21.05.2012

Bundesrat lehnt Pflichtabschnitt Allgemeinmedizin ab

Wie der Berufsverband Deutscher Pathologen mitteilt, war der gemeinsame Protest gegen die Einführung eines Pflichtertials in der Allgemeinmedizin erfolgreich.

 

Der Bundesrat hat nicht nur kein Pflichttertial in der Allgemeinmedizin beschlossen, sondern auch das als Kompromiss bezeichnete Pflichtquartal Allgemeinmedizin abgelehnt.

 

Das Praktische Jahr bleibt also bestehen wie es war: Innere Medizin / Chirurgie / Wahlfach. Zur Stärkung der Allgemeinmedizin ist jetzt eine Pflichtfamulatur im Gespräch, die das PJ aber nicht tangieren würde. So steht den Medizinstudenten weiterhin ein Wahlquartal zur Verfügung, in dem sie sich mit ihren Wahl-Fächern, wünschenswert auch mit der Pathologie, vertraut machen können.

Mehr lesen

Zum ganzen Artikel
17.05.2012

Bei weißem Hautkrebs ist Diagnostik mit Tiefgang nötig

Bei Biopsien zur Diagnostik eines Basalzellkarzinoms sollte man auf ausreichenden "Tiefgang" achten. In einer Studie stellten sich zahlreiche Tumoren nach Entnahme der gesamten Geschwulst als invasiver heraus, als es zunächst den Anschein hatte.

 

Beim Basalzellkarzinom (BCC) ist eine möglichst genaue Risikostratifizierung für die Wahl der Therapie essenziell. Oberflächliche und noduläre Tumoren haben ein geringes Risiko in Bezug auf Wachstum, lokale Rezidivbildung und lokale Invasivität; dagegen gelten mikronoduläre und infiltrative Läsionen als Hochrisikotumoren. Oft ist jedoch die Bestimmung des histologischen Subtyps für den Pathologen schwierig.

 

 

Daher wollten Michael Jude Welsch und sein Team vom Penn State Milton S. Hershey Medical Center im US-Staat Georgia herausfinden, welche anderen Charakteristika mit der Invasionstiefe und damit der Aggressivität eines BCC korrelieren.

 

Zum ganzen Artikel
16.05.2012

Deutsche S3-Leitlinie: Empfehlungen zum Magenkarzinom

Dtsch Arztebl 2012; 109(19): A-977 / B-841 / C-833

Die neue ausführliche deutsche S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Adenokarzinoms des Magen- und ösophagogastralen Übergangs“ entstand im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie, das die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und die Deutsche Krebshilfe e.V. gegründet haben. Koordiniert hat sie Priv.-Doz. Dr. med. Markus Möhler

 

In der neuen S3 Leitlinie werden Empfehlungen zu Risikofaktoren und Vorsorge sowie in klaren Schritten die Themen Diagnostik und Staging behandelt. Innerhalb der Therapiemöglichkeiten stehen neben rein endoskopischen oder chirurgischen Maßnahmen bei kleinen Tumoren viele interdisziplinäre Empfehlungen und Statements zur perioperativen Chemotherapie, neoadjuvanten Radiochemotherapie und adjuvanten Therapie im Vordergrund. Abgerundet wird die Leitlinie erstmals dadurch, dass bisher vernachlässigte Themen wie die Ernährungsmedizin, die Palliativmedizin und die Psychoonkologie aufgenommen wurden.

Mehr lesen

Zum ganzen Artikel
15.05.2012

Brustkrebsstammzellen / Gefährlicher Einzelgänger

Deutsches Ärzteblatt Heft 19 / 11. Mai 2012

Heidelberger Wissenschaftlern ist es gelungen, das metastaseninduzierende Potenzial von Krebsstammzellen von Patientinnen mit Brustkrebs nachzuweisen.

Mehr lesen

Zum ganzen Artikel
10.05.2012

Vierteiliges PJ gefährdet Qualität der ärztlichen Ausbildung

Pressemitteilung vom 10.05.2012

 

Berlin/Düsseldorf/Köln/München/Wiesbaden - Nach Abwendung des Pflichttertials Allgemeinmedizin droht den Medizinstudierenden ein vierteiliges Praktisches Jahr (PJ). Der Bundesrat soll am 11. Mai 2012 über ein vierteiliges PJ entscheiden. Das hätte zur Folge, dass die Qualität der medizinischen Ausbildung leidet, warnen die großen fachärztlichen Berufsverbände Deutschlands. Ziel des Praktischen Jahres ist es, dass Studierende ihre theoretischen Kenntnisse in der praktischen Arbeit vertiefen. Ein dreimonatiges „Hereinschnuppern“ nimmt angehenden Ärzten diese Möglichkeit.

 

Mehr lesen

Zum ganzen Artikel
09.05.2012

Helfen Gentests im Kampf gegen Volkskrankheiten?

Deutscher Ethikrat: Pressemitteilung 06/2012

 

Zu den Möglichkeiten und Grenzen von Gentests bei der Vorhersage und Diagnostik weit verbreiteter Volkskrankheiten hat der Deutsche Ethikrat am 3. Mai 2012 Experten in einer öffentlichen Anhörung befragt. Die Ergebnisse werden in die Stellungnahme zur Zukunft der genetischen Diagnostik einfließen, die der Ethikrat derzeit im Auftrag der Bundesregierung erarbeitet.

 

Herz-Kreislauf-Leiden, Krebs, Darmerkrankungen, psychiatrische Erkrankungen und Stoffwechselkrankheiten gehören zu den weitverbreiteten Krankheiten in unserer Gesellschaft. Viele verschiedene genetische und umweltbedingte Faktoren bestimmen ihren Ausbruch und Verlauf. Die aus der Sequenzierung des menschlichen Genoms resultierenden Fortschritte in der molekulargenetischen Forschung decken zunehmend Zusammenhänge zwischen diesen Krankheiten und bestimmten genetischen Variationen auf.

 

Doch inwieweit können genetische Analysen in der klinischen Praxis für die Ermittlung der Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung eingesetzt werden?

Mehr lesen

Zum ganzen Artikel
08.05.2012

BDP und DGP geben Stellungnahme zu wissenschaftlich-klinischen Studien

Aufgrund zahlreicher Anfragen sehen sich die Vorsitzenden beider Organisation veranlasst eine grundsätzliche Stellungnahme zu wissenschaftlich-klinischen Studien vorzulegen.

 

Zunächst ist festzuhalten, dass beide Organisationen ohne Einschränkung wissenschaftlich-klinische Studien unterstützen und die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen. Allerdings soll angemerkt werden, dass ihre rechtzeitige Einbindung in das Studiendesign dringend empfohlen wird, um Irritationen zu vermeiden und eine optimale Einbringung der pathologischen Expertise sicherzustellen.

 

Mehr lesen

Zum ganzen Artikel
06.05.2012

Tumorsuppressor des Pankreaskarzinoms entdeckt

Ergebnisse einer internationalen Studie eröffnen neue Perspektiven für die Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses / Dresdner Wissenschaftler koordinierte deutsches Forscherteam

 

Das Gen USP9X kann beim dem am häufigsten in der Bauchspeicheldrüse diagnostizierten Krebs dazu beitragen, dessen Entwicklung zu unterdrücken. Das konnte im Rahmen einer internationalen Kooperation wissenschaftlicher Arbeitsgruppen nachgewiesen werden. Daran beteiligt war ein Wissenschaftler-Team aus Dresden, Regensburg und Jena, das PD Dr. Christian Pilarsky von der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus leitete.

Mehr lesen

Zum ganzen Artikel