Arzt-Diagnosen auf dem Prüfstand
12. Dezember 2011
Klinikum - Obduktionen dienen der Qualitätssicherung - Studien in Zusammenarbeit mit der TUDie Obduktion Verstorbener und die Untersuchung von Gewebeproben von Patienten gehören zum vielschichtigen Aufgabengebiet des Instituts für Pathologie am Klinikum Darmstadt.
DARMSTDT. Ein 44 Jahre alter Mann, der kerngesund und vital wirkte, fiel plötzlich tot um. Erst bei seiner Obduktion stellte sich die Todesursache heraus: Er hatte eine genetisch bedingte Herzkrankheit. Dies war jedoch keinem Arzt aufgefallen.

Der postmortale Erkenntnisgewinn macht den Vierundvierzigjährigen zwar nicht wieder lebendig, ist aber für seine Nachkommen eine lebenswichtige Information. Auch sie könnten ja von der Erbkrankheit betroffen sein. Sie bekamen den Hinweis, sich untersuchen und gegebenenfalls behandeln zu lassen.
Im Obduktionssaal des Instituts für Pathologie am Klinikum Darmstadt, der mit vier kompletten Tischen ausgestattet ist, werden täglich Leichen seziert – im Jahr sind es zusammen mit denen der Pathologie des Klinikums Höchst rund 400. Für nichtnatürliche Todesfälle, etwa, wenn ein Verbrechen vermutet wird, ist die Gerichtsmedizin in Frankfurt zuständig.
Hier lesen Sie den vollständigen Artikel