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09.02.2020

Medizinische Drohnenflüge in Hamburg getestet


Quelle: aviationNetOnline, 7. Februar 2020

Unter Schirmherrschaft der deutschen Regierung sind mit dem Forschungsprojekt Medifly erstmals Drohnenflüge zum Transport von medizinischen Proben getestet worden. Wie aus einer Mitteilung des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht, hat es sechs Testflüge auf einer Strecke von fünf Kilometern zwischen dem Bundeswehrkrankenhaus im Hamburger Teil Wandsbek-Gartenstadt und dem Marienkrankenhaus in Hohenfelde gegeben. Medifly ist ein Projekt von FlyNex, an dem auch Lufthansa Technik beteiligt ist.

Ziel von Medifly ist es, herauszufinden, ob der akute Transport medizinischer Gewebeproben mittels einer Drohne zuverlässig und sicher erfolgen kann. Solche Gewebeproben – sogenannte Schnellschnitte – werden oft im Rahmen medizinischer Eingriffe entnommen und müssen noch während der Operation durch einen Pathologen untersucht werden. Nur so kann festgestellt werden, ob sämtliches krankhaftes Gewebe während des Eingriffs entfernt wurde. Dafür werden in der Regel mehrere Proben an unterschiedlichen Stellen entnommen, einzeln verpackt und zur Befundung in die Pathologie gebracht.

Tatsächlich verfügen die meisten Krankenhäuser jedoch nicht mehr über eigene Pathologien, weshalb die Gewebeproben bislang mit einem Rettungswagen zur Pathologie eines anderen Krankenhauses transportiert werden müssen. Für die Dauer dieses Transports und der Befundung wird die Operation unterbrochen und erst wieder fortgesetzt, wenn das Ergebnis vorliegt. Die damit verbundenen Narkosezeiten könnten durch den Einsatz von Drohnen für den Gewebetransport deutlich verringert werden, da das Zielkrankenhaus auf dem Luftweg direkt und unabhängig von der Verkehrssituation am Boden angesteuert werden kann.

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