08.02.2013

Nanosensoren unterstützen Therapie von Hautkrebs

Quelle: Universität Basel, 05. Februar 2013

 

Das maligne Melanom gilt als die aggressivste Form von Hautkrebs. Bei der Hälfte der Erkrankungen spielt eine spezielle Genmutation eine wichtige Rolle. Da das Leben von Trägern dieser Mutation mit Medikamenten signifikant verlängert werden kann, ist es wichtig, sie zuverlässig zu identifizieren. Für den Nachweis haben Forschende der Universität Basel und des Ludwig Institute for Cancer Research in Lausanne nun eine neuartige Methode entwickelt, wie sie in der Fachzeitschrift «Nature Nanotechnology» berichten.

 

Jährlich erkranken in der Schweiz etwa 2100 Menschen an einem malignen Melanom, womit der schwarze Hautkrebs zu den häufigsten Tumorerkrankungen gehört. Während bei einer frühen Erkennung die Heilungsaussichten sehr gut sind, sinken die Überlebenschancen in späteren Stadien drastisch.

 

In den letzten Jahren wurden neuartige Medikamente entwickelt, die gezielt bei Genmutationen wirken, welche massgeblich an der schnellen Vermehrung von Gewebe beteiligt sind. Im Fall des schwarzen Hauptkrebses ist dies das sogenannte BRAF-Gen, das in seiner mutierten Form zu einem unkontrollierten Zellwachstum führt. Da aber nur etwa die Hälfte der Patienten mit malignem Melanom diese Mutation aufweist, ist es wichtig, die Patienten zu ermitteln, denen diese Therapie auch hilft. Angesichts der Nebenwirkungen wäre es nicht angebracht, allen Patienten das Medikament zu verabreichen.

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05.02.2013

Deutsche Krebshilfe Preis verliehen

Quelle: krebshilfe.de, 4. Februar 2013

 

Im Rahmen eines Festaktes wurde am 4. Februar 2013, dem internationalen Welt-Krebstag, der Deutsche Krebshilfe Preis 2012 verliehen. Preisträger sind die beiden Wissenschaftler Professor Dr. Ferdinand Hofstädter und Professor Dr. Jörg Michaelis, die für ihr Engagement auf dem Gebiet der Krebsregistrierung den Preis erhielten.

 

„Aktueller kann eine Preisverleihung kaum sein“, erklärte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. „Am Donnerstag letzter Woche hat der Deutsche Bundestag die Einführung der klinischen Krebsregister beschlossen – und heute zeichnen wir zwei herausragende Wissenschaftler für ihr Engagement auf diesem Gebiet aus. Die flächendeckende Einführung klinischer Krebsregister ist ein Meilenstein für die Krebsbekämpfung in Deutschland. Sie wird die onkologische Versorgung in Deutschland verbessern. Die diesjährige Auszeichnung wurde an zwei herausragende Wissenschaftler vergeben, die sich für die Krebsregistrierung stark gemacht haben:

 

Professor Dr. Jörg Michaelis, emeritierter Direktor des Instituts für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Universitätsmedizin Mainz, erhielt den Preis für seine Arbeiten zur Krebsepidemiologie und zum Aufbau des Deutschen Kinderkrebsregisters.

 

Der zweite Preisträger ist Professor Dr. Ferdinand Hofstädter, Direktor des Instituts für Pathologie der Universität Regensburg. Seine Anstrengungen haben zu einem Gesetzgebungsverfahren zur flächendeckenden Einrichtung Klinischer Krebsregister in Deutschland geführt. „Professor Michaelis und Professor Hofstädter erhalten den Deutsche Krebshilfe Preis in Anerkennung ihres langjährigen Engagements für Krebspatienten“.

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04.02.2013

Metastasierendes Prostata-CA: Abirateron plus Prednison eine Option

Quelle: aerzteblatt.de, Rüdiger Meyer

 

Abirateron ist der erste Vertreter einer neuen Wirkstoffgruppe, die das Enzym Zytochrom P-450c17, ein Schlüsselenzym in der Synthese von Testosteron, hemmt.Das Hormon ist ein Wachstumsfaktor, und daher gehört die medikamentöse oder (früher häufigere) chirurgische Kastration zur Standardtherapie des metastasierten Prostatakarzinoms. Therapie der Wahl beim kastrationsresistenten Prostatakarzinom war bisher eine Docetaxel-basierte Chemotherapie. Für den Fall des Versagens dieser Behandlung hat die Europäische Zulassungsbehörde EMA im Oktober 2011 Abirateron zugelassen. Es schaltet die mögliche Restsynthese von Testosteron nach Kastration aus.

