28.06.2019

BDP: Nur Teilentscheidung des G-BA: Genexpressionstest als Kassenleistung

Quelle: bdp online, Pressemitteilung vom 26. Juni 2019

Der G-BA hat in seiner Sitzung am 20. Juni 2019 nach fast 6 Jahren Beratung einen ersten Schritt in Richtung Genexpressionsanalyse beim Mammakarzinom in der vertragsärztlichen Versorgung unternommen und unter mehreren (ausschließlich) den Oncotype DX für die vertragsärztliche Versorgung zugelassen. 

Das ist für einen Teil der Patientinnen und ihre ÄrztInnen zunächst erfreulich, aber bei weitem nicht ausreichend. Der BDP hält eine rasche Nachbesserung für notwendig. Diese darf nicht weitere Jahre in Anspruch nehmen.

Wichtig ist, dass im Rahmen der ASV und in dem herstellerunabhängigen Selektivvertrag des BDP auch weiterhin die Genexpressionsdiagnostik mit anderen Methoden erstattungsfähig bleibt. 

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des BDP

Zum ganzen Artikel
24.06.2019

DGP: Wechsel an der Spitze - Prof. Dr. med. Gustavo Baretton ist neuer Vorsitzender

Quelle: dgp online, Juni 2019

Die Mitgliederversammlung der DGP hat am 14. Juni 2019 Herrn Prof. Dr. med. Gustavo Baretton vom Universitätsklinikum Dresden einstimmig zum neuen Vorsitzenden der Fachgesellschaft für die Amtsperiode 2019-2021 gewählt.

Die Amtszeit von Prof. Dr. med. Peter Schirmacher vom Universitätsklinikum Heidelberg endete nach drei erfolgreichen Amtsperioden als Vorsitzender der DGP.

Hier geht es direkt zum Artikel

Zum ganzen Artikel
21.06.2019

Biomarkertest bei Brustkrebs wird Kassenleistung

Quelle: aerzteblatt online, 20. Juni 2019

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat aktuell den ersten Beschluss zum Einsatz eines Biomarkertests beim primären Mammakarzinom gefasst und somit den ersten Test dieser Art als Kassenleitung beschlossen.

Der nun getroffene Beschluss umfasst den Einsatz eines Biomarkertests bei Patientinnen mit einem Tumor, der bestimmte Eigenschaften, nämlich Empfindlichkeit für Hormone wie Östrogen und Progesteron und keinen nachgewiesenen Wachstumsrezeptor aufweist. Ausreichende Erkenntnisse zur Aussagesicherheit des Tests bestehen aufgrund der Studienlage bisher für Patinnen ohne Befall der Lymphknoten.

Lesen Sie hier mehr

Zum ganzen Artikel
19.06.2019

Interview - Die Detektivin im Dienste der Toten -

Quelle: bdp online, 17. Juni 2019

Dr. med. Katrin Schierle, Mitglied des Vorstandes beim BDP und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Junge PathologInnen in einem Interview mit dem MDR über den Berufsalltag eines Pathologen und den Tod.

Hier geht es direkt zum Interview des Mitteldeutschen Rundfunks

Zum ganzen Artikel
15.06.2019

Alle Jahre wieder...

... lädt die Deutsche Gesellschaft für Pathologie zur Jahrestagung ein: in diesem Jahr zum 103. Mal und zum wiederholten Mal ins Kap Europa in Frankfurt.

Die Teilnehmer erwartete ein dicht gepacktes Programm mit den Themenschwerpunkten "Endokrine/Neuroendokrine Pathologie", "Transplantationspathologie", "Präzisionsonkologie", "Digitale Pathologie" und "Geschichte der Pathologie" (letzteres insbesondere im Kontext der NS-Zeit). Vorträge, Seminare, Workshops, Industriesymposien - und immer wieder wird deutlich: die wissenschaftliche und medizinische Entwicklung geht immer weiter und immer schneller. Dazu tragen sowohl die Forschungseinrichtungen, die klinische Pathologie als auch die Industrie bei. Ein Beispiel für eine solche Entwicklung ist die Vorstellung von EMPAIA, das steht für "Ecosystem for Pathology Diagnostics with AI Assistance", eine Plattform auf Initiative der Charité Universitätsmedizin in Berlin in Kooperation mit weiteren Forschungseinrichtungen, Kliniken und Unternehmen.

