Innovative Technologien in der Pathologie

19. Mai 2016

Quelle: IDW online, 18.Mai 2016

Neue Technologien sind unverzichtbare Wegbegleiter der Pathologen. Auf der diesjährigen 100. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie sind Virtuelle Mikroskopie und molekulare Diagnostikverfahren, Big Data und Tissue Engineering Thema vieler Vorträge und Diskussionen.

„Zurück zur Zukunft“ – das Motto der diesjährigen, 100. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP) ist Programm: Denn die pathologische Forschung hat schon früh Enormes geleistet dank technischer Entwicklungen wie der Elektronen- und Fluoreszenzmikroskopie. Das setzt sich heute fort in molekularpathologischen Methoden, in der Untersuchung von DNA-Veränderungen bei Krankheiten wie Krebs. Ohne innovative Technologien wäre eine personalisierte Medizin kaum möglich, hätte die Molekularpathologie nicht den Stand erreicht, auf dem sie heute ist und von dem aus sie sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.

Auf der Jahrestagung ist „Innovative Technologie“ deshalb ein Schwerpunktthema, über das sich die Teilnehmer in vielen Vorträgen und Workshops informieren und austauschen. Reges Interesse ist auch an weiteren molekularen Diagnostikverfahren, wie der Methylom-Analyse und der molekularen Plasmaanalytik, zu erwarten. Beide stehen unmittelbar vor der diagnostischen Einführung.

Wir leiten Sie hier zur Pressemitteilung weiter

 

Mamma-CA: Aggressive Tumore werden im Screening nicht eher erkannt

18. Mai 2016

Quelle: aerztezeitung online, 18.Mai 2016

Offenbar kann das Mammografie-Screening aggressive Tumoren nicht vorzeitig aufspüren. Eine skandinavische Analyse lässt damit sogar Zweifel an der Wirksamkeit aufkommen.

Es ist wahrlich keine gute Nachricht für das Brustkrebs-Screening per Mammografie: Wie erwartet werden seit Einführung des Screenings zwar viele niedrigmaligne Tumoren aufgespürt, der Anteil der Frauen, die bei der Diagnose einen Grad-III- oder -IV-Tumor haben, sinkt nach skandinavischen Daten jedoch nicht. Dies war eigentlich erwartet worden. Die Untersuchung lässt damit Zweifel aufkommen, ob sich die Brustkrebsmortalität durch das Screening nennenswert senken lässt. Offenbar wird trotz Screening noch immer bei ähnlich vielen Frauen ein fortgeschrittener Tumor diagnostiziert wie vor dem Screening. Die Hoffnung, dass solche Tumoren durch das Screening in einem weit früheren Stadium aufgespürt werden können, hat sich nicht erfüllt. Einige Experten vermuten, dass diese Karzinome oft besonders schnell und aggressiv wachsen und daher bei der alle paar Jahre erfolgenden Mammografie nicht auffallen.

Wir leiten Sie hier zum Artikel der aerztezeitung online weiter

   

Uropathologie: Was braucht der Urologe vom Pathologen?

17. Mai 2016

Quelle: PM der DGP, 17.Mai 2016

institutionlogo15485Die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP) haben die neuen Technologien und die Weiterentwicklung ihres Fachgebietes stets im Blick. „Zurück zur Zukunft“ lautet das Motto der Jubiläums-Jahrestagung: Die DGP erinnert an 100 Jahre intensiven Austausches von Wissen und Forschungsergebnissen und fokussiert dabei die Zukunft der Pathologie – mit den Tagungsschwerpunkten „Uropathologie“ und „Innovative Technologien“. 

Ein Themenschwerpunkt der 100. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie in diesem Jahr bildet die Uropathologie und ihre Herausforderungen für forschende wie behandelnde Mediziner. Die Uropathologie hält, ebenso wie andere Gebiete der Pathologie, Herausforderungen und Fragen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereit, die es gemeinsam, im Austausch, zu lösen gilt. Der Tagungsschwerpunkt wird in zahlreichen Vorträgen, Sessions und Workshops – vom Krankenbett bis ins Labor – interdisziplinär neue Erkenntnisse vermitteln. 2016 ist die neue WHO-Klassifikation für die Urologischen Tumoren erschienen, die ein Diskussionsthema sein wird. Darüber hinaus werden neue Forschungsergebnisse, die bei der Tagung präsentiert werden, in Bezug zu den WHO-Leitlinien gebracht.

