11.06.2019

AWMF: S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Keimzelltumoren des Hodens

Quelle: AWMF online, 2. Mai 2019

Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. wurde die neue S3-Leitlinie -Hodentumore- aktuell veröffentlicht.

Keimzelltumoren des Hodens sind mit 4000 Neuerkrankungen im Jahr die häufigste Tumorerkrankung bei 20- bis 40-jährigen Männern. Nun liegt erstmals eine Leitlinie auf S3-Niveau vor, in der das aktuelle interdisziplinär zusammengetragene Wissen zu Diagnostik und Therapie dieser Tumoren umfassend dargelegt wurde. Ziel dieser Leitlinie ist es, die aktuelle Evidenz für die Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Patienten mit Keimzelltumoren zusammenzufassen und zu bewerten.

Hier leiten wir Sie direkt zur Leitlinie von AWMF online

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07.06.2019

Neue israelische Behandlung friert Krebszellen einfach ein

Quelle: Israelnetz, 04. Juni 2019

Den Krebs einfach schockfrosten: Diese Methode hat ein israelisches Unternehmen entwickelt und verspricht, dass zum Beispiel bei Brustkrebs keine aufwendige Operation mehr für die Behandlung nötig ist. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Mit diesem Artikel wurde auch ein Unternehmensvideo der Firma IceCure veröffentlicht:

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30.05.2019

Presseinformation und Einladung: Pathologie – wichtiger Lotse bei Organtransplantationen

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.
Berlin, 28.05.2019

Transplantationspathologie ist eines der Schwerpunktthemen auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie vom 13. bis 15. Juni 2019 in Frankfurt /Main. Zur Debatte zum Thema Organtransplantation am 14. Juni sind Medienvertreter, Betroffene und Patientenvertretungen herzlich eingeladen.

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Die aktuelle Debatte um neue Regeln für mehr Organspenden rückt das Thema Organtransplantation erneut in den Fokus der öffentlichen Diskussion. "Jedes Jahr sterben mindestens 2.000 Menschen, die auf der Warteliste für ein Spenderorgan stehen", erklärt Prof. Dr. Kurt Werner Schmid, Direktor des Instituts für Pathologie des Universitätsklinikums Essen. "Patienten, die beispielsweise eine neue Leber benötigen, warten in Deutschland rund fünf Jahre, in Österreich dagegen nur drei Monate."

Der Transplantationspathologie sind auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie im Kap Europa Kongresszentrum der Messe Frankfurt / Main drei Themensitzungen gewidmet. Als Highlight gibt es am 14. Juni, um 10:30 Uhr, eine Debattezum Thema: Organtransplantation - die neue Gesetzgebung. Für eine hochkarätige Besetzung ist gesorgt - auf dem Podium sprechen die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Frau Sabine Weiss (MdB), und der Medizinische Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Herr Dr. Axel Rahmel. Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie lädt zu diesem Programmpunkt die Presse, Betroffene und Patientenvertretungen herzlich ein. Bitte melden Sie sich vorab per E-Mail an: geschaeftsstelle@pathologie-dgp.de

Sie erhalten Ihren Teilnahmeausweis am Freitag, 14. Juni 2019, ab 9:30 Uhr am Tagungsbüro im Kap Europa.

Marginale Organe fit machen

Prof. Schmid plädiert für eine Widerspruchsregelung in Deutschland, wie sie von Gesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagen wird. "In 20 von 28 EU-Staaten gilt bereits eine Widerspruchslösung, und insbesondere in dem für uns relevanten Eurotransplant-Raum ist Deutschland das einzige Land ohne eine Widerspruchsregelung", so der Essener Spezialist. "Von 850.000 Menschen, die in Deutschland jährlich sterben, kommen nur etwa 5.000 als potenzielle Organspender von Herz, Lunge, Leber, Niere oder Pankreas infrage. 36 Prozent der Deutschen besitzen einen Spenderausweis; auch wenn die Tendenz wieder steigend ist, sind 955 Spender in 2018, von denen insgesamt 3116 Organe an entsprechende Patienten auf den Wartelisten über Eurotransplant vermittelt werden konnten, deutlich zu wenig", so Schmid.

Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation, DSO, hoffen in Deutschland 9.400 schwer Erkrankte auf die Transplantation eines Organs. Seit Jahren profitiert Deutschland von der größeren Spendenbereitschaft der europäischen Nachbarn und erhält mehr Organe zugewiesen, als es selbst bei der niederländischen Vermittlungsstelle Eurotransplant meldet. Da aber kurze Wege maßgeblich den Erfolg der Transplantation bestimmen, werden verfügbare Organe möglichst an Empfänger vor Ort vermittelt. Die Folge: Aufgrund des großen Mangels an Organen greifen deutsche Transplantationszentren auch zu sogenannten marginalen Organen. "Das sind nur eingeschränkt verwendbare Organe, bedingt durch hohes Spenderalter, Verfettung einer Spenderleber und langen intensivstationären Aufenthalt des Spenders", erläutert Schmid. "Die Forschung ist sehr aktiv, um marginale Organe wieder fit zu machen. Beispielsweise spiegelt der wiedergewonnene Gallefluss derartig behandelter Lebern hervorragend wider, wie gut das betreffende Organ nach der Transplantation seine Funktion aufnimmt."

