BRCA 1/2 erhöhen Risiko auf Speicheldrüsenkrebs

12. Oktober 2014

Quelle: aerzteblatt online, 9. Oktober 2014

Träger der Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 erkranken offenbar häufiger an Speicheldrüsenkrebs.

In den letzten Jahren wurde deutlich, dass die BRCA1- und 2-Gene nicht allein das Risiko auf Mamma- und Ovarialkarzinom erhöhen. Da die Mutationen in allen Zellen des Körpers die Selbstreparatur der DNA behindern, wurden Verbindungen mit anderen Krebserkrankungen vermutet. Inzwischen gilt eine Assoziation mit Prostata- und Pankreaskarzinomen als gesichert.

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Protein klärt Genese des Schilddrüsen-CA

08. Oktober 2014

Quelle: aerztezeitung online , 08.Oktober 2014

Neuherberg. Die Expression des Proteins CLIP2 gibt Auskunft darüber, ob ein papilläres Schilddrüsen-Karzinom strahleninduziert oder sporadisch entstanden ist, meldet das Helmholtz Zentrum München.

Damit hätten Mitarbeiter des Forschungszentrums einen neuen Biomarker für die Ursachendiagnostik dieser Tumorerkrankung identifiziert. CLIP2 dient als Strahlenmarker: Nach einer Strahlenbelastung durch radioaktives Iod seien sowohl die Genaktivität als auch die Proteinexpression erhöht. 

Durch den Biomarker ließen sich Rückschlüsse auf die Mechanismen der Entstehung eines solchen Tumors ziehen, und es lasse sich beurteilen, welches Risiko für Schilddrüsenkrebs nach einer hohen Strahlenbelastung, etwa nach einem Strahlenunfall, besteht.Die genaue Funktion von CLIP2 bei der Entstehung von Schilddrüsen-Karzinomen ist noch nicht bekannt. Die Rekonstruktion des Gen-regulatorischen Netzwerks lasse aber darauf schließen, dass CLIP2 an fundamentalen Prozessen der Krebsentstehung beteiligt sei, heißt es in der Mitteilung.

   

Neue Patientenleitlinie zum Ovarialkarzinom

06. Oktober 2014

Quelle: aerzteblatt online, 6.Oktober 2014

Berlin - Eine neue Patientenleitlinie "Eierstockkrebs" hat das ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) vorgestellt. Sie beruht auf den Handlungsempfehlungen der aktuellen ärztlichen S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren“ und damit auf dem besten derzeit verfügbaren medizinischen Wissen.

Die Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe haben die Patientenleitlinie über das Leitlinienprogramm Onkologie ermöglicht, das ÄZQ hat die Redaktion übernommen.

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Pathologie: Im Dienst der Lebenden

02. Oktober 2014

Quelle: Zeit online, 30.September 2014

Der ZEIT-Redakteur Markus Schleufe hat sich bei Dr. Ulrike Goldmann in Berlin über Ihre Arbeit als Pathologin informiert...

Pathologen untersuchen ausschließlich Leichen? Stimmt nicht. Die Obduktion Toter kommt nur selten vor. Wenn Ulrike Goldmann von ihrer Arbeit als Pathologin erzählt, heißt es oft: Oh, sie sind Gerichtsmedizinerin? Die Arbeit mit Verbrechensopfern ist sicher spannend. Dann muss Goldmann einiges richtig stellen. "Der Beruf des Pathologen wird oft verwechselt mit dem des Gerichtsmediziners, der sich mit den Opfern von Straftaten beschäftigt. Meine Arbeit hat damit jedoch nichts zu tun", sagt Goldmann. Ganz im Gegenteil: Nur ein ganz kleiner Teil der Arbeit hat auch mit der Untersuchung von verstorbenen Menschen zu tun. "Wir ermitteln die Todesursache, wenn sie nicht eindeutig ist", sagt die Pathologin. Doch der überwiegende Teil der Arbeit betrifft lebende Menschen: Denn in der Pathologie werden vor allem Gewebeproben untersucht.

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Mamma-CA: Duale Antikörpertherapie verlängert Lebenszeit

30. September 2014

Quelle: aerzteblatt online, 29.September 2014

Washington – Der doppelte Angriff auf den Rezeptor des Wachstumsfaktors HER2 kann die Überlebenszeiten von Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom deutlich verlängern. Dies zeigen die jetzt auf der Jahrestagung der European Society für Medical Oncology in Madrid vorgestellten Abschlussergebnisse einer randomisierten Studie.

Mit Trastuzumab war im Jahr 2000 der erste monoklonale Antikörper zur Therapie des fortgeschrittenen Mammakarzinoms eingeführt worden. Trastuzumab blockiert den humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2), den die Krebszellen bei etwa einem Fünftel der Mammakarzinome ausbilden. Im letzten Jahr kam Pertuzumab vom gleichen Hersteller auf den Markt. Pertuzumab bindet ebenfalls an HER2, hat dort jedoch eine etwas andere Wirkung, weshalb der Wirkstoff nicht als Alternative zu Trastuzumab angeboten wird, sondern als Kombinationspartner. Die maßgebliche Studie war die CLEOPATRA-Studie (CLinical Evaluation Of Pertuzumab And TRAstuzumab), deren erste Ergebnisse 2012 auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) vorgestellt und im new England Journal of Medicine publiziert wurden.

