26.08.2012

Leica Biosystems erwirbt Aperio

Pressemitteilung vom 22. August 2012

 

Leica Biosytems gab die Fusion mit Aperio - einem führenden Anbieter von ePathology Solutions- bekannt. Beide Unternehmen werden durch den Zusammenschluss ihre Stärken mit dem Ziel weiter ausbauen , branchenführende Lösungen zu entwickeln, die zukünftig jeden Arbeitsschritt einer Pathologie optimal abbilden.

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20.08.2012

Die Gen-Kuren

Quelle: derStandard.at,19.August 2012

 

BRAF, KRAS, HER2: Hinter diesen Kürzeln verbergen sich Schaltstellen für Tumore. Sie zu deaktivieren ist das Ziel personalisierter Medizin. Pathologen spielen dabei eine Schlüsselrolle.

 

Medizin der Zukunft sieht unspektakulär aus und versteckt sich an Orten, die Patienten gewöhnlich niemals zu Gesicht bekommen. Sie wird zudem von Ärzten vorangetrieben, die Kranke niemals selbst behandeln. Die Rede ist von Pathologen, die in den Laboren, über Mikroskope und Petrischalen gebeugt, einen wichtigen Beitrag zur Genesung von Patienten leisten.

Seit Jahrzehnten beurteilen Pathologen entartete Zellen nach ihrer Größe, Verteilung und nach äußerlichen Eigenschaften. In den letzten Jahren bahnt sich ein Paradigmenwechsel an, der weitreichende Auswirkung auf die Diagnose und Behandlung der bösartigen Geschwüre haben wird. Stützten sich die Pathologen bislang auf die Äußerlichkeiten des Tumors, um ihn zu charakterisieren, fokussieren sie sich nun auf sein Innenleben. Mit Hightech im Köcher spüren sie krankmachende Gendefekte in Zellen auf.

 

"Diese Wende läutete 2002 der Dickdarmkrebs ein", sagt Felix Offner, Leiter des Instituts für Pathologie am LKH Feldkirch.Damals entwickelte das US-Biotech-Unternehmen Abgenix den Antikörper Panitumumab, der die krankhaften Wachstumssignale der Tumore stoppte. Die Crux bei diesem neuen Medikament: Es wirkte nur bei den etwa 60 Prozent der Patienten, die keine Veränderungen in einer Schaltstelle dieser Signalkette zeigen. Ist das Gen mit dem Namen KRAS mutiert, feuert sie unverdrossen ihre tödliche Information auf den Zellkern ab. Ein Gentest, der anzeigt, ob eine Mutation vorliegt, identifiziert jene Patienten, die von der Behandlung profitieren. "Es war das erste Mal, dass ein Gendefekt in einer Signalkette über die Behandlungsstrategie entschied", so Offner.

 

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17.08.2012

Leica: Einführung der neuen Novocastra HD-Antikörper für IHC

Pressemitteilung vom 14.08.2012

 

Newcastle, England (ots/PRNewswire) - Leica Microsystems hat die Einführung der Novocastra(TM) HD-Antikörperreihe angekündigt, die aus 80 klinisch relevanten Immunhistochemie-Antikörperklonen für 10 anatomische Pathologien besteht.

 

Die Novocastra HD-Reihe ist in den USA und in der EU ab August 2012 erhältlich. Zunächst wird die Reihe für Mammapathologie erhältlich sein. Leica Microsystems plant, 2012 und 2013 neun weitere krankheitsspezifische Reihen auf den Markt zu bringen.

Novocastra HD wurde entwickelt, um den Bedürfnissen von Pathologen und Histologen im Hinblick auf Auswahl, diagnostische Zuversicht und Arbeitsabläufe gerecht zu werden. Diese neue HD-Reihe wurde nach einer umfassenden internationalen Marktforschung zu den Kundenvorlieben in Verbindung mit den Ergebnissen einer umfangreichen vergleichenden Bewertung eines jeden Antikörpers durch NordiQC entwickelt. Die Auswahl von Novocastra HD enthält daher Antikörper mit Leistungsmerkmalen für unterschiedliche Bereiche, die alle in neuen Grössen und Formaten erhältlich und so auf die Arbeitsabläufe im Labor zugeschnitten sind.

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14.08.2012

Leukämie: Wenn Spenderzellen Empfänger angreifen

Quelle: Ärztezeitung online

 

Stammzellspenden haben bisweilen gefürchtete Nebenwirkungen. Warum das so ist und wie sich die auslösenden Mechanismen zum Vorteil der Patienten nutzen lassen, wird jetzt in einem Projekt erforscht.

 

Im Fokus eines zweijährigen Forschungsprojektes des pathologischen Instituts der Universität Würzburg stehen die sogenannten NFAT-Transkriptionsfaktoren. Es wird untersucht, welche Aufgaben die unterschiedlichen Transkriptionsfaktoren in verschiedenen Zellen des Immunsystems bei unterschiedlichen Varianten von Leukämien und Lymphomen übernehmen.

