Atypische Veränderungen der Prostata

Die bei der Biopsie entnommenen Proben Ihrer Prostata werden von einem Facharzt mit langjähriger  Berufserfahrung - dem Pathologen – mikroskopisch untersucht. Ihr behandelnder Arzt verwendet den pathologischen Bericht um die Entscheidung über die weiteren therapeutischen Maßnahmen zu fällen. Diese Fragenübersicht wurde entwickelt um es leichter zu machen Ihren pathologischen Bericht zu verstehen.

1. Die bei der Biopsie entnommenen Proben Ihrer Prostata werden von einem Facharzt mit langjähriger  Berufserfahrung - dem Pathologen – mikroskopisch untersucht. Ihr behandelnder Arzt verwendet den pathologischen Bericht um die Entscheidung über die weiteren therapeutischen Maßnahmen zu fällen. Diese Fragenübersicht wurde entwickelt um es leichter zu machen Ihren pathologischen Bericht zu verstehen.

Alle diese Bezeichnungen stehen für ähnliche Veränderungen des Gewebes, die der Pathologe unter dem Mikroskop erkennen kann. Diese Veränderungen des Gewebes könnten Krebs sein.

2. Warum kann der Pathologe nicht 100%tig sagen, ob in meiner Biopsieprobe Krebs vorhanden ist?

Es gibt Veränderungen, die unter dem Mikroskop wie Krebs aussehen können, aber trotzdem kein Krebs sind. Der Pathologe muss also mit der Diagnose Prostatakrebs sehr vorsichtig sein, besonders wenn es sich um eine kleine Biopsieprobe handelt, da man bei einer Biopsie lediglich Ausschnitte des gesamten Gewebes sieht.

3. Was bedeutet es, wenn in meinem Bericht von der Möglichkeit gesprochen wird, dass bei einer Wiederholungsbiopsie Prostatakrebs bei mir diagnostiziert wird?

Von 100 Männern mit der Diagnose „atypisch“ oder “suspekt” im Original-Biopsiebefund wird bei ca. 40 in einer zweiten Biopsie Krebs diagnostiziert.

4. Ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer Wiederholungsbiopsie Prostatakrebs diagnostiziert, anhängig von meinem PSA-Wert?

Ihr PSA-Wert beeinflusst die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer zweiten Biopsie Krebst diagnostiziert wird nicht.

5. Brauche ich eine Wiederholungsbiopsie?

Bei den meisten Männern bei denen „atypisch“ oder “suspekt” im Biopsiebericht steht, wird eine zweite Biopsie durchgeführt. Dennoch gibt es Situationen in denen eine wiederholte Biopsie nicht empfohlen wird. Ob und wann Sie eine Wiederholungsbiopsie haben sollten, besprechen Sie am Besten mit Ihrem behandelnden Arzt.

6. Was bedeutet es wenn in meinem Biopsiebericht zusätzlich „hochgradige prostatische intraepitheliale Neoplasie“ steht?

„Hochgradige prostatische intraepitheliale Neoplasie“ auch bezeichnet als „hochgradige PIN“ ist nicht von Bedeutung für jemanden der bereits den Befund „atypisch“ oder „suspekt“ in seinem Biopsiebericht hat. Eine „hochgradige PIN“ kann manchmal eine Vorstufe zum Prostatakrebs sein. Aber sie sind weniger gefährlicher als die atypischen Befunde in einer Probe. (siehe Frage 1.)

7. Was bedeutetet, es wenn in meinem Bericht zusätzlich die Rede von einer „akuten Entzündung“ (akute Prostatitis) oder einer „chronischen Entzündung“ (chronische  Prostatitis) ist?In einigen Fällen kann eine Entzündung zur Erhöhung des PSA-Wertes führen.

In den meisten Fällen ist eine Entzündung (akut oder chronisch) nicht von Bedeutung und steht nicht in direktem Zusammenhang mit Prostatakrebs.

8.) Was bedeutet es, wenn in meinem Bericht zusätzlich „Atrophie“ „Adenose“, „atypische adenomatöse Hyperplasie“ oder „Samenblase“ steht?

All diese Bezeichnungen stehen für Erscheinungen, die der Pathologe unter dem Mikroskop sehen kann und die in einigen Fällen der Erscheinungsform von Krebs ähneln können. Sie sind nicht von Bedeutung wenn sie bei einer Biopsie entdeckt werden und haben nichts mit Prostatakrebs zu tun.

9.) Was bedeutet es wenn mein Biopsiebericht besondere Untersuchungen wie hochmolekulare Zytokeratine (HMWCK, high molecular weight cytokeratin), CK903, CK5/6, p63,AMACR (racemase), 34BE12, oder PIN4 cocktail enthält?

Dies sind spezifische Untersuchungen mit dessen Hilfe der Pathologe den Prostatakrebs identifizieren kann. Diese Zusatzuntersuchungen sind nicht in allen Fällen nötig. Ob diese Untersuchungen in Ihrem Bericht vorkommen oder nicht, hat keinen Einfluss auf die Genauigkeit Ihrer Diagnose.

10.) Was bedeutet es wenn in meinem Biopsiebericht das Wort „Stanzzylinder“ vorkommt?

Der Urologe entnimmt der Prostata an verschiedenen Stellen mit einer Hohlnadel dünne Gewebefäden. Jede dieser Proben wird als „Stanzzylinder“ bezeichnet.

End FAQ