07.09.2012

Pathologen wehren sich gegen Bedarfsplanung

Pressemitteilung des Bundesverbandes Deutscher Pathologen, 6. September 2012

 

Der Bundesverband Deutscher Pathologen lehnt die Bedarfsplanung, die der G-BA heute beschließen soll, für sein Fachgebiet als ungeeignetes Mittel im Sinne der Versorgungsplanung ab. Das Ergebnis wäre katastrophal: ein Fachgebiet, dass sich durch die sektorenübergreifende Versorgung auszeichnet, das gerade durch die Verbindung von ambulanter und stationärer Medizin auch dem ambulanten Patienten die ganze Bandbreite und die Qualität hoch entwickelter Tumormedizin garantieren kann, würde sich rückentwickeln in einen je getrennten ambulanten und einen stationären Sektor, wie es andere Fachgebiete mit allen Nachteilen bereits erleben müssen.

 

Die Ganzheitlichkeit der Patientenversorgung würde einer segmentierten Versorgung Platz machen müssen. „Das trifft den Lebensnerv unseres Fachgebietes. Diese Rückentwicklung können und wollen wir nicht hinnehmen“, kündigt Prof. Dr. med. Werner Schlake, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Pathologen, an. Er weiß die Unterstützung ähnlich strukturierter und bislang noch unbeplanter Arztgruppen hinter sich.

 

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01.09.2012

Prostatakrebs: Forschung in Europa vernetzen

Quelle: innovations-report.de

 

Täglich hören über tausend Männer in Europa erstmals die Diagnose „Prostatakrebs“. „Für die Betroffenen beginnt damit häufig ein langer Kampf. Diesen verlieren alle 24 Stunden 190 europäische Prostatakrebskranke“, sagt der österreichische Molekular-Pathologe Prof. Zoran Culig. Als neuer Präsident der Europäischen Sektion für Urologische Forschung (ESUR) und Mitglied des wissenschaftlichen Leitungsgremiums (Scientific Office) der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU) will der Wissenschaftler (47), die Diagnose und Therapie bei Prostata- sowie bei Blasen- und Nierenkrebs durch eine verstärkte Vernetzung der Grundlagenforschung in Europa verbessern.

 

„Die gängige antihormonelle und Chemo-Therapie bei Prostatakrebs zu verbessern und die Mechanismen seiner Entstehung sowie seines Voranschreitens weiter aufzuklären, ist eines unserer langfristigen Ziele“, betont der Innsbrucker Molekular-Pathologe. Als neuer Präsident der ESUR will er daher die Grundlagen- und die klinisch relevante Forschung bei Prostata-, Blasen- und Nierenkrebs intensivieren. „Wir wollen Kolleginnen und Kollegen aus der Urologie, Pathologie und Biologie, die innovative klinische Forschung betreiben, verstärkt vernetzen sowie den Erfahrungsaustausch zwischen wissenschaftlich und klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten sowie Biologinnen und Biologen in Europa forcieren“, betont Culig. Der international renommierte Forscher bereitet dazu unter anderem den multidisziplinären Jahreskongress der Europäischen Organisation für Urologie (EAU) im März 2013 in Mailand vor.

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27.08.2012

AWMF: Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms

Die Interdisziplinäre S3- Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms steht als überarbeitete Version derzeit auf AWMF online in verschiedenen Versionen zur Verfügung...

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26.08.2012

Leica Biosystems erwirbt Aperio

Pressemitteilung vom 22. August 2012

 

Leica Biosytems gab die Fusion mit Aperio - einem führenden Anbieter von ePathology Solutions- bekannt. Beide Unternehmen werden durch den Zusammenschluss ihre Stärken mit dem Ziel weiter ausbauen , branchenführende Lösungen zu entwickeln, die zukünftig jeden Arbeitsschritt einer Pathologie optimal abbilden.

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20.08.2012

Die Gen-Kuren

Quelle: derStandard.at,19.August 2012

 

BRAF, KRAS, HER2: Hinter diesen Kürzeln verbergen sich Schaltstellen für Tumore. Sie zu deaktivieren ist das Ziel personalisierter Medizin. Pathologen spielen dabei eine Schlüsselrolle.

 

Medizin der Zukunft sieht unspektakulär aus und versteckt sich an Orten, die Patienten gewöhnlich niemals zu Gesicht bekommen. Sie wird zudem von Ärzten vorangetrieben, die Kranke niemals selbst behandeln. Die Rede ist von Pathologen, die in den Laboren, über Mikroskope und Petrischalen gebeugt, einen wichtigen Beitrag zur Genesung von Patienten leisten.

Seit Jahrzehnten beurteilen Pathologen entartete Zellen nach ihrer Größe, Verteilung und nach äußerlichen Eigenschaften. In den letzten Jahren bahnt sich ein Paradigmenwechsel an, der weitreichende Auswirkung auf die Diagnose und Behandlung der bösartigen Geschwüre haben wird. Stützten sich die Pathologen bislang auf die Äußerlichkeiten des Tumors, um ihn zu charakterisieren, fokussieren sie sich nun auf sein Innenleben. Mit Hightech im Köcher spüren sie krankmachende Gendefekte in Zellen auf.

