06.03.2013

97. Jahrestagung der DGP in Heidelberg

Vom 23.-26.5.2013 findet die 97. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie diesmal in Heidelberg statt. Lassen Sie sich vom Tagungspräsidenten Prof. Dr. Schirmacher einladen:

 

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02.03.2013

"Leben ohne Progression" als Surrogatmarker geeignet

Quelle: aerztezeitung.de, 28.März 2013 von P. Leiner

 

In Studien mit Patienten, die an einem metastasierten kolorektalen Karzinom erkrankt sind, korreliert das progressionsfreie Überleben (PFS) stark mit dem Parameter Gesamtüberleben.

 

Auf der Suche nach Surrogatmarkern für das Gesamtüberleben (OS) rückt das PFS immer stärker in den Fokus der Statistiker.US-Forscher haben sich die Assoziation zwischen PFS und OS nun bei Darmkrebspatienten im Zusammenhang mit dem wachsenden Anteil gezielter Therapien mit monoklonalen Antikörpern und Tyrosinkinasehemmern genauer angeschaut (Clin Canc Research 2013; 19: 969-976).

 

Dazu werteten sie die Daten von mehr als 20.000 Patienten aus, die in 24 randomisierten Studien aus den Jahren 2000 bis 2011 erhoben worden waren. Als Parameter für den Therapieerfolg verwendeten die Wissenschaftler die Hazard Ratio (HR) und errechneten die Korrelation der jeweiligen HR-Werte für das OS und das PFS. Die meisten Studien waren chemotherapiebasiert und einige etwa durch Arzneien der Targeted-Therapie wie monoklonale Antikörper ergänzt.Wurden für die statistische Auswertung alle Studien berücksichtigt, ergab sich ein Korrelationswert von 0,86. Ein Wert von 1 bedeutet einen vollständig positiven linearen Zusammenhang zwischen den beiden HR-Werten.

 

Bezogen die Wissenschaftler nur jene zwölf Studien ein, die sich in der Phase 3 befanden und Chemotherapie mit zielgerichteter Therapie kombinierten, lag der Korrelationswert mit 0,89 etwas höher. Bei insgesamt acht Erstlinienbehandlungen mit Präparaten der Targeted-Therapie ermittelten die Wissenschaftler sogar einen Korrelationskoeffizienten von 0,95 und bei 9 Studien, in denen Hemmstoffe des EGF-Rezeptors geprüft wurden, einen Wert von 0,83. Da ähnliche Ergebnisse in früheren Studien ermittelt wurden, halten die US-Wissenschaftler das PFS für einen verlässlichen Surrogatendpunkt für das Gesamtüberleben.

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02.03.2013

Grünes Licht für bundeseinheitliches Krebsregister

Quelle: aerzteblatt.de, 1. März 2013

 

Berlin – Der Startschuss für eine bundesweite Datenbank zu Krebserkrankungen ist gefallen. Der Bundesrat gab heute grünes Licht für ein entsprechendes Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister (Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz). Ziel ist es, möglichst die beste Therapie für krebskranke Menschen flächendeckend sicherzustellen. Das Gesetz soll bis 2016 umgesetzt werden.

 

Dem Bundesgesundheitsminister zufolge ist Krebs nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit mehr als 218.000 Todesfällen pro Jahr die zweithäufigste Todesur­sache in Deutschland. „Krebskranke Menschen haben Anspruch auf eine Behandlung mit den höchsten Heilungs- und Überlebenschancen“, sagte dazu Bundesgesund­heitsminister Daniel Bahr (FDP). Bundesweit einheitlich geführte klinische Krebsregister würden Erkenntnisse zu Diagnose, Behandlung, Heilungsprozessen oder zu Rückfällen liefern. „Die erfolgreichste Krebsbehandlung wird so sichtbar und kommt unmittelbar den Patienten zugute“, so der Minister. Dem Gesetz zufolge sollen die unterschiedlichen klinischen Krebsregister zukünftig in Deutschland nach möglichst einheitlichen Maßstäben arbeiten. Ein in medizinischen Fachkreisen erarbeiteter Datensatz für die Dokumentation von an Krebs erkrankten Menschen bildet laut BMG die Grundlage für die klinische Krebsregistrierung und sichert ihre Einheitlichkeit.

