12.01.2013

Ein Videobeitrag über die Bamberger Morphologietage 2013

Dieser Videobeitrag wurde aktuell auf Youtube ® veröffentlicht:

 

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11.01.2013

USA: weniger Krebstote, aber mehr HPV-Tumore

Atlanta – In den USA ist die Zahl der Krebstodesfälle seit Anfang der 1990er Jahre rückläufig. Dieser Trend hat sich laut dem jüngsten Jahresbericht mehrerer Fachge­sellschaften fortgesetzt. Es gibt aber auch gegenläufige Entwicklungen. Sie betreffen unter anderem die Erkrankungen, die Folge einer Infektion mit dem humanen Papillo­mavirus (HPV) sind. Sie bilden einen Schwerpunkt in dem aktuellen Bericht, der im Journal of the National Cancer Institute (JNCI 2013; doi: 10.1093/jnci/djs491) veröffentlicht wurde.

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08.01.2013

Schwarzer Hautkrebs: Protein "MIA" als Angriffspunkt für neuartige Therapie

Warum schwarzer Hautkrebs so aggressiv ist und nur geringe Heilungschancen bestehen, ist bislang nicht geklärt.

 

Das Regensburger Expertenteam um Prof. Dr. Anja Bosserhoff will Licht ins Dunkel bringen. Die Forscher untersuchen derzeit, welche zellulären Veränderungen ablaufen, wenn sich aus einem „Muttermal“ ein bösartiger Tumor entwickelt.

 

Im Verdacht haben sie einen Vorgang, der als „Onkogen-induzierte Seneszenz“ bezeichnet wird – ein Prozess der durch „Krebsgene“ hervorgerufen wird und die Zellen vorzeitig altern lässt. Insbesondere soll die Rolle des Proteins MIA untersucht werden, das von entarteten Zellen produziert wird und offenbar Einfluss auf den Seneszenzprozess hat.

In den vergangenen Jahren wurde der Mechanismus der Onkogen-induzierten Seneszenz und dessen bedeutende Rolle in der Tumorentstehung entdeckt und beschrieben. Auch beim schwarzen Hautkrebs („Melanom“) konnten Gene identifiziert werden, die in Tumor-Vorstadien aktiviert werden und zu dieser künstlichen Zellalterung führen.

Das vermeintlich Paradoxe an diesem Prozess ist, dass die induzierte Seneszenz zunächst eine Weiterentwicklung der Tumor-Vorstadien zu einem bösartigen Tumor verhindert. Dieser Schutzmechanismus wird jedoch wenig später umgangen und die Krebsvorläuferzellen entarten schließlich doch zu Tumorzellen.

Aufgrund erster Ergebnisse vermutet die Arbeitsgruppe um Prof. Anja Bosserhoff, dass das Protein MIA am Mechanismus der Onkogen-induzierten Seneszenz in Melanomzellen beteiligt ist. Bekannt ist bereits, dass es Zellwanderung und Zellwachstums reguliert. Bosserhoff vermutet, dass MIA auch am Anstoß zur Seneszenz beteiligt ist und somit eine wichtige Rolle in der frühen Phase der Entstehung des Hautkrebses spielt. Mit experimentellen Ansätzen versuchen die Regensburger Forscher die Bedeutung des Proteins MIA in diesem wichtigen Mechanismus aufzuklären.

„Übergeordnetes Ziel unseres Forschungsprojektes ist es, die Ursachen für die Veränderung in der Zelle aufzudecken, die zur Entstehung des schwarzen Hautkrebses führen. Dabei spielt die Aufhebung der Seneszenz eine wesentliche Rolle. Die Erkenntnisse könnten Ansatzpunkte für neue Therapieformen liefern“, erläutert Bosserhoff die Bedeutung des Forschungsvorhabens.

Beim schwarzen Hautkrebs wird weltweit eine starke Zunahme in der Anzahl der Neuerkrankungen verzeichnet. In Deutschland wurden in den 70er Jahren jährlich drei Fälle pro 100.000 Einwohner registriert, in den 90er Jahren schon 12 bis 15 Fälle. Wird der Tumor in einem frühen Stadium operativ entfernt, sind die Heilungschancen sehr hoch. Bei einer Diagnose im späteren Stadium kommt es jedoch häufig zu einer Ausbreitung des Tumors im Körper, wodurch sich die Heilungsaussichten deutlich verschlechtern.

 

Quelle: Bundesverband deutscher Pathologen (www.pathologie.de)

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06.01.2013

IQWiG: Zusatznutzen von Axitinib bei Nierenzellkarzinom

Quelle: aerzteblatt.de, 4.Januar 2012

 

Köln – Der Wirkstoff Axitinib (Handelsname Inlyta®) zur Behandlung von Menschen mit einem fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom hat einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber dem Wirkstoff Sorafenib. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Nutzenbe­wertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundhgeitswesen (IQWiG). Demnach ist das Risiko für bestimmte Nebenwirkungen bei Axitinib geringer, so das Institut. Für den Vergleich mit Everolimus konnte das IQWiG mangels geeigneter Daten einen Zusatznutzen dagegen nicht belegen.