 

Fragestellung der doppelblinden COU-AA-302-Studie war, ob Abirateron auch bei Patienten, die noch keine Chemotherapie erhalten haben, wirksam ist. 1 088 Patienten mit histologisch oder zytologisch gesichertem, kastrationsresistentem Prostata-Adenokarzinom (asymptomatisch oder milde Symptome) wurden 1 : 1 randomisiert: Abirateron (viermal 250 mg oral täglich) plus Prednison (5 mg zweimal am Tag) oder Placebo plus Prednison.

 

Fazit: Bei metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom ohne oder mit leichten Symptomen ist die Kombination von Abirateron plus Prednison eine Option. Die Europäische Arzneimittelbehörde hat die Indikation für erwachsene Patienten, für die noch keine Chemotherapie indiziert ist, erweitert. Kontraindikation sind schwere Leberstörungen.

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01.02.2013

Klinische Krebsregister werden Realität

Quelle: ärztezeitung.de, 1.Februar 2013

 

Der Bundestag hat den Weg frei gemacht für eine effektivere Registrierung von Tumorerkrankungen in Deutschland. Die neuen Regeln können die Krebsforschung voran bringen.

 

Berlin. Binnen fünf Jahren könnte Deutschland flächenddeckend über klinische Krebsregister verfügen. "Und ab dann wird es jedes Jahr besser", sagte der Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft, Dr. Johannes Bruns, der Ärztezeitung. Der Erkenntnisgewinn aus den Krebsregistern wachse mit der Dauer ihrer Geschichte.Die Geschichte vorangetrieben hat die schwarz-gelbe Koalition mit dem "Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister", das der Bundestag am Donnerstagabend beschlossen hat.

 

Klinische Krebsregister gibt es flächendeckend bislang in den neuen Ländern und in Bayern. Sie decken etwa 35 bis 40 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ab.Die Anschubfinanzierung der Deutschen Krebshilfe von 7,2 Millionen Euro für den Aufbau der Register soll zum größeren Teil in den Westen, vor allem nach Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen fließen, hieß es am Freitag.

 

"Das ist ein starkes Signal, dass die Politik dem Krebs den Kampf ansagt", sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Er zeigte sich zuversichtlich, dass auch der Bundesrat dem Gesetz zustimmen werde.Jedes Jahr erkranken etwa 470.000 Menschen neu an Krebs.Die Register aufzubauen obliegt den Ländern. Die Daten sollen flächendeckend und möglichst vollzählig erfasst sowie jährlich landesbezogen ausgewertet werden, heißt es bei der Deutschen Krebshilfe.Die Datenerfassung soll auf den Behandlungsort bezogen erfolgen und einen wohnortbezogenen Datenaustausch erlauben. Das bedeutet, dass niedergelassene Onkologen und Kliniken alle Schritte zur Behandlung eines Krebsfalls an das für sie zuständige Register melden sollen.

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30.01.2013

PAP-Test kann Ovarial- und Endometriumkarzinom erkennen

Quelle: aerzteblatt.de

 

Baltimore – Der Pap-Test, der im Zervixkarzinom-Screening in den letzten Jahrzehnten vielen Frauen das Leben gerettet hat, könnte in Zukunft auch zur Früherkennung von Endometrium- und Ovarialkarzinomen genutzt werden. US-Forscher haben dafür einen Test entwickelt. Er weist krebspezifische Gene nach, die von Tumoren des Endometriums, aber auch des Ovars regelmäßig über die Zervix ausgeschieden werden. Erste Tests in Science Translational Medicine zeigen, dass ein Screening prinzipiell möglich wäre.