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01.03.2013

Lungenkrebs holt Brustkrebs ein

Quelle: aerztezeitung.de, 01. März 2013

 

Die Krebsmortalität in Europa ist weiterhin rückläufig. Nur die Todesfälle durch Lungenkrebs bei Frauen nehmen unverändert zu - und werden den brustkrebs bald überholt haben.

 

Der seit den 1980er-Jahren zu beobachtende Rückgang der Krebsmortalität in Europa wird sich wahrscheinlich auch in diesem Jahr fortsetzen. Bei den Todesfällen durch Lungenkrebs bei Frauen ist jedoch ein weiterer Anstieg zu erwarten. Eine leichte Zunahme der Sterberate wird auch für das Pankreaskarzinom vorhergesagt. Die Prognose beruht auf Mortalitäts- und Bevölkerungsdaten der WHO aus den Jahren 1970 bis 2010. Wissenschaftler um Dr. Matteo Malvezzi aus Mailand haben die Zahlen extrapoliert und errechnet, dass im Jahr 2013 in den 27 Mitgliedsstaaten der EU 737.747 Männer und 576.489 Frauen an Krebs sterben werden.

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26.02.2013

Krebsvorsorge misslungen: Darmpolypen mit Vermächtnis

Quelle: ärztezeitung online, 20. Februar 2013

 

Auch wenn ein Adenom bei der Krebsvorsorge entdeckt wird, ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. Bei der Polypektomie bleibt erstaunlich häufig neoplastisches Gewebe stehen.

 

White River Junction. Die Qualität der endoskopischen Polypektomie ist in zwei US-amerikanischen Kliniken prospektiv untersucht worden. Bei 269 Patienten wurden insgesamt 418 Darmpolypen mit Schlinge und Elektrokauter entfernt. 346 Polypen waren neoplastisch, davon wurden 286 als tubuläre, tubulovillöse oder villöse Adenome klassifiziert. Elf Polypen waren bereits hochgradig dysplastisch und ein Polyp war ein Karzinom. 116 Polypen waren groß (über zehn Millimeter), die mittlere Größe lag bei 8,3 Millimeter. Die Hälfte der Polypen war flach, 60 Prozent waren im rechten Kolon lokalisiert. Angestrebt war eine En-bloc-Resektion, was in den meisten Fällen (85 Prozent) auch gelang.

 

Sobald der Endoskopiker nach sorgfältiger makroskopischer Inspektion davon ausging, dass der Polyp komplett entfernt war, wurden von den Resektionsrändern Biopsien entnommen. Dabei stellte sich heraus, dass von 10,1 Prozent der neoplastischen Polypen Gewebe stehen geblieben war. Das Risiko für eine unvollständige Resektion erhöhte sich mit der Größe der Polypen.

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22.02.2013

Online-Videokanal zu Brustkrebs

Quelle: aerztezeitung.de, 22. Februar 2013

 

Düsseldorf. Mit Breast Cancer TV wurde ein kostenloser Online-Videokanal ins Leben gerufen, der über neueste Entwicklungen und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Brustkrebsforschung informiert.

 

Das Online-Angebot adressiert Mediziner und gibt ihnen die Möglichkeit, Fachwissen orts- und zeitunabhängig zu generieren und neueste Erfahrungen via Webcast auszutauschen. Breast Cancer TV richtet sich an rund 15.000 Ärzte in ganz Europa, darunter Onkologen, Pathologen und Strahlentherapeuten, teilt das Unternehmen mit. Die neuen Erkenntnisse können mit Kollegen diskutiert werden.

 

Über die Plattform können Mediziner per Live-Stream oder On-Demand an Fachkonferenzen teilnehmen, Diskussionsrunden verfolgen und sich auf den neuesten Forschungsstand bringen. Im Fokus steht dabei, wie sich moderne Behandlungsmethoden am effektivsten in die Praxis umsetzen lassen. Dazu gibt das Online-Portal die Möglichkeit, Operationen live zu verfolgen und den eigenen Wissensstand somit stets an die neuesten Erkenntnisse anzupassen.

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17.02.2013

Genetische Grundlage des frühen Prostatakarzinoms entschlüsselt

Quelle: aerzteblatt.de, 15. Februar 2013

 

Heidelberg/Hamburg – Dem früh auftretenden Adenokarzinom der Prostata liegt ein anderer genetischer Mechanismus zugrunde als beim häufigeren späten Auftreten. Dies geht aus Beobachtungen von Wissenschaftlern des European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hervor. Die Arbeitsgruppe publizierte ihre Ergebnisse im Journal Cancer Cell (Cancer Cell 2013; 23, (2): 159-170).