Wir leiten Sie hier zur Pressemitteilung der DGP

   

Therapie des lokal begrenzten Prostata-CA

16. Mai 2016

Quelle: aerzteblatt online, 13.Mai 2016

Prostatakarzinome werden heutzutage häufig im lokal begrenzten und gut differenzierten Stadium diagnostiziert. Die HAROW-Studie untersucht die Versorgungssituation bei lokal begrenztem Prostatakarzinom im deutschen Praxisalltag im Hinblick auf die verschiedenen Therapieoptionen. 

In dieser prospektiven, multizentrischen Beobachtungsstudie wurden Studienärzte über den Berufsverband rekrutiert. In sechsmonatigen Intervallen wurden klinische Parameter (T-Kategorie, Prostata-spezifisches Antigen, Gleason-Score, Risikoprofil nach d’Amico, Charlson Comorbidity Index erhoben, und Patienten beantworteten Fragenbögen zur indikationsbezogenen Lebensqualität. Die unterschiedliche Verteilung der Patientenmerkmale in den Therapiegruppen wurde mittels Kovarianzanalyse adjustiert.

Die aktuelle deutsche S3-Leitlinie (S3-LL) (10) nennt für das lokal begrenzte PCa folgende Therapieoptionen: bei mittlerem und hohem Risikoprofil radikale Prostatektomie (OP) oder Radiotherapie (RT) durch perkutane Bestrahlung beziehungsweise High-dose-Rate(HDR)- Brachytherapie; bei niedrigem Risikoprofil zusätzlich aktive Überwachung („active surveillance“, AS) sowie Low-dose-Rate(LDR)-Brachytherapie. Bei eingeschränktem Allgemeinzustand oder geringer Lebenserwartung sind die palliativen Strategien der langfristigen Beobachtung („watchful waiting“, WW) und in besonderen Fällen die Hormonentzugstherapie (HT) indiziert.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel zur Studie

   

Schwerpunkte der 100. Jahrestagung der DGP 2016

15. Mai 2016

Quelle: esanum online, 14.Mai 2016

Ein Interview mit der DGP-Tagungspräsidentin Prof. Dr. Ruth Knüchel-Clarke zu den thematischen Schwerpunkten der 100. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie.

Hauptthemen der diesjährigen Jahrestagung sind die zunehmenden Schnittstellen zwischen Pathologie und Radiologie/Nuklearmedizin durch innovative Technologien in der Bildgebung. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die Uropathologie. Das sogenannte WHO-Blue-Book zu den Urologischen Tumoren ( Niere, Prostata, Harnblase etc. ) ist gerade neu aufgelegt worden. Vielfältige Diskussionen werden Trends für wichtige patientenorientierte Forschungsbereiche aufzeigen. Die Molekularpathologie entwickelt sich methodisch derzeit so schnell weiter, dass sie ein Hauptaspekt jeder Pathologie-Tagung ist.

Wir leiten Sie hier zum Interview

   

BDP Pressemitteilung: Spezialisten für Erkrankungen des Nervensystems

12. Mai 2016

Quelle: Pressemitteilung BDP, 11.Mai 2016

Neuropathologie – Themen und Aufgaben eines Fachgebietes im Überblick / Deutsche Mediziner in Forschung und Entwicklung weltweit ganz vorn

Neuropathologen sind die Spezialisten, die Gewebe aus dem zentralen Nervensystem, also Gehirn und Rückenmark sowie die zu diesem Organsystem gehörenden peripheren Nerven inklusive der Muskulatur, untersuchen. Mit 134 Fachärzten in Deutschland sind sie laut Prof. Frank Heppner, Direktor des Instituts für Neuropathologie an der Charité Berlin, „eine kleine, hochspezialisierte Kolibrigruppe, die von großer Wichtigkeit für viele andere medizinische Fächer ist und gemeinsam mit den Pathologen das gesamte Gebiet der Pathologie abdeckt.“

Schwerpunkt der Neuropathologischen Arbeit ist u.a. neben der Diagnostik und Forschung von Hirntumoren sowie deren spezifische molekulare bzw. genetische Veränderungen zu erkennen, um so den behandelnden Ärzten die Wahl individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnittener Behandlungen zu ermöglichen. Hierbei helfen modernste molekularbiologische Methoden, bei denen Gen-Sequenzen z.B. des Tumors im Detail analysiert werden oder krankheitstypische Biomarker wie Eiweiße bestimmt werden. 

