24.11.2012

Multikinase-Inhibitor überwindet Resistenz bei Darmkrebs und GIST

Quelle: aerzteblatt.de, 23.November 2012

 

Löwen/ Boston- Die US-Arzneibehörde FDA hat im September den Multi-Kinase-Inhibitor Regorafenib (als Stivarga) zur Behandlung des resistenten Kolorektalkarzinoms zugelassen. Die jetzt publizierten Ergebnisse der Zulassungsstudie lassen allerdings nur einen geringen Überlebensgewinn bei hoher Toxizität erkennen. Vielversprechender könnte der Einsatz bei den selteneren gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) sein.

 

Regorafenib und seine aktiven Metaboliten hemmen eine lange Liste von membrangebundenen oder intrazellulären Kinasen. Diese Kinasen greifen in die Entwicklung und das Wachstum von Karzinomen ein, steuern aber auch normale Zellfunktionen. Regorafenib bietet sich deshalb als Therapie für die Patienten an, deren Tumoren eine Resistenz gegen einzelne Kinase-Inhibitoren entwickelt haben. Es ist allerdings auch mit erheblichen Nebenwirkungen zu rechnen.

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20.11.2012

Methode zur Behandlung von Lebertumoren

Auf dem RadiologieKongressRuhr in Bochum hatten wir die Gelegenheit mit Frau Prof. Dr. Kuhl (Universitätsklinikum Aachen) zu sprechen. Sie erklärt die S.I.R.T.-Methode, die zur Behandlung von Lebertumoren und metastasierenden Tumoren (z.B. bei Brustkrebs) prädistiniert ist. Und sie erklärt, warum diese Methode derzeit "unternutzt" ist, d.h. nicht so häufig eingesetzt wird, wie es wünschenswert wäre.

 

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18.11.2012

Onkopedia informiert Ärzte über Krebstherapien

Quelle: aerzteblatt.de, 14.November 2012

 

Dresden – Auf die Krebsdatenbank „Onkopedia“ hat das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hingewiesen. Initiator ist der Direktor des Universitäts KrebsCentrums und der Medizinischen Klinik und Poliklinik I Gerhard Ehninger. Ehninger ist auch Geschäftsführender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, die Onkopedia betreibt.

 

Für das Portal werten Ehninger und sein umfangreiches Team wissenschaftlich verifizierte Informationen aus und bieten eine Vielzahl an Therapieempfehlungen für Menschen mit Krebserkrankungen frei zugänglich. „Die Datenbank staffelt sich in ein Angebot für Fachärzte, für Mitarbeiter im Pflegebereich und für Patienten ohne wissenschaftliche Vorbildung“, so Ehninger.

Die Inhalte seien dabei komplett die gleichen, allerdings sei die sprachliche Darstellung an die jeweilige Zielgruppe angepasst. „Onkopedia hat in kurzer Zeit immens an Popularität gewonnen“, freut sich Ehninger. „Wir verzeichnen mittlerweile monatlich zwei Millionen Zugriffe bei 30.000 aktiven Nutzern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In den kommenden Monaten soll das Angebot ins Englische übersetzt werden. Ehninger betonte, alle Inhalte gründeten sich auf aktuellste Therapieerfahrungen und würden regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht.

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17.11.2012

Häufigkeit von Intervallkarzinomen im Deutschen MSP

Quelle: aerzteblatt.de, 16.November 2012

 

Auswertungen des Epidemiologischen Krebsregisters Nordrhein-Westfalen:

 

Da in jedem Krebsfrüherkennungs-Programm viele Gesunde untersucht werden müssen, um wenige Erkrankte zu entdecken, sind besonders hohe Anforderungen an die Qualität und die Wirksamkeit dieser Screening-Programme zu stellen. Zu den wesentlichen Surrogat-Parametern des Deutschen Mammographie-Screening-Programmes (MSP) zählt die Rate der Intervallkarzinome.

 

Alle MSP-Erstteilnehmerinnen aus NRW der Jahre 2005 bis 2008 mit unauffällig beurteilter Screening-Mammographie wurden hinsichtlich einer im Intervall der nachfolgenden 24 Monate neu auftretenden Brustkrebserkrankung überprüft. Bei 878 764 Frauen wurde die erstmalige Mammographie als unauffällig beurteilt. In dieser Gruppe trat bei 2036 Frauen ein Intervallkarzinom auf.

