Unklare Erstattung von Liquid Biopsy

27. Juli 2016

Quelle: BDP online, 27. Juli 2016

Obwohl es für den Einsatz von Krebsdiagnostik auf der Basis von Blutproben („Liquid Biopsy“) bereits einige klare Indikationen gibt, wie den Nachweis der Resistenz­mutation T790M beim Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen als Basis für die Therapie­entscheidung,­ gehören die Liquid-Biopsy-Verfahren bislang nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen und damit nicht zur Regelversorgung. Erkrankte, die einen solchen Test benötigen, müssen die Kostenerstattung bei ihrer Krankenkasse be­antragen.

Dies will der BDP ändern : „Wir sind überzeugt, dass Patienten einen Rechtsanspruch auf diese Untersuchung haben“, sagte Gisela Kempny, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Deutscher Pathologen, heute bei einer Ver­an­staltung des Biotechnologieverbandes BIO Deutschland. Eine Möglichkeit seien inte­grier­te Versorgungsverträge, die der Verband mit den Krankenkassen abschließen könne.

Frau Kempny verwies dabei auf das Lungennetzwerk NOWEL, ein Zusammenschlusss von pathologischen Laboratorien in Niedersachsen. Lesen Sie hier weiter...

 

Deutsche Biotech-Firmen bei Verfahren zur Krebsdiagnostik führend

26. Juli 2016

Quelle: finanzen.net, 26. Juli 2016

Die Krebsdiagnostik auf der Basis von Blutproben ("Liquid Biopsy") gehört zu jenen Forschungsbereichen der Biomedizin, die sich rasant entwickeln. Deutsche Biotech-Firmen sind hier international mit an der Spitze dabei.

Im Zeitalter der "Präzisionsmedizin" wird die individuelle Steuerung der Therapie bei vielen Krebserkrankungen zu einem kontinuierlichen Prozess, getrieben von neuen diagnostischen und therapeutischen Optionen. In den molekularpathologischen Laboratorien können Experten - erstens - die genetische Heterogenität und Wandlungsfähigkeit von Tumoren im Krankheitsverlauf sehr genau charakterisieren. Es wächst - zweitens - die Zahl jener Medikamente, die zielgerichtet an genetischen "Schwachstellen" eines Tumors ansetzen. Mit der Flüssigbiopsie ("Liquid Biopsy") steht unter bestimmten Bedingungen - drittens - eine Alternative zur Gewebeentnahme zur Verfügung.

Ob eine Therapie greift oder an Wirksamkeit verliert, ob ein Tumor gegen Medikamente resistent wird oder ob es nach einer Ruhepause zu einem Rückfall der Erkrankung kommt, lässt sich mit Hilfe der Flüssigbiopsie früher und präziser diagnostizieren als mit den Methoden der konventionellen Tumornachsorge.

Wir leiten Sie hier direkt zum Artikel auf finanzen.net weiter

   

NSCLC: positives Votum für Pembrolizumab

21. Juli 2016

Quelle: oncotrends online, 18.Juli 2016

das Votum basiert auf den daten der KEYNOTE-010-Studie, die bei vorbehandelten NSCLC- Patienten mit PD-L1-positiven Tumoren einen Vorteil im Gesamtüberleben gegenüber der Chemotherapie zeigten.

MSD hat am 27. Juni 2016 bekannt gegeben, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eine positive Empfehlung zur Indikationserweiterung von KEYTRUDA® (Pembrolizumab) zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC, Non Small Cell Lung Cancer) mit PD-L1 (Programmed Cell Death Ligand 1) exprimierenden Tumoren nach vorheriger Chemotherapie bei Erwachsenen ausgesprochen hat. Das positive Votum des CHMP wird nun von der Europäischen Kommission im Hinblick auf die Marktzulassung in der Europäischen Union (EU) geprüft.

Die Daten zweier Studien stützen das positive CHMP-Votum: Die Zulassungsstudie KEYNOTE-010, die das Gesamtüberleben untersuchte, sowie die Studie KEYNOTE‑001, die die Gesamtansprechraten evaluierte.

Lesen Sie hier weiter...

