zu quantifizieren:

Bei jeder dritten Teilnehmerin (32,5 Prozent), die zur Abklärung eines auffälligen zervikalen Pap-Tests an eine spezialisierte Klinik überwiesen worden war, förderte der Analabstrich Hochrisiko-HP-Viren zutage. Zudem wurden bei etwa jeder sechsten Frau (17,6 Prozent) abnorme Zellveränderungen entdeckt, wie die Studienautoren um Jacqueline Lammé vom Naval Medical Center in San Diego in der Zeitschrift "Obstetrics & Gynecology" berichten.

   

Lymphome als seltene Spätfolgen

14. Oktober 2014

Quelle: aerztezeitung online, 7.Oktober 2014

Wien. Eine internationale Studiengruppe hat unter Beteiligung des Wiener Pathologen Professor Lukas Kenner den Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und der Entstehung von Lymphomen, die im Narbengewebe um das Transplantat wachsen, untersucht.

Die Forscher gehen davon aus, dass Brustimplantate eine neue Unterart des seltenen, aber bösartigen Lymphdrüsenkrebses ALCL auslösen können. Zu diesem Ergebnis kamen die Autoren nach Analyse vieler weltweit verfügbarer Studien und Daten. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal "Mutation Research" veröffentlicht. Weltweit gibt es 71 Fälle, bei denen Wissenschaftler davon ausgehen, dass Brustimplantate ursächlich für die Entstehung von ALCL (Anaplastic Large Cell Lymphoma) verantwortlich sind. ALCL ist eine zwar seltene aber aggressive Form von Lymphdrüsenkrebs.

ALCL im Brustbereich gibt es fast ausschließlich bei Patientinnen mit Brustimplantaten. ALCL entwickelte sich bei den Betroffenen rund zehn Jahre nach der Implantation. Die Tumore wuchsen dabei im Narbengewebe rund um das Implantat.

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BRCA 1/2 erhöhen Risiko auf Speicheldrüsenkrebs

12. Oktober 2014

Quelle: aerzteblatt online, 9. Oktober 2014

Träger der Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 erkranken offenbar häufiger an Speicheldrüsenkrebs.

In den letzten Jahren wurde deutlich, dass die BRCA1- und 2-Gene nicht allein das Risiko auf Mamma- und Ovarialkarzinom erhöhen. Da die Mutationen in allen Zellen des Körpers die Selbstreparatur der DNA behindern, wurden Verbindungen mit anderen Krebserkrankungen vermutet. Inzwischen gilt eine Assoziation mit Prostata- und Pankreaskarzinomen als gesichert.

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