Mehr lesen

Zum ganzen Artikel
11.06.2019

AWMF: S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Keimzelltumoren des Hodens

Quelle: AWMF online, 2. Mai 2019

Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. wurde die neue S3-Leitlinie -Hodentumore- aktuell veröffentlicht.

Keimzelltumoren des Hodens sind mit 4000 Neuerkrankungen im Jahr die häufigste Tumorerkrankung bei 20- bis 40-jährigen Männern. Nun liegt erstmals eine Leitlinie auf S3-Niveau vor, in der das aktuelle interdisziplinär zusammengetragene Wissen zu Diagnostik und Therapie dieser Tumoren umfassend dargelegt wurde. Ziel dieser Leitlinie ist es, die aktuelle Evidenz für die Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Patienten mit Keimzelltumoren zusammenzufassen und zu bewerten.

Hier leiten wir Sie direkt zur Leitlinie von AWMF online

Zum ganzen Artikel
07.06.2019

Neue israelische Behandlung friert Krebszellen einfach ein

Quelle: Israelnetz, 04. Juni 2019

Den Krebs einfach schockfrosten: Diese Methode hat ein israelisches Unternehmen entwickelt und verspricht, dass zum Beispiel bei Brustkrebs keine aufwendige Operation mehr für die Behandlung nötig ist. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Mit diesem Artikel wurde auch ein Unternehmensvideo der Firma IceCure veröffentlicht:

Mehr lesen

Zum ganzen Artikel
30.05.2019

Presseinformation und Einladung: Pathologie – wichtiger Lotse bei Organtransplantationen

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.
Berlin, 28.05.2019

Transplantationspathologie ist eines der Schwerpunktthemen auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie vom 13. bis 15. Juni 2019 in Frankfurt /Main. Zur Debatte zum Thema Organtransplantation am 14. Juni sind Medienvertreter, Betroffene und Patientenvertretungen herzlich eingeladen.

----

Die aktuelle Debatte um neue Regeln für mehr Organspenden rückt das Thema Organtransplantation erneut in den Fokus der öffentlichen Diskussion. "Jedes Jahr sterben mindestens 2.000 Menschen, die auf der Warteliste für ein Spenderorgan stehen", erklärt Prof. Dr. Kurt Werner Schmid, Direktor des Instituts für Pathologie des Universitätsklinikums Essen. "Patienten, die beispielsweise eine neue Leber benötigen, warten in Deutschland rund fünf Jahre, in Österreich dagegen nur drei Monate."

Der Transplantationspathologie sind auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie im Kap Europa Kongresszentrum der Messe Frankfurt / Main drei Themensitzungen gewidmet. Als Highlight gibt es am 14. Juni, um 10:30 Uhr, eine Debattezum Thema: Organtransplantation - die neue Gesetzgebung. Für eine hochkarätige Besetzung ist gesorgt - auf dem Podium sprechen die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Frau Sabine Weiss (MdB), und der Medizinische Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Herr Dr. Axel Rahmel. Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie lädt zu diesem Programmpunkt die Presse, Betroffene und Patientenvertretungen herzlich ein. Bitte melden Sie sich vorab per E-Mail an: geschaeftsstelle@pathologie-dgp.de

Sie erhalten Ihren Teilnahmeausweis am Freitag, 14. Juni 2019, ab 9:30 Uhr am Tagungsbüro im Kap Europa.

