BDP : CT oder MRT können die Obduktion nicht ersetzen

21. Februar 2012

Der Bundesverband Deutscher Pathologen e.V. teilt in einer Pressemitteilung mit, dass moderne Bildgebungsverfahren wie CT und MRT die Obduktion nicht ersetzen können. Sie entfaltet ihre qualitätssichernde Funktion, wenn die Diagnosesicherheit bei den zum Tode führenden Krankheiten im Focus steht. Deshalb fordert der Bundesverband Deutscher Pathologen, dass der Autopsiereport Gegenstand der gesetzlichen Qualitätsberichterstattung der Krankenhäuser sein muss.

Einzelheiten entnehmen Sie bitte der hier hinterlegten Pressemitteilung  

 
 

Biomarker: vernetzt forschen, individuell therapieren

21. Februar 2012

images/stories/img3703411.jpgDtsch Arztebl 2012; 109(7): A-320 / B-277 / C-273

Biomarker werden für die Typisierung von Tumoren immer wichtiger. Aber noch kostet es zu viel Zeit und Geld, bis die klinische Relevanz eines Tumormarkers geklärt ist – ein Problem, das sich nur durch große Forschungsnetzwerke lösen lässt.
Nach gängiger Lehrmeinung entstehen maligne Tumoren als Folge zahlreicher genetischer und epigenetischer Veränderungen, und diese sollen sich durch Genom- und Genexpressionsanalysen (Proteom) feststellen lassen.

Die klinisch relevanten Fragen sind: Wie unterscheiden sich Tumorzellen eines Patienten in Bezug auf das Genom und seine Expression vom gesunden Gewebe des Patienten? Lässt sich mit Hilfe des Analyseergebnisses vorhersagen, welche Therapie am wahrscheinlichsten zum Erfolg führt?

Den vollständigen Artikel als PDF- Dokument lesen Sie hier  
   

Biomarker gegen Brustkrebs: Charité startet Projekt

20. Februar 2012

Brustkrebs zielgenau und individuell zu bekämpfen ist das Ziel eines EU-Forschungsprojekts, das die Berliner Charité zusammen mit elf weiteren Institutionen aus sechs Ländern startet. «Die Idee für die Zukunft ist, schon sehr früh ein genetisches Profil des Tumors zu erstellen», sagte Professor Carsten Denkert (Charité-Institut für Pathologie) heute auf Nachfrage der Deutschen Presseagentur (dpa). Dazu sollen neue Biomarkertests für verschiedene Brustkrebsarten entwickelt werden. Bislang gibt es ein solches Verfahren vor allem für Patientinnen, deren Tumor erhöhte Werte eines bestimmten Wachstumsfaktors (HER2) aufweist.

Im Fokus des Forschungsprojekts «Responsify» stehen nach seinen Angaben die rund 30 Prozent aller Brustkrebspatientinnen, deren Tumore nicht auf eine Anti-Hormon-Therapie ansprechen. Dies sind zum einen die HER2-positiv-getesteten Frauen. Bei diesen Patientinnen wird mit Antikörpern behandelt. Zum anderen geht es um Erkrankte mit sogenannten tripel-negativen Tumoren, die weder auf Antikörper noch auf Anti-Hormon-Therapien ansprechen. Diese Tumore müssen von der Blutzufuhr abgeschnitten und quasi ausgehungert werden (Anti-Angiogenese-Therapie). «Vor allem für letztere Fälle fehlen uns bisher Biomarker», sagte Denkert. 

Lesen Sie hier mehr zum Projekt 
   

Autopsie: Noch kann das Schnittbild den Schnitt nicht ersetzen

19. Februar 2012

Obduktionen sind ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung in Kliniken und zur Verbesserung von Todesursachenstatistiken. Gleichwohl ist die Rate der Autopsien rückläufig, in Deutschland werden nur etwa 3% der Verstorbenen autopsiert.

Pathologen, Intensiv- und Rechtsmediziner des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf haben in einer prospektiven Kohortenstudie die Aussagekraft der traditionellen Obduktion mit der virtuellen Autopsie durch Computertomographie verglichen. Von 285 konsekutiv auf 9 Intensivstationen des Klinikums zwischen Januar und Juni 2010 gestorbenen Patienten wurden 165 virtuell autopsiert und 47 zusätzlich durch den Pathologen. Von 196 Diagnosen, die vor dem Tod bestanden, wurden 88 % durch virtuelle Autopsie und 93 % durch traditionelle Obduktion bestätigt.

Die Details zu dieser Studie lesen Sie hier 

   

DGP veröffentliche eine Übersicht der Ringversuche für das Jahr 2012

18. Februar 2012

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Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie hat auf Ihrer Homepage eine aktuelle Übersicht der Ringversuche für das Jahr 2012 zur Verfügung gestellt.