Prof. Heppner: „Dass die Neuropathologie ein hoch innovatives Fachgebiet ist, belegt die ab Sommer 2016 geltende neue WHO-Klassifikation für Hirntumore. Hierin wird erstmals festgelegt sein, dass die Neuropathologie neben der klassischen morphologischen Analyse von Zell- und Gewebeproben gleichzeitig und zwingend molekulare Untersuchungen des Tumormaterials durchführt. Diese molekularen Verfahren sind somit integraler Teil der Diagnosestellung, um so eine zielgerichtete Behandlung zu gewährleisten. Damit ist die Neuropathologie für das Gebiet der Pathologie ein wichtiger Partner und Impulsgeber.“

Wir halten hier die Pressemitteilung zum download für Sie bereit

   

Internationale "Bibel" der Tumorbestimmung

11. Mai 2016

Quelle: IDW online, 11.Mai 2016

Derzeit sind über 1000 verschiedene Krebserkrankungen bekannt, die sich hinsichtlich der Therapien und Überlebenschancen voneinander unterscheiden. Einen international anerkannten Standard zur richtigen Einordnung von Krebserkrankungen stellt die Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dar, die nach den verschiedenen von den Krebserkrankungen betroffenen Organsystemen unterteilt ist. An der aktuellen Fassung dieser „Bibel“ für die Tumorklassifikation des Urogenitaltraktes und des zentralen Nervensystems waren vier Pathologen der Universität Bonn beteiligt. Sie haben dabei neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt.

Dieser Link verbindet Sie mit dem Artikel auf IDW online

   

Metastasierendes Prostata-CA: Radium-223 wirkt lebensverlängernd

06. Mai 2016

Quelle: aerzteblatt online, 6.Mai 2016

Die Therapie von Patienten mit Knochenmetastasen mit dem Radiopharmakon verzögert das Auftreten von Symptomen am Skelett sowie Schmerzen und Frakturen.

Die Fünfjahresüberlebensrate von Patienten mit Prostatakarzinom ist mit 93 % hoch, dennoch sterben jährlich circa 13 000 Männer an dem Tumor. Für die Behandlung von Patienten mit symptomatischer, ausschließlich ossärer Metastasierung ist Radium-223-Dichlorid zugelassen. Aufgrund der geringen Eindringtiefe von 2 bis 10 Zelldurchmessern wird das gesunde Gewebe geschont. Schwere Myelosuppressionen treten daher selten als Folge der Therapie auf. 

„Es ist sinnvoll, nicht zu lange zu warten, bis mit einer Radium-223-Dichlorid-Behandlung begonnen wird“, sagte Priv.-Doz. Dr. med. Frank König, niedergelassener Urologe in Berlin. Knochenschmerzen, Hyperkalzämie, pathologische Fraktur oder Rückenmarkskompression sind Ereignisse, die häufig den Krankheitsverlauf komplizieren und mit einer schlechten Prognose assoziiert sind. Ab einer Anzahl von 3 bis 5 Metastasen etwa sei der Beginn einer Therapie mit dem Radionuklid sinnvoll. Werde gewartet bis zu einem Superscan, seien die gewünschten Effekte schwer zu erzielen. Die Patienten nähmen Knochenschmerzen und die damit verbundene tägliche Einnahme von Schmerzmitteln häufig als gegeben hin, das Radiopharmakon aber könne das Auftreten skelettaler Ereignisse verzögern, die Schmerzkontrolle verbessern, lebensverlängernd wirken und die Lebensqualität erhalten.

Lesen Sie hier weiter...

   

Seite 1 von 75

first
  
last
 
 
start
stop

die nächsten 10 Termine