19.03.2012

Neufassung einer Qualitätssicherungsvereinbarung Molekulargenetik

Dtsch Arztebl 2012; 109(11): A-553 / B-477 / C-473

 

In Zusammenhang mit der Aufnahme des neuen Abschnittes 11.4 „Indikationsbezogene molekulargenetische Stufendiagnostik“ in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) zum 1. Januar 2011 hatte die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit dem GKV-Spitzenverband vereinbart, für die Gebührenordnungspositionen des Abschnittes 11.4.2 EBM „Untersuchungen bei monogenen Erkrankungen“ eine Qualitätssicherungsvereinbarung abzuschließen.

 

Jetzt haben sich die KBV und der GKV-Spitzenverband auf eine "Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur Erbringung von molekulargenetischen Untersuchungen bei monogenen Erkrankungen geeinigt.

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10.03.2012

Brustkrebs: Next Generation Sequencing

Die Informationen von Bildgebung und Histologie geben oft unzureichende Antworten bei der Entscheidung für eine persönlich zugeschnittene Therapie bei Brustkrebs. Auf der Suche nach Biomarkern soll in Zukunft das gesamte Genom durchgesehen werden.

 

In den letzten Tagen machte das Thema „Brustkrebs“ wieder gehörige Schlagzeilen. Hat Deutschland wirklich die höchste Brustkrebs-Todesrate in Europa, wie die „Annals of Oncology“ vorgeben? Die Deutsche Gesellschaft für Senologie dementierte umgehend und zitierte in der Pressemitteilung eine Studie in „Onkologie“ vom Juli 2011 mit rund 4.000 Teilnehmerinnen.

Ergebnis: Patienten mit primärem Mammakarzinom hatten danach unabhängig von den klassischen Prognosefaktoren in einem zertifizierten Brustzentrum deutlich bessere Überlebensaussichten.

 

Rund sechs Millionen Euro spendiert die Europäische Union für das Projekt „Responsify“, bei dem sich Forscher aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Schweden, der Schweiz und Großbritannien auf die Suche nach neuen Brustkrebs-Markern machen. Auch dabei steht die genomweite Suche im Vordergrund, mit „Next Generation Sequencing“, Bestimmung von epigenetischen Veränderungen und in-situ-Proteomik.

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06.03.2012

Neu! Umfangreiche Linkliste aus dem Bereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtspathologie

"In eigener Sache" freuen wir uns sehr darüber, dass die Besucherzahlen unseres Webportals von Monat zu Monat steigen. Ständig auf der Suche nach interessanten Beiträgen und neuen Veranstaltungen für die Pathologie und Zytologie, können wir Ihnen jetzt eine umfangreiche Linksammlung aus dem Bereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtspathologie zur Verfügung stellen...

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06.03.2012

Nationaler Krebsplan: Grünes Licht von der Politik

Dtsch Arztebl 2012; 109(9): A-408 / B-353 / C-349

 

Nach einer Zeit der Stagnation scheint ein Wendepunkt erreicht: Die Umsetzung des Nationalen Krebsplans nimmt Fahrt auf.

Nachdem es lange politisch still um den Nationalen Krebsplan war, gibt es jetzt grünes Licht für die Umsetzung des bereits im Juni 2008 vom Bundesgesundheitsministerium, der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren initiierten Konzepts. Ein Schwerpunkt des Nationalen Krebsplans liegt in der Weiterentwicklung der onkologischen Versorgungsstrukturen und deren Qualität. Priorität soll der flächendeckende Ausbau von klinischen Krebsregistern bekommen.

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01.03.2012

Mehr als 11.000 Teilnehmer beim 30. Deutschen Krebskongress

Berlin. Mehr als 9.000 Teilnehmer aus Medizin, Pharma und Politik haben in diesem Jahr den Deutschen Krebskongress in Berlin besucht. Das Treffen, das alle zwei Jahre stattfindet, ist der größte onkologische Kongress im deutschen Sprachraum.

