Trend zur personalisierten Therapie bei Krebs
04. Februar 2012
Trotz hochmoderner Medizintechnik und einem großen Angebot an Medikamenten stirbt in Deutschland jeder Vierte an Krebs. Die Biotechnologie sucht seit Jahren nach neuen Wegen und ist hoffnungsvoll, Mittel zu finden, die zielgerichtet und auf den Patienten zugeschnitten eingesetzt werden können. Doch die Verfahren sind teuer und langwierig.

Erst auf Grundlage der Ergebnisse des Pathologen, der entnommenes Körpergewebe untersucht, kann die Diagnose Krebs gestellt werden. Nur diese Diagnose ist rechtsverbindlich. Auf ihr basieren alle weiteren Therapieschritte.
Pathologen können jedoch nicht nur eine Krebsdiagnose stellen, sie haben auch die Möglichkeit, bestimmte Biomarker im Krebsgewebe zu detektieren, um den Krebs genauer bestimmen zu können. "Unter bestimmten Voraussetzungen kann ich aufgrund von Biomarkern mit hoher Wahrscheinlichkeit voraussagen, ob ein Medikament bei einem Patienten wirken wird oder nicht", berichtet Professor Manfred Dietel von seinen Forschungsarbeiten. Für die Behandlung der Krebspatienten bedeutet das eine zielgerichtetere Therapie und damit größere Überlebenschancen.
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