Drei zentrale Aufgaben der Pathologie in der Transplantationsmedizin

Der Empfänger eines Spenderorgans soll möglichst lange ein gesundes Leben führen. Um das zu sichern, erfüllen Pathologen/innen vor allem drei wichtige Aufgaben:

Die erste Aufgabe ist die Qualitätskontrolle inklusive Beurteilung über Ausschlusskriterien von Spenderorganen. Dabei wird mit Hilfe der Gefrierschnitttechnik an Biopsien vor der Transplantation untersucht, ob Organe unter anderem frei sind von Tumoren oder Infektionen. Außerdem kann der Verfettungsgrad bei einer Leber bestimmt werden. Diese Untersuchung wird in der Regel außerhalb der Kernarbeitszeit angefordert, so dass die pathologischen Institute dafür einen speziellen Rufdienst eingerichtet haben. Eine weitere Qualitätskontrolle ist die pathologische Begutachtung von - aus welchen Gründen auch immer - nicht zur Transplantation verwendeten Spenderorganen.

Ein zweiter wichtiger Bereich ist die Abstoßungsdiagnostik. "Mit Biopsien wird nach der Transplantation regelmäßig überprüft, ob ein Organ vom Körper angenommen wird und/oder sich in den Organen andere Erkrankungen entwickelt haben", führt der Pathologe aus.

Transplantationspathologen haben zudem als dritten Fokus die sogenannten Graft-versus-host-Erkrankungen im Blick; eine Erkrankung, die in der Regel nach einer allogenen, also körperfremden Stammzelltransplantation bzw. Knochenmarktransplantation auftritt. Bei dieser Erkrankung greifen die transplantierten Immunzellen des Spenders den Körper des Empfängers an. Betroffen sind hauptsächlich die Haut, der Intestinaltrakt (Darmkanal) sowie die Leber - seltener auch die Lungen.

Weitere Themenschwerpunkte auf der 103. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie werden sein: endokrine/neuroendokrine Pathologie, Präzisionsonkologie, digitale Pathologie sowie Geschichte der Pathologie. Mehr unter www.pathologie-kongress.com

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26.05.2019

Histologica 2019 in Oberhausen

Der Kongress „von MTAs für MTAs“ ging in die 4. Runde. Die Organisatorin Johanna Wegewiec hat wieder ein umfassendes Programm mit kompetenten Referentinnen und Referenten zusammen gestellt.

(Fotos: Rainer Doert)

 

 

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23.05.2019

Rektaler PAP-Abstrich für Homosexuelle und HIV-positive Männer

Quelle: tekk.tv online, 21. Mai 2019

Die Rate von Rektalkrebs steigt, ebenso wie HPV. Eine häufige sexuell übertragbare Infektion, die sowohl Gebärmutterhalskrebs als auch Rektalkrebs verursachen kann. Bei Frauen wird im Rahmen der Krebsvorsorge einmal im Jahr ein PAP-Abstrich durchgeführt um ein Zervixkarzinom frühzeitig zu entdecken.

Ein ähnlicher Test für präkanzeröse Läsionen im Anus, der als rektale Zytologie bezeichnet wird ist verfügbar, wird aber nicht häufig angewendet. Könnte ein flächendeckendes Screening ein Mittel zur Vorbeugung sein, in dem Rektalkrebs frühzeitig diagnostiziert wird?

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21.05.2019

DGP: Ausschreibung des Johann-Georg-Zimmermann Forschungspreises

Quelle: dgp online, Mai 2019

Gefördert werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsforschung. Deadline ist der 31. August 2019.

Seit mehr als 40 Jahren fördert die Deutsche Hypothekenbank AG mit dem Johann-Georg-Zimmermann-Preis herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsforschung. Medizinische Fakultäten und Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden gebeten, in ihren Augen besonders herausragende und preiswürdige WissenschaftlerInnen und Persönlichkeiten in der Krebsforschung zu benennen.

Der Forschungspreis ist mit 10000 Euro dotiert. Lesen Sie hier weiter...

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19.05.2019

Epigenetischer Stopp-Schalter für therapieresistenten Prostatakrebs

Quelle: medizin aspekte online, Mai 2019

Freiburger Forscher haben eine neue Möglichkeit entdeckt, um das Wachstum von Prostatakrebszellen zu blockieren auch wenn etablierte Therapien nicht mehr wirken. Sie entschlüsselten die Struktur und den Wirkmechanismus des Enzyms KMT9, das zur Gruppe der Histon-Methyltransferasen gehört.

Wird die KMT9-Bildung blockiert, sterben selbst vollständig therapieresistente Tumorzellen ab, normale Zellen aber überleben. Kann dieser Ansatz künftig vor allem bei hormonresistenten Tumoren von Bedeutung sein?

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18.05.2019

Künstliche Intelligenz erkennt Blasenkrebs und erklärt Befunde

Quelle: der Tagesspiegel online, 13. Mai 2019

Amerikanische Forscher haben einen komplexen Algorithmus entwickelt der über drei neuronale Netzwerke verfügt, die in der Lage sind gesammelte Informationen zu bündeln.

Der Algorithmus erstellt eine Diagnose in Form von Textfragmenten und Bildern und erklärt dem Pathologen, wie der Computer zu seiner Einschätzung gekommen ist. Dazu werden bestimmte Bereich der Gewebeprobe farbig gekennzeichnet und mit einem kurzen Text umschrieben. Am Ende steht eine Diagnose.

„Die klinische Relevanz dieses Modells ist außerordentlich hoch” sagt Michael Muders, Direktor des Rudolf-Becker-Labors für translationale Prostatakarzinomforschung und Oberarzt der Pathologie im Zentrum für Pathologie am Universitätsklinikum Bonn. Das Modell stelle einen signifikanten Fortschritt bei der Verwendung von ‘machine learning’ und künstlicher Intelligenz in der mikroskopischen Diagnostik dar. Gerade bei immer weiter steigenden Fallzahlen und dem zunehmenden Mangel an Pathologen sei dies eine gute Entwicklung.

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