 

"Diese Wende läutete 2002 der Dickdarmkrebs ein", sagt Felix Offner, Leiter des Instituts für Pathologie am LKH Feldkirch.Damals entwickelte das US-Biotech-Unternehmen Abgenix den Antikörper Panitumumab, der die krankhaften Wachstumssignale der Tumore stoppte. Die Crux bei diesem neuen Medikament: Es wirkte nur bei den etwa 60 Prozent der Patienten, die keine Veränderungen in einer Schaltstelle dieser Signalkette zeigen. Ist das Gen mit dem Namen KRAS mutiert, feuert sie unverdrossen ihre tödliche Information auf den Zellkern ab. Ein Gentest, der anzeigt, ob eine Mutation vorliegt, identifiziert jene Patienten, die von der Behandlung profitieren. "Es war das erste Mal, dass ein Gendefekt in einer Signalkette über die Behandlungsstrategie entschied", so Offner.

 

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17.08.2012

Leica: Einführung der neuen Novocastra HD-Antikörper für IHC

Pressemitteilung vom 14.08.2012

 

Newcastle, England (ots/PRNewswire) - Leica Microsystems hat die Einführung der Novocastra(TM) HD-Antikörperreihe angekündigt, die aus 80 klinisch relevanten Immunhistochemie-Antikörperklonen für 10 anatomische Pathologien besteht.

 

Die Novocastra HD-Reihe ist in den USA und in der EU ab August 2012 erhältlich. Zunächst wird die Reihe für Mammapathologie erhältlich sein. Leica Microsystems plant, 2012 und 2013 neun weitere krankheitsspezifische Reihen auf den Markt zu bringen.

Novocastra HD wurde entwickelt, um den Bedürfnissen von Pathologen und Histologen im Hinblick auf Auswahl, diagnostische Zuversicht und Arbeitsabläufe gerecht zu werden. Diese neue HD-Reihe wurde nach einer umfassenden internationalen Marktforschung zu den Kundenvorlieben in Verbindung mit den Ergebnissen einer umfangreichen vergleichenden Bewertung eines jeden Antikörpers durch NordiQC entwickelt. Die Auswahl von Novocastra HD enthält daher Antikörper mit Leistungsmerkmalen für unterschiedliche Bereiche, die alle in neuen Grössen und Formaten erhältlich und so auf die Arbeitsabläufe im Labor zugeschnitten sind.

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14.08.2012

Leukämie: Wenn Spenderzellen Empfänger angreifen

Quelle: Ärztezeitung online

 

Stammzellspenden haben bisweilen gefürchtete Nebenwirkungen. Warum das so ist und wie sich die auslösenden Mechanismen zum Vorteil der Patienten nutzen lassen, wird jetzt in einem Projekt erforscht.

 

Im Fokus eines zweijährigen Forschungsprojektes des pathologischen Instituts der Universität Würzburg stehen die sogenannten NFAT-Transkriptionsfaktoren. Es wird untersucht, welche Aufgaben die unterschiedlichen Transkriptionsfaktoren in verschiedenen Zellen des Immunsystems bei unterschiedlichen Varianten von Leukämien und Lymphomen übernehmen.

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13.08.2012

Mammafrühkarzinom: Strahlentherapie kann Brust langfristig erhalten

Quelle: www.aerzteblatt.de, 13.08.2012

 

Houston – Bei Frauen über 70 Jahren mit einem rezeptor-positiven Mammafrühkarzinom wird häufig auf die ansonsten nach brusterhaltender Therapie obligatorische Strahlentherapie verzichtet, wenn die Frauen eine Hormontherapie erhalten. US-Onkologen warnen jetzt in Cancer (2012; doi: 10.1002/cncr.27457) vor dieser Praxis. Ihre Studie zeigt, dass es nach zehn Jahren doch zu einer erhöhten Rate von Mastektomien kommt.

Der heutige Verzicht auf die Radiotherapie wird mit einer Studie aus dem Jahr 2004 erklärt. Damals waren Frauen im Alter über 70 Jahren Tumoren im Stadium I nach einer Lumpektomie auf eine Hormontherapie mit Tamoxifen oder eine Kombination aus Tamoxifen plus Strahlentherapie randomisiert worden.

 

Obwohl die zusätzliche Radiotherapie die Rate der Lokalrezidive gesenkt hatte, wurde sie für entbehrlich gehalten. Als Grund wurde angeführt, dass die Rate der Mastektomie nach 5 Jahre nicht erhöht war. Eine Nachbeobachtungszeit von 5 Jahren ist beim Mammakarzinom jedoch nicht immer ausreichend, um die Ergebnisse einer Therapie zu beurteilen.

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