Marginale Organe fit machen

Prof. Schmid plädiert für eine Widerspruchsregelung in Deutschland, wie sie von Gesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagen wird. "In 20 von 28 EU-Staaten gilt bereits eine Widerspruchslösung, und insbesondere in dem für uns relevanten Eurotransplant-Raum ist Deutschland das einzige Land ohne eine Widerspruchsregelung", so der Essener Spezialist. "Von 850.000 Menschen, die in Deutschland jährlich sterben, kommen nur etwa 5.000 als potenzielle Organspender von Herz, Lunge, Leber, Niere oder Pankreas infrage. 36 Prozent der Deutschen besitzen einen Spenderausweis; auch wenn die Tendenz wieder steigend ist, sind 955 Spender in 2018, von denen insgesamt 3116 Organe an entsprechende Patienten auf den Wartelisten über Eurotransplant vermittelt werden konnten, deutlich zu wenig", so Schmid.

Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation, DSO, hoffen in Deutschland 9.400 schwer Erkrankte auf die Transplantation eines Organs. Seit Jahren profitiert Deutschland von der größeren Spendenbereitschaft der europäischen Nachbarn und erhält mehr Organe zugewiesen, als es selbst bei der niederländischen Vermittlungsstelle Eurotransplant meldet. Da aber kurze Wege maßgeblich den Erfolg der Transplantation bestimmen, werden verfügbare Organe möglichst an Empfänger vor Ort vermittelt. Die Folge: Aufgrund des großen Mangels an Organen greifen deutsche Transplantationszentren auch zu sogenannten marginalen Organen. "Das sind nur eingeschränkt verwendbare Organe, bedingt durch hohes Spenderalter, Verfettung einer Spenderleber und langen intensivstationären Aufenthalt des Spenders", erläutert Schmid. "Die Forschung ist sehr aktiv, um marginale Organe wieder fit zu machen. Beispielsweise spiegelt der wiedergewonnene Gallefluss derartig behandelter Lebern hervorragend wider, wie gut das betreffende Organ nach der Transplantation seine Funktion aufnimmt."

Drei zentrale Aufgaben der Pathologie in der Transplantationsmedizin

Der Empfänger eines Spenderorgans soll möglichst lange ein gesundes Leben führen. Um das zu sichern, erfüllen Pathologen/innen vor allem drei wichtige Aufgaben:

Die erste Aufgabe ist die Qualitätskontrolle inklusive Beurteilung über Ausschlusskriterien von Spenderorganen. Dabei wird mit Hilfe der Gefrierschnitttechnik an Biopsien vor der Transplantation untersucht, ob Organe unter anderem frei sind von Tumoren oder Infektionen. Außerdem kann der Verfettungsgrad bei einer Leber bestimmt werden. Diese Untersuchung wird in der Regel außerhalb der Kernarbeitszeit angefordert, so dass die pathologischen Institute dafür einen speziellen Rufdienst eingerichtet haben. Eine weitere Qualitätskontrolle ist die pathologische Begutachtung von - aus welchen Gründen auch immer - nicht zur Transplantation verwendeten Spenderorganen.

Ein zweiter wichtiger Bereich ist die Abstoßungsdiagnostik. "Mit Biopsien wird nach der Transplantation regelmäßig überprüft, ob ein Organ vom Körper angenommen wird und/oder sich in den Organen andere Erkrankungen entwickelt haben", führt der Pathologe aus.

Transplantationspathologen haben zudem als dritten Fokus die sogenannten Graft-versus-host-Erkrankungen im Blick; eine Erkrankung, die in der Regel nach einer allogenen, also körperfremden Stammzelltransplantation bzw. Knochenmarktransplantation auftritt. Bei dieser Erkrankung greifen die transplantierten Immunzellen des Spenders den Körper des Empfängers an. Betroffen sind hauptsächlich die Haut, der Intestinaltrakt (Darmkanal) sowie die Leber - seltener auch die Lungen.

Weitere Themenschwerpunkte auf der 103. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie werden sein: endokrine/neuroendokrine Pathologie, Präzisionsonkologie, digitale Pathologie sowie Geschichte der Pathologie. Mehr unter www.pathologie-kongress.com

Mehr lesen

Zum ganzen Artikel