Die Studie hatte 808 Patientinnen mit HER2-positivem metastasiertem Mammakarzinom auf eine Behandlung mit Placebo plus Trastuzumab oder auf Pertuzumab plus Trastuzumab randomisiert, wobei alle Patientinnen zusätzlich eine Chemotherapie mit Docetaxel erhielten. Schon 2012 zeichnete sich ab, dass die Teilnehmerinnen im nicht mehr heilbaren Stadium ihrer Krebserkrankung ungewöhnlich lange Überlebenszeiten hatten.

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ESMO: Große Studie zum Nutzen von Afatenib versus Erlotinib

29. September 2014

Quelle: aerzteblatt online, 29.September 2014

Längers proggressionsfreies Überleben durch Afatinib versus Erlotinib bei fortgeschrittenem Lungenkarzinom.

Madrid – Lungenkarzinome gehören in Europa zu den häufigsten Tumorerkrankungen: In Deutschland erkranken den Daten des Robert-Koch-Instituts und der epidemiologischen Krebsregister zu Folge pro Jahr circa 60.000 Menschen neu. Circa 85 Prozent der Lungentumore werden als nicht-kleinzellige Bronchial­karzinome (NSCLC) typisiert, und von ihnen sind 25 bis 40 Prozent Plattenepithel­karzinome (squamöse Zellkarzinome, SCC). Die durchschnittliche 5-Jahresüber­lebens­rate von Patienten mit SCC beträgt 15 Prozent.

Bei der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) in Madrid sind Daten einer großen prospektiven, randomisierten Kopf-an-Kopf-Studie zur Effektivität und Sicherheit zweier zielgerichteter Medikamente, der EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren Afatinib und Erlotinib, bei Patienten vorgestellt worden, die an einem fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinom der Lunge litten mit aktivierenden Mutationen im Epidermal Growth Factor Rezeptor (EGFR-Mutationen-positiv).

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Auf der Suche nach der Achillesferse der Tumoren

25. September 2014

Quelle: aerzteblatt online im September 2014

Maligne Tumoren entwickeln sich dynamisch im Zusammenwirken mit ihrer Umgebung. Dadurch entsteht eine große biologische inter- und intraindividuelle Heterogenität, die sich in zahlreichen molekularen Subtypen widerspiegelt.

Viele früher tödliche Krebserkrankungen lassen sich mittlerweile heilen oder in chronische Verläufe überführen. Die Fünfjahresüberlebensraten nach Diagnose haben sich bis 2009 in den letzten 30 Jahren in Industrieländern von unter 50 auf 68 Prozent erhöht. Für 2014 wird ein weiterer Abfall der Krebsmortalität erwartet...

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Zervixkarzinom-Screening:Urintest statt Abstrich ?

19. September 2014

Quelle: aerzteblatt online, 17.September 2014

img97189101Madrid – Die humanen Papillomaviren (HPV), die Verursacher des Zervixkarzinoms sind, werden bei einer chronischen Infektion auch über die Nieren ausgeschieden. Ein Nachweistest im Urin könnte nach den Ergebnissen einer Meta-Analyse im Britischen Ärzteblatt eine Alternative zur Abstrich-Untersuchung sein.

Die Entnahme eines Abstrichs zur zytologischen Untersuchung nach Papanicolaou oder zum Nachweis von HPV ist zwar harmlos. Die notwendige gynäkologische Untersuchung ist für viele jüngere Frauen jedoch ein Grund, dem Screening fern zu bleiben. In Großbri­tannien ist die Teilnahmerate in der Altersgruppe der 25- bis 30-jährigen auf unter 80 Prozent abgefallen. Die Abgabe einer Urinprobe würden viele Frauen möglicherweise eher akzeptieren, argumentiert ein Team um Javier Zamora vom Forschungsinstitut CIBERESP in Madrid, das die bisherigen Studien zum Vergleich der Zytologie mit einem Nachweis von HPV im Urin untersucht hat. 

Da eine aktive HPV-Infektion mit der Ausscheidung der Viren im Urin einhergeht, können deren Gene dort mit der Polymerase-Kettenreaktion aufgespürt werden. Nach der Meta-Analyse von 14 Studien mit 1.443 sexuell aktiven Frauen erreicht der Harntest eine Sensitivität von 87 Prozent (95-Prozent-Konfidenzintervall 78-92 %) und eine Spezifität von 94 %.

Die Hoch-Risiko-Varianten wurden mit einer Sensitivität von 77 Prozent (68-84 Prozent) und einer Spezifität von 88 Prozent (58-97 Prozent) nachgewiesen. Für die beiden von der Impfung erfassten HPV-Typen 16 und 18 betrug die Sensitivität 73 Prozent (56-86 Prozent) und die Spezifität 98 Prozent (91-100 Prozent).

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