 

Das Prostatakarzinom gilt allgemein als Erkrankung des alten Mannes. Jedoch tritt es in annähernd zwei Prozent der Fälle bei Männern bis zum 50. Lebensjahr auf. „Es war bisher unklar, ob sich das Auftreten des Prostatakarzinoms bei jungen Patienten durch einen anderen Mechanismus erklären lässt als bei älteren. Unsere Studie deutet tatsächlich auf eine unterschiedliche Ursache bei jungen Patienten hin.“, erklärt Jan Korbel vom European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg.

 

Es zeigte sich, dass in den Tumoren der jungen Patienten der testosteronbindende Androgenrezeptor eine erhöhte Aktivität aufwies und somit eine Reihe von Genen veränderte. Das Genom der älteren Prostatakrebspatienten zeigte Abnormität, die nicht durch die Aktivität des Androgensrezeptors hervorgerufen werden.

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13.02.2013

Ätiologie, Diagnose und Prävention einer Leberzirrhose

Quelle: aerzteblatt.de, 8. Februar 2013

 

Die Leberzirrhose ist Endstadium eines chronischen Leberprozesses, der über Jahre bis Jahrzehnte progredient verläuft. In Deutschland wird sie besonders durch alkoholische und nichtalkoholische Fettlebererkrankungen, oft aber auch durch Hepatitis B und C ausgelöst. Ihre Häufigkeit steigt mit dem Körpergewicht, auch Rauchen fördert die Fibrosierung. Die Progression hängt wesentlich von der Ätiologie ab; danach richten sich auch die verschiedenen präventiven und therapeutischen Optionen.

 

 

 

In Deutschland zählt die Leberzirrhose bei zunehmender Tendenz zu den 20 häufigsten Todesursachen.

 

Eine Leberzirrhose kann auf dem Boden eines exogen-toxischen, infektiösen, toxisch-allergischen, immunpathologischen beziehungsweise autoimmunen, vaskulären oder endogen-metabolischen (hereditärer) Prozesses entstehen. Die häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose in Deutschland sind die alkoholische und nichtalkoholische Fettlebererkrankung sowie die viralen Hepatitiden B und C.

 

Pathologisch-anatomisch ist die Leberzirrhose durch fibröse Septen zwischen den Portalfeldern gekennzeichnet und kann in eine klein- und grobbknotige Form unterschieden werden. Klinisch kann die Diagnose durch entsprechende klinische und laborchemische Konstellationen sowie apparative Verfahren gestellt werden. Frühe Anzeichen einer Leberzirrhose finden sich in der B-Bild-Sonographie unter anderem aus einer inhomogenen Textur des Lebergewebes, unregelmäßigen Leberoberfläche oder Vergrößerung des Lobus caudatus. Als Folge einer portalen Hypertension tritt eine Splenomegalie auf. Zeichen einer fortgeschrittenen chronischen Lebererkrankung mit Übergang zur Zirrhose ist die Thrombozytopenie. Außerdem fallen Einschränkungen der Lebersynthesefunktion (zum Beispiel Erniedrigung von Albumin, Cholinesterase und Quick [Erhöhung von INR]) und der hepatischen Entgiftung (zum Beispiel Erhöhung des Bilirubins) auf. Dagegen sind die Transaminasen meist nur geringgradig erhöht oder normwertig.

 

Die Durchführung einer Leberbiopsie ist dann nicht erforderlich – beziehungsweise sogar kontraindiziert – wenn die Diagnose einer Leberzirrhose klinisch und mit Hilfe der Bildgebung eindeutig gestellt werden kann. Indiziert ist die Leberbiopsie bei unklarer Ätiologie der Lebererkrankung und wenn das Stadium der Lebererkrankung nicht eindeutig anhand der oben genannten Parameter benannt werden kann. Eine transkutane Leberbiopsie zur Sicherung einer Leberzirrhose sollte nur angestrebt werden, wenn die Diagnose aufgrund der klinischen Befunde nicht eindeutig ist oder wenn zusätzliche Hinweise auf die Ätiologie der Leberzirrhose erwartet werden und daraus therapeutische Konsequenzen resultieren. Zuverlässige Aussagen zum Stadium der Leberfibrose sind allerdings nur dann zu erwarten, wenn Größe des Leberstanzzylinders und Anzahl der Portalfelder eine ausreichende Beurteilung ermöglichen

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