   

Prostatakrebs- frühzeitiger Befund entscheidend

19. Juli 2016

Quelle: Pressemitteilung BDP online, 14. Juli 2016

Mit rund 66.000 Neuerkrankungen in Deutschland häufigstes Karzinom bei Männern / Vier bewährte Behandlungsmethoden / Prefere-Studie untersucht die bestehenden Therapien auf optimale Wirkungen für Patienten

Derzeit existieren vier Behandlungsformen bei Prostatakrebs: Entfernung der Prostata, perkutane Strahlentherapie, Brachytherapie oder die aktive medizinische Überwachung (aktive surveillance) mit Behandlung, sobald die Krankheit fortschreitet. Je nach Behandlung müssen Risiken und Nebenwirkungen in Kauf genommen werden, Inkontinenz und Potenzprobleme können die Lebensqualität des Patienten deutlich einschränken.

Bislang ist nicht geklärt, welche der Therapien unter Berücksichtigung der Nebenwirkungen und Komplikationen die besten Erfolge für den Patienten bietet. Das soll sich ändern. „Aktuell läuft in Deutschland die Prefere-Studie mit rund 7.500 Patienten. Hier werden noch Ärzte als Teilnehmer gesucht“, weiß Prof. Kristiansen. „Förderer der Studie sind die Deutsche Krebshilfe und die gesetzlichen sowie privaten Krankenversicherungen. An der Studie sind über 100 Krebszentren in Deutschland beteiligt. Patienten profitieren beispielsweise in Form einer kostenlosen Zweitbegutachtung. Dies ist besonders im Fall der diffizilen Diagnose von Prostatakrebs wichtig. Teilnehmende Ärztinnen und Ärzte erhalten umfangreiche Unterstützung durch gedruckte und digitale Aufklärungsmaterialien.“

Wir leiten Sie hier zur Pressemitteilung des BDP

   

EBM-Novellierung: Ein Durchbruch für die Tumorpatientinnen

14. Juli 2016

Quelle: Pressemitteilung BDP, 13. Juli 2016

Seit dem Juli 2016 gibt es erstmals klare Regelungen für die Vergütung molekularpathologischer Leistungen im EBM. Davon profitieren die gesetzlich versicherten TumorpatientInnen erheblich. Ihnen steht jetzt im ambulanten Bereich die moderne Tumordiagnostik in der individualisierten Krebsbehandlung zur Verfügung.

>> Der 1. Juli 2016 dürfte als historisches Datum in die Geschichte der Pathologie eingehen, denn ab diesem Quartal wird der einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) um einen neuen Abschnitt erweitert: Kapitel 19.4 „In-vitro-Diagnostik tumorgenetischer Veränderungen“. <<

Die beiden wichtigsten Errungenschaften der Novellierung sind die extrabudgetäre Vergütung und die Offenheit für neue methodische Entwicklungen. Die originären Leistungen der Molekularpathologie, die bislang hilfsweise über das Kapitel 11 „Humangenetik“ abgerechnet werden mussten, sind jetzt im hauseigenen Kapitel 19 „Pathologische Gebührenordnungspositionen“ verfügbar. Nicht bzw. noch nicht enthalten ist die Tumordiagnostik auf Basis freier Nukleinsäuren im Plasma (Liquid Biopsy) und die Genexpressionsdiagnostik. 

Hier geht es zur Pressemitteilung des BDP

   

Leitlinien für Nebennieren-Zufallstumore veröffentlicht

12. Juli 2016

Quelle: aerzteblatt online, 12.Juli 2016

Das Universitätsklinikum Würzburg hat jetzt für die Behandlung soge­nannter Nebennieren-Zufallstumoren federführend eine neue europäische Leitlinie he­rausgebracht. Den Würzburger Forschern zufolge gehören zufällig entdeckte Tumoren der Nebenniere, die bei Routineuntersuchungen mit bildgebenden Verfahren im Klinikall­tag entdeckt werden, zu den am häufigsten auftretenden Tumoren des Menschen.

Die neue Leitlinie, die der Würzbürger Internist im Team mit zehn internationalen Exper­ten entwarf und im Auftrag der Europäischen Gesellschaft für Endokrinologie entwickelt hat, gibt nun die notwendige Hilfestellung. Demnach sollte ein chirurgischer Eingriff bei einem Zufallstumor der Nebennieren nur dann erfolgen, wenn der Tumor bösartig ist oder eindeutig zu viele Hormone produziert. Dazu erklärt die Leitlinie genau, wie die Malignitätsbewertung erfolgen sollte. Zudem behandelt sie das Thema Nachsorge von Zufallstumoren.