 

Der diesjährige Deutsche Krebskongress stand unter dem Motto: „Qualität sichern – Forschung fo(e)rdern“. „Die Nachricht, dass die Implementierung der klinischen Krebsregister an Fahrt aufnehmen wird, gehört zu den wichtigsten Neuigkeiten. Seit 2008 haben die Experten der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft für Tumorzentren (ADT) eng zusammengearbeitet, um mehr als 100 Handlungsempfehlungen für eine bessere Krebsversorgung in Deutschland zu entwickeln.

 

Die Zertifizierung von Krebszentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hat sich bewährt. Inzwischen lasse sich für einige Krebsentitäten auch zeigen, dass die zertifizierten Zentren mit ihrer hohen Strukturqualität auch bessere Ergebnisse hervorbringen, so Kongresspräsident Professor Peter Albers.

 

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24.02.2012

Neue Therapie bei Melanom-Erkrankungen im Spätstadium

Der Roche Pharma AG ist in der Therapie des schwarzen Hautkrebs ein Durchbruch gelungen. Das Unternehmen entwickelte mit Vemurafenib ein Medikament, das gezielt in die Abläufe der Krebszellen eingreift. Als Folge kann der Tumor nicht mehr wachsen und schrumpft. Alle Patienten, bei denen eine BRAF-V600-Mutation im Tumor nachgewiesen wird, können im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit vom neuen Medikament profitieren.

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23.02.2012

Krebsfrüherkennung nicht falschen Prämissen opfern

Pressemitteilung vom 22.02.2012

Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP)

 

Die Krebsvorsorge bei Gebärmutterhalskrebs ist eine deutsche Erfolgsgeschichte. Wolfram-Arnim Candidus, Präsident der Bürgerinitiative Gesundheit DGVP mahnt: „Kostenüberlegungen sollten nicht Grund sein, bewährte Methoden und Zeitintervalle zugunsten weniger guter Vorhersagen zu opfern.“

Der gemeinsame Bundesausschuss prüft die Regularien der jährlich stattfindenden Gebärmutterhalsfrüherkennung. Im Falle einer Änderung würden die Kosten einer Vorsorge nur noch alle 2-3 Jahre von den gesetzlichen Kassen als Regelleistung übernommen werden.

„Die Gesundheitspolitik ist heute immer stärker auf Ökonomisierung und Kostenmanagement ausgerichtet. Verbunden mit den Rationierungen der gesetzlichen, aber mittlerweile auch der privaten Krankenkassen, droht nun die erfolgreiche Entwicklung der frühzeitigen Krebsvorsorge zerschlagen zu werden. Doch darunter würden letztlich die Patienten leiden - eine unzuverlässige Krebsvorsorge mindert nicht die Risiken und schürt vielmehr Unsicherheiten und Ängste.“

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21.02.2012

Biomarker: vernetzt forschen, individuell therapieren

Dtsch Arztebl 2012; 109(7): A-320 / B-277 / C-273

 

Biomarker werden für die Typisierung von Tumoren immer wichtiger. Aber noch kostet es zu viel Zeit und Geld, bis die klinische Relevanz eines Tumormarkers geklärt ist – ein Problem, das sich nur durch große Forschungsnetzwerke lösen lässt.

Nach gängiger Lehrmeinung entstehen maligne Tumoren als Folge zahlreicher genetischer und epigenetischer Veränderungen, und diese sollen sich durch Genom- und Genexpressionsanalysen (Proteom) feststellen lassen.

 

Die klinisch relevanten Fragen sind: Wie unterscheiden sich Tumorzellen eines Patienten in Bezug auf das Genom und seine Expression vom gesunden Gewebe des Patienten? Lässt sich mit Hilfe des Analyseergebnisses vorhersagen, welche Therapie am wahrscheinlichsten zum Erfolg führt?

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