 

Für den Vergleich mit Sorafenib lag dem IQWiG eine Zulassungsstudie (AXIS-Studie) vor. In Hinblick auf die Endpunkte Gesamtüberleben, Symptomatik und gesundheitsbezogene Lebensqualität fand das Institut in dieser Studie keine statistisch signifikanten Unter­schiede in den Behandlungsergebnissen zwischen der Axitinib- und der Sorafenib-Gruppe.

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02.01.2013

Medizinrückblick 2012: Gene, Medikamente und Überdiagnosen

Quelle: aerzteblatt.de, 2. Januar 2013

 

Für die Wissenschaftsmagazine Science und Nature gehören die ersten Ergebnisse des ENCODE-Projekts zu den wichtigsten Fortschritten des letzten Jahres – obwohl eine medizinische Relevanz bisher kaum erkennbar ist. Seit September 2003, dem Abschluss des Human Genome Projects, versuchen 442 Forscher, die mehr als 98 Prozent des menschlichen Genoms, die keine Anweisungen zum Bau von Proteinen enthalten, mit Sinn zu füllen.

 

Die Flut der genomweiten Assoziationsstudien (GWAS) ist auch 2012 nicht abgerissen. Gefunden wurden neue Risiko-Gene für ein breites Spektrum von Erkrankungen wie Hypertonie, Herzinfarkt, Arthrose, Autismus, Morbus Parkinson oder Morbus Crohn. Auch die Entschlüsselung der Krebsgenome schreitet voran. Im Jahre 2012 wurde das Erbgut von Kolorektumkarzinom, Medulloblastom, Plattenepithelkarzinoms und kleinzelligem Karzinom der Lunge, vom Bronchialkarzinoms und mehreren pädiatrischen Tumoren entschlüsselt.

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22.12.2012

Regorafenib punktet in zwei Studien

Quelle: lifePR, 17. Dezember 2012

 

In der Fachzeitschrift The Lancet wurden die Ergebnisse von zwei Phase-III-Zulassungsstudien zu Regorafenib vor dem Abdruck in der später erscheinenden Printausgabe online veröffentlicht. Die Daten der Studien CORRECT (Colorectal cancer treated with regorafenib or placebo after failure of standard therapy) und GRID (GIST - Regorafenib In Progressive Disease) belegen überzeugend die Wirksamkeit von Regorafenib bei Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) oder gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), bei denen alle anderen Behandlungsoptionen ausgeschöpft worden sind.

 

"Die Veröffentlichung der Studiendaten von CORRECT und GRID in The Lancet belegt das Potenzial von Regorafenib als neue, wirksame Therapieoption sowohl für mCRC als auch für GIST. In beiden Indikationen besteht ein hoher Bedarf an neuen Behandlungsmöglichkeiten", sagte Dr. Erich Enghofer, Leiter der Business-Unit Hämatologie-Onkologie bei Bayer HealthCare Deutschland.

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20.12.2012

Biobanken entscheidend für den medizinischen Fortschritt

Quelle: aerzteblatt.de, 20. Dezember 2012

 

Berlin- Die Biobanken in Deutschland und die Infrastrukturen für ihre Nutzung weiter auszubauen fordern die deutschen Biobankenforscher und -betreiber. Sie betonen, Biobanken seien ein wesentliches Element für den künftigen medizinischen Fortschritt. „Es fehlt allerdings derzeit noch an einer Finanzierung für eine übergreifende Infra­struktur, die eine nationale Bündelung und Abstimmung der Aktivitäten unterstützen und nachhaltig sichern würde“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF), Michael Krawczak, nach dem ersten Biobanken-Symposium im Dezember in Berlin.

 

„In der Krebstherapie basieren sämtliche molekulare Tests, mit denen die Wirksamkeit und Verträglichkeit gezielter Therapien vorab überprüft wird, um unnötige Behandlungen zu vermeiden, auf wissenschaftlichen Untersuchungen an Geweben aus Biobanken“, erläuterte der Pathologe Manfred Dietel von der Charité Berlin die bedeutung der Biobanken.

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18.12.2012

"Deutsche Pathologietage Berlin " kündigen sich an

Quelle: OpenPR, 18. Dezember.2012

 

2013 findet der 13. Bundeskongress Pathologie Berlin gemeinsam mit den Histologie-Morphologie-Tagen des Dachverbandes der Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin (dvta) statt. Beide Veranstaltungen werden zeitgleich unter einem gemeinsamen Dach organisiert und bilden damit die Deutschen Pathologietage Berlin, an denen auch die Akademie für Fortbildung in der Morphologie beteiligt ist.

 

Es werden gemeinsame Themenschwerpunkte gesetzt, die auch in der Praxis gemeinsam fortwirken können. Die „Deutschen Pathologietage Berlin“ dienen auch der konzentrierten Darstellung der Leistungen der Industrieanbieter. Es werden insgesamt ca. 800-900 Teilnehmer erwartet, davon etwa 600 Mitglieder des dvta und 250 Mitglieder des Bundesverbands Deutscher Pathologen. Insgesamt soll der Kongress auch in diesem Jahr dazu beitragen, den Mitgliedern des Bundesverbandes Deutscher Pathologen und interessierten Gästen einen möglichst weiten Blick in die Zukunft zu gewähren.

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