Nähere Informationen zur Leitlinie erhalten Sie hier

   

Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms

11. Juli 2016

Quelle: aerzteblatt online, 11. Juli 2016

Das Multiple Myelom ist eine maligne Plasmazellerkrankung und zählt zu den 20 häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Die Indikation zur Einleitung einer Therapie beim Multiplen Myelom richtet sich im Wesentlichen nach den CRAB-Kriterien. In einer im Jahr 2014 publizierten Empfehlung der Internationalen Myeloma Working Group (IMWG) wurden die Diagnosekriterien erneut überarbeitet und für das symptomatische Multiple Myelom erweitert. Zu den bestehenden Kriterien wurden neu definierte Biomarker hinzugefügt, die es erlauben sollen, bisher asymptomatische Patienten mit einem hohen Progressionsrisiko zu behandeln und damit frühzeitig Endorganschäden zu vermeiden.

Zytogenetische Veränderungen können bei etwa einem Drittel der Patienten mit einem Multiplen Myelom in der konventionellen Chromosomenanalyse und mit der FISH-Analyse sogar bei mehr als 90 %, gefunden werden. Zu den genetischen Veränderungen, die in der FISH-Analyse mit einer schlechten Prognose assoziiert sind, gehören die Immunglobulinschwerketten-Translokationen t(4;14), t(14;16), t(14;20), die 17p-Deletion, die 1p-Deletion, sowie Zugewinne von 1q. In der konventionellen Chromosomenanalyse ist zusätzlich die 13q-Deletion mit einer ungünstigen Prognose assoziiert.

Weiterlesen...

   

Kolon-CA: Tumor DNA als Hinweis für einen Rückfall

08. Juli 2016

Quelle: aerzteblatt online, 7. Juli 2016

Im Blut zirkulierende Tumor-DNA Fragmente (ctDNA) können bei Darmkrebspatienten hilfreiche Hinweise auf das Rückfallrisiko nach einer chirurgischen Resektion geben. Das zeigt eine prospektive Studie, die in Science Translational Medicine publiziert wurde. 

Etwa 80 % der Patienten mit Darmkrebs im Stadium II können Chirurgen mit einer Operation zunächst heilen. Die übrigen haben ein erhöhtes Risiko für Metastasen und benötigen eine zusätzliche Chemotherapie. Diese Hoch-Risiko-Patienten zu identi­fizieren, stellt Mediziner derzeit vor eine Herausforderung. Der aktuelle Tumormarker Carcinoembryonales Antigen (CEA) ist nur eine geringe Spezifität und eignet sich nicht gut zur Früherkennung. Jeanne Tie und seine Kollegen vom Walter and Eliza Hall Institute of Medical Research in Parkville, Australien, haben daher mit einem Bluttest für ctDNA mehr als 1.000 Plasma-Proben von 230 operierten Darmkrebspatienten im Stadium II überprüft. Dabei stellten sie fest, dass vor allem diejenigen einen Rückfall hatten und von einer zusätzlichen Chemotherapie profitierten, bei denen Tumor-DNA-Fragmente im Blut nachgewiesen werden konnten. Bei Patientinnen, die im Anschluss an die operative Entfernung des Tumors keine Chemotherapie erhalten hatten, entdeckten die Forscher bei 14 von 178 (fast 8 %) ctDNA.

Davon hatten 11 ein Rezidiv innerhalb von 27 Monaten. Von 164 Patienten, bei denen keine ctDNA nachweisbar war, kam der Krebs nur bei etwa jedem zehnten wieder zurück. Auch nach einer zusätzlichen Chemotherapie, die 52 Patienten erhalten hatten, konnten die australischen Forscher vom Vorhandensein der ctDNA auf eine schlechtere Diagnose schließen. Die CEA-Werte hingegen waren in Patienten mit erhöhten ctDNA nicht angestiegen.

   

Seite 1 von 78

first
  
last
 
 
start
stop

die nächsten 10 Termine