Hier gelangen Sie direkt zur Übersicht 




   

Onkologie in Deutschland: Wurden Chancen vertan?

18. Februar 2012

Dtsch Arztebl 2012; 109(7): A-316 / B-274 / C-270 von Prof. Dr. med. L.Weißbach

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Im Jahr 2000 postulierten die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe acht Thesen zum damaligen Stand der Krebsmedizin und ihren Strukturen.
Eine – subjektive – Bilanz nach zwölf Jahren liefert ernüchternde Ergebnisse. 


Diese Thesen wurden nun überprüft und die eingetretende Entwicklung kommentiert. Die Thesen lauten im Einzelnen :

1. Die Krebsfrüherkennung ist teuer und erfüllt nicht ihre Aufgaben 
2. In der jetzigen Form sind die Tumorzentren ohne Zukunft.
3. Unzureichende interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Ärzten senkt die Heilungschancen der Patienten.
4. Die Deutschen beteiligen sich nicht ausreichend an innovativen Tumorbehandlungen.
5. Die Gentherapie ist zurzeit nur eine Hoffnung für den Patienten. 
6. Interdisziplinäre, multimodale Therapien verbessern die Prognose und die Lebenqualität der Krebspatienten.
7. Die Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe und die Krankenkassen bekennen sich zu einer gerechten Finanzierung der klinischen Forschung in Deutschland - Clearinghouse.
8. Die Politik vermittelt nicht zwischen den Ansprüchen der Gesellschaft und den Möglichkeiten der Medizin.

Die vergangenen Jahre machen deutlich, wie wichtig es ist, in Zeiten knapper Ressourcen Kräfte zu bündeln und das gemeinsame Interesse an einer gute Krebsmedizin mit starker Stimme zu vertreten. 

Das Fazit 2012 zu diesen Thesen und mehr zu diesem Thema lesen sie hier auf aerzteblatt.de 


 
   

Epi proLung® BL Essay zeigt gute Leistungsfähigkeit

17. Februar 2012

Februar 2012 (euro adhoc) - Das deutsch-amerikanische Krebsdiagnostik-Unternehmen Epigenomics AG (Frankfurt Prime Standard: ECX) freut sich, die Ergebnisse einer unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Dietel und seinem Team am Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Charité in Berlin durchgeführten Studie bekanntzugeben. In der Studie wurde die diagnostische Leistungsfähigkeit des Epi proLung® BL Assay (basierend auf der Detektion von methyliertem SHOX2, Epigenomics' proprietärem Biomarker) in bronchialen Spülungen von Patienten mit Verdacht auf Bronchialkarzinom untersucht.

In dieser prospektiv angelegten Studie wurden 228 Präparate von Bronchialspülungen, die zwischen März und November 2011 zur zytologischen Analyse in das Institut für Pathologie der Charité eingesendet wurden, zusätzlich mit dem Epi proLung® BL Assay getestet. Nach endgültiger Diagnose hatten 54 der 228 der in der Studie berücksichtigten Patienten den klinischen Befund Lungenkarzinom erhalten. 29 der 54 Lungenkarzinome wurden von beiden Tests positiv getestet, 12 Fälle wurden nur durch den Epi proLung® BL Assay detektiert und weitere 12 nur durch die zytologische Analyse gefunden. Bei Kombination der Ergebnissen der Zytologie mit denen des Epi proLung® BL Assays wird eine Gesamtsensitivität von 98 % bei einer Spezifität von 92 % erreicht. 

Diese Ergebnisse dieser Studie werden von Prof. Dr. M. Dietel auf der Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Pathologie Ende Mai in Berlin vorgestellt. Lesen Sie hier mehr

   

Pathologen: Länderinitiative zur Approbationsordnung unüberlegt

16. Februar 2012

Pressemitteilung von: Bundesverband Deutscher Pathologen e.V.

schlake-60pxKleine Fachgebiete geraten unter den Druck der Ländergesundheitsministerien, das befürchten Vertreter des Fachgebiets Pathologie. Als „Scheuklappenpolitik“ kritisiert Prof. Dr. Werner Schlake, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Pathologen, die Pläne der Ländergesundheitsministerien, aus dem Wahltertial der Studierenden im Praktischen Jahr ein Zwangstertial in der Allgemeinmedizin zu machen. Das Wahltertial im PJ ist die einzige Möglichkeit für Medizinstudenten, eine Orientierung innerhalb der 33 Fachgebiete der Medizin zu gewinnen. Das sei schon schwer genug. „Besonders ein kleines, aber in der Krebsdiagnostik entscheidendes Fach wie die Pathologie ist dann völlig chancenlos, Studierende mit dem Fachgebiet bekannt zu machen“, so Prof. Dr. M. Dietel, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pathologie.

Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema 
   

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