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14.11.2012

Offener Brief des BDB an den Vorsitz des Bundesausschuss

Quelle: Bundesverband Deutscher Pathologen e.V. vom 14.11.2012

 

Das Thema "Bedarfsplanung Pathologie" wurde in der Vergangenheit ausführlich thematisiert. Aktuell hat Prof. Dr. med. W. Schlake als Präsident des Bundesverbandes Deutscher Pathologen e.V. einen offenen Brief an den Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses -Herrn Josef Hecken- gerichtet:

 

Anlass für dieses Schreiben ist ein Interview von Herrn Hecken gegenüber der Ärztezeitung vom 12.11.2012. Laut Ärztezeitung sollen die "patientenfernen Facharztrichtungen" wie die Pathologie und Labormedizin relativ stark gedeckelt werden. Als Begründung wurde angegeben, dass es nicht in jedem KV-Bezirk mehrere Pathologen geben muss, da die Proben ohnehin verschickt würden.

 

Herr Prof. Dr. Schlake betont die Notwendigkeit des örtlich gebundenen Faches Pathologie, dass in engem Kontakt zu den Kollegen anderer Fachrichtungen -insbesondere in der Tumormedizin- steht.

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06.11.2012

NEXUS übernimmt Zytofix von Amedes

Quelle: NEXUS AG, 6. November 2012

 

Mit Wirkung zum 01. Nov. 2012 übernimmt NEXUS von der amedes Medizinische Dienstleistungen GmbH den Vetrieb, den Service und die Weiterentwicklung der Software "Zytofix", der weit verbreiteten Spezial-anwendung für Zytologie-Labore.

 

Die Anwender profitieren von einem langfristig sichergestellten Service ihrer Lösung und dem Dienstleistungsangebot eines auf IT im Gesundheitswesen spezialisierten Unternehmens. Durch diesen Zusammenschluss verstärkt NEXUS seine Marktsstellung im strategisch wichtigen Bereich der Spezialanwendungen für die Zytologie.

 

Dazu Klaus Fritsch (Geschäftsführung NEXUS/DIS GmbH):„ Wir sind damit zum bedeutensten Anbieter von Spezial-Lösungen für Zytologie-Labore geworden. Zukünftig werden wir mit der amedes GmbH eng an der Weiterentwicklung von NEXUS/Zytologie und NEXUS/ZYTOFIX arbeiten. Beide Lösungen sollen zusammengeführt werden."

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03.11.2012

Fatale Rückwirkungen für das Fach Pathologie befürchtet

Quelle: aerzteblatt.de, 2. November 2012

 

Berlin - Die Pathologie muss von der neuen Bedarfsplanung ausgenommen werden, die alle Arztgruppen umfassen soll, fordert Werner Schlake, Präsident des Bundesverbands Deutscher Pathologen. Denn viele Kolleginnen und Kollegen sind sowohl im ambulanten wie im stationären Bereich tätig. Eine Bedarfsplanung für den ambulanten Sektor würde das sektorübergreifende Arbeiten empfindlich stören. Hintergrund: Vom nächsten Jahr an sollen auch niedergelassene Pathologinnen und Pathologen in die neue Bedarfslanung einbezogen werden. Am 6. September wurde bereits eine Zulassungssperre verhängt.

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30.10.2012

Gene treiben seröses Endometriumkarzinom voran

Quelle: aerzteblatt.de, 29. Oktober 2012

 

Die Entschlüsselung des Exoms, das die genetische Information für alle Proteine einer Zelle speichert, verspricht wichtige Einblicke in die Pathogenese von Krebserkrankungen. Beim serösen Endometriumkarzinom, einer besonders aggressiven Variante des Uteruskarzinoms, könnten einer Studie in Nature Genetics (2012;doi:10.1038/ng.2455) zufolge Störuungen in den Chromatin- und Ubiquinin-Genen eine Rolle spielen.

 

Von allen Krebserkrankungen des Uterus hat das seröse Karzinom die schlechteste Prognose. Das Team um Daphne Bell vom National Human Genome Reaserch Institute in Bethesda sequenzierte bei 13 Patientinnen alle protein-kodierten Gene des Tumors und verglich die Informationen mit der Exom-Analyse einer gesunden Körperzelle. Die Forscher konzentrierten sich hier auf die Gene CHD4, FBXW7 und SPOP.

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