 

Da nur sehr wenige Krebszellen den Weg in die Zervix finden, muss ein Nachweistest auch geringste Spuren nachweisen können. Dies ist heute mittels Gentests möglich, die jede beliebige DNA-Sequenz nachweisen können. Die erste Aufgabe, vor die das Team um Bert Vogelstein vom Ludwig Center for Cancer Genetics and Therapeutics in Baltimore gestellt war, bestand darin, für den Test geeignete Krebs-Gene zu finden. Beim Ovarialkarzinom waren solche Gene bereits bekannt, für das Endometriumkarzinom mussten die Forscher zunächst 22 Karzinome sequenzieren.

 

Für den Test wurden die jeweils 12 häufigsten Mutationen der beiden Karzinome ausgewählt und in einem „PapGene“-Test zusammengefasst. Das Material für den Nachweis wurde wie bei einem konventionellen Pap-Abstrich entnommen und in einem Container für eine Dünnschicht-Zytologie gesammelt. In einer ersten klinischen Studie wurde der Test an 24 Frauen mit bekanntem Endometriumkarzinom und an 22 Frauen mit Ovarialkarzinom durchgeführt. Dabei wurden alle Endometriumkarzinome (100 Prozent) und neun der 22 Ovarialkarzinome (41 Prozent) entdeckt. Die geringere Sensitivität beim Ovarialkarzinom dürfte damit zusammenhängen, dass der Weg bis zur Zervix für die Zelle länger ist und nicht alle Karzinome Zellen an den Eileiter weitergeben.

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28.01.2013

Mutationen machen Melanom unsterblich

Quelle: aerzteblatt.de, 25.Januar 2013

 

Boston/Essen - Zwei Mutationen in Steuergenen aus den "dunklen" Abschnitten des Erbguts steigern bei der Mehrzahl der malignen Melanome die Bildung eines Enzyms, das Krebszellen "unsterblich" macht. Die Entdeckung von US-Forschern in Science könnte die hohe Malignität des Tumors erklären. Ein deutsches Team hat die Mutation auch bei familiären Melanomen nachgewiesen.

 

Das Team um Levi Garraway vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston kann jetzt erstmals zeigen, dass Mutationen im vermeintlichen DNA-Müll für Krebserkrankungen von Bedeutung sind:

 

Bei der Sequenzierung des Erbguts stießem sie bei 50 von 70 sporadischen Melanomen auf zwei Mutationen in einem Promoter, der die Aktivität eines anderen für das Krebswachstum wichtigen Gens beeinflusst. Das Gen TERT kodiert das Enzym Telomerase Reverse Transcriptas. Es verlängert die Enden der Chromosomen und verhindert dadurch, dass die Zellen nach einer bestimmten Anzahl von Zellteilungen absterben. Die Telomerase wird deshalb auch als „Unsterblichkeitsenzym“ bezeichnet. Bei Krebserkrankungen ist dies eine wichtige Voraussetzung für eine ungehinderte Proliferation.

 

Werden die TERT-Mutationen vererbt, kommt es zum Auftreten von familiären Melanomen, wie ein Team um Prof. Rajiv Kumar vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und Prof. Dirk Schadendorf von der Universität Essen herausgefunden hat. Die Forscher untersuchten eine Familie, in der 14 Angehörige am Melanom erkrankt waren.

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22.01.2013

Bamberger Morphologietage 2013

Die Bamberger Morphologietage fanden in diesem Jahr zum 15. mal statt. Vom 18.-20.1. bildeten sich mehr 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Vorträgen, Patho- und Cyto-Updates und Workshops fort. Mehr als 55 Aussteller aus dem Industrie- und Dienstleistungsbereich zeigten ihre aktuellen Produkte.

 

Verschaffen Sie sich einen Überblick durch unseren Kurzbericht:

 

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14.01.2013

PAP-Test kann Ovarial- und Endometriumkarzinom erkennen

Baltimore – Der Pap-Test, der im Zervixkarzinom-Screening in den letzten Jahrzehnten vielen Frauen das Leben gerettet hat, könnte in Zukunft auch zur Früherkennung von Endometrium- und Ovarialkarzinomen genutzt werden. US-Forscher haben dafür einen Test entwickelt. Er weist krebspezifische Gene nach, die von Tumoren des Endome­triums, aber auch des Ovars regelmäßig über die Zervix ausgeschieden werden. Erste Tests in Science Translational Medicine (2013; 5: 167ra4) zeigen, dass ein Screening prinzipiell möglich wäre.

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