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02.12.2019

Gynäkologen wollen Screeningstart für Zervixkarzinom verschieben


Quelle: Deutsches Ärzteblatt online, 2. Dezember 2019

Der Berufsverband der Frauenärzte fordert, das neue Zervixkarzinom-Früh­er­kennungsprogramm nicht wie vorgesehen Anfang des neuen Jahres zu starten. „Trotz viel­facher Bemühungen der beteiligten Institutionen muss heute, einen Monat vor In­kraft­tre­ten der Neuregelungen in der Praxis, festgestellt werden, dass wesentliche Fragen zur Umsetzung des neuen und aufwändigen Zervixkarzinoms-Screenings offen sind und eine flächendeckende Versorgung nicht gewährleistet ist“, schreibt der Verband.

„Insgesamt sind grundlegende Strukturfragen, Versorgungsfragen und Fragen des Daten­schutzes ungeklärt, die den geplanten Beginn des organisierten Krebsfrüherkennungs­pro­gramms „Zervixkarzinom“ am 2. Januar unmöglich machen“, so das Fazit des Berufs­ver­bandes.

Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss hatte das Programm zur Früherkennung des Zervix­karzinoms im Herbst 2018 neu strukturiert. Neu ist laut KBV unter anderem, dass Frauen ab 35 alle drei Jahre Anspruch auf ein kombiniertes Screening, eine sogenannte Ko-Tes­tung, haben. Diese besteht aus einem PAP-Abstrich und einem HPV-Test. Bei der zytolo­gischen Untersuchung ist neu, dass sie künftig als konventioneller Abstrich oder mittels Dünnschichtverfahren durchgeführt werden kann.

Unabhängig von dem Screening können Frauen ab dem Alter von 20 Jahren weiterhin jährlich die klinische gynäkologische Untersuchung in Anspruch nehmen. Frauen im Alter von 20 bis 34 Jahren haben zudem wie bisher Anspruch auf eine jährliche zytologische Untersuchung. Ab 35 soll dann das kombinierte Screening einsetzen.

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