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13.08.2012

Mammafrühkarzinom: Strahlentherapie kann Brust langfristig erhalten

Quelle: www.aerzteblatt.de, 13.08.2012

 

Houston – Bei Frauen über 70 Jahren mit einem rezeptor-positiven Mammafrühkarzinom wird häufig auf die ansonsten nach brusterhaltender Therapie obligatorische Strahlentherapie verzichtet, wenn die Frauen eine Hormontherapie erhalten. US-Onkologen warnen jetzt in Cancer (2012; doi: 10.1002/cncr.27457) vor dieser Praxis. Ihre Studie zeigt, dass es nach zehn Jahren doch zu einer erhöhten Rate von Mastektomien kommt.

Der heutige Verzicht auf die Radiotherapie wird mit einer Studie aus dem Jahr 2004 erklärt. Damals waren Frauen im Alter über 70 Jahren Tumoren im Stadium I nach einer Lumpektomie auf eine Hormontherapie mit Tamoxifen oder eine Kombination aus Tamoxifen plus Strahlentherapie randomisiert worden.

 

Obwohl die zusätzliche Radiotherapie die Rate der Lokalrezidive gesenkt hatte, wurde sie für entbehrlich gehalten. Als Grund wurde angeführt, dass die Rate der Mastektomie nach 5 Jahre nicht erhöht war. Eine Nachbeobachtungszeit von 5 Jahren ist beim Mammakarzinom jedoch nicht immer ausreichend, um die Ergebnisse einer Therapie zu beurteilen.

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08.08.2012

Neue Hinweise auf Krebsstammzellen

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Utrecht/Brüssel/Dallas – Die Existenz von Krebsstammzellen, aus denen sich Tumoren nach einer Chemo- oder Strahlentherapie regenerieren könnten, ist bisher unbewiesen. Jetzt liefern drei Forschergruppen unabhängig voneinander Hinweise für Krebsstamm­zellen in Tumoren von Gehirn, Haut und Darm.

 

Die heute vorherrschende monoklonale Krebsentstehungstheorie geht davon aus, dass alle Tumorzellen gleich sind. Sofern sie zur Teilung in der Lage sind, können sie jeder Zeit zum Ausgangspunkt neuer Tumoren werden. Das Stammzellmodell postuliert dagegen eine Hierarchie.

 

 

Oben stehen wenige Krebsstammzellen, aus denen sich die normalen Krebszellen ableiten, die den Tumor durch Teilung vergrößern. Das Konzept würde das Scheitern der Chemo- oder Strahlentherapie erklären, die nur die sich teilenden Zellen angreifen, aber nicht zum „Kern“ des Krebswachstums vordringen würden, den Krebsstammzellen.

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06.08.2012

Mammakarzinom: Anastrozol plus Fulvestrant verlängern Überleben

www.aerzteblatt.de, 3.August 2012

 

Irvine – Die Kombination zweier Anti-Östro­gene, die derzeit nacheinander eingesetzt werden, hat in einer Studie im New England Journal of Medicine (2012; 367: 435-444) die Überlebenszeit von Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom um ein halbes Jahr verlängert.

 

Aromatase-Inhibitoren wie das 1998 einge­führte Anastrozol sind heute die Erstlinien­therapie des hormonrezeptor–positiven Mammakarzinoms. Der 2004 zugelassene Estrogenrezeptorantagonist Fulvestrant kommt dagegen erst zum Einsatz, wenn unter der Anti-Östrogen-Therapie ein Rezidiv aufgetreten ist. Vom Wirkungsmechanismus her – Anastrozol hemmt die Bildung von Östrogenen, Fulvestrant verhindert ihre Wirkung – erscheint jedoch auch ein gleichzeitiger Einsatz sinnvoll.

 

Dies war Gegenstand der Studie S0226 der Southwest Oncology Group (SWOG), an der 695 Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom teilnahmen, deren Tumoren Östrogen- oder Progesteronrezeptoren (oder beide) exprimierten. Die Patientinnen wurden zu gleicher Anzahl auf die Monotherapie mit Anastrozol (mit der Empfehlung, bei einem Tumorprogress auf Fulvestrant zu wechseln) oder auf eine Kombinationstherapie mit Anastrozol plus Fulvestrant randomisiert.

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03.08.2012

Rudolf-Virchow-Preis an Prof. Esposito verliehen

Der Rudolf-Virchow-Preis 2012 der Deutschen Gesellschaft für Pathologie e.V. wurde an Frau Prof. Dr. Irene Esposito verliehen für ihre Arbeit "Origin of pancreatic ductal adenocarcinoma from atypical flat lesions: a comperative study in transgenic mice and human tissues".

 

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