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12.02.2020

Pathologie und Humangenetik wollen bei Versorgung von TumorpatientInnen integrativ zusammenwirken


Quelle: dgp online, Februar 2020

Das Verhältnis von Pathologie und Humangenetik war in der Vergangenheit oft von Vorurteilen geprägt. Nach intensiven Gesprächen der beiden Vorstände ist nun ein gemeinsames Statement zustande gekommen, in welchem einerseits die Gemeinsamkeiten betont und andererseits die Besonderheiten beider Disziplinen formuliert werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie e. V. und die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V. haben sich umfangreich über Chancen und Ziele der gemeinsamen, integrativen Arbeit zur bestmöglichen kooperativen Versorgung von Tumorpatientinn/en abgestimmt. Zur Kernkompetenz des Gebietes Pathologie gehört die gewebs- und zellbasierte Diagnostik einschließlich molekularer Analysen im Hinblick auf Prognose und Therapieansprechen (Prädiktion). Die Analysen werden in der Regel am Gewebe durchgeführt. Primär sind keine Rückschlüsse auf die Keimbahn und die Erblichkeit intendiert.

Zur Kernkompetenz des Gebietes Humangenetik gehört die „Aufklärung, Erkennung und Behandlung genetisch bedingter und mitbedingter Erkrankungen“ (siehe MWBO) einschließlich der (erblichen) Tumorerkrankungen. Die genetische Diagnostik wird in der Regel an Blutproben durchgeführt und erlaubt Rückschlüsse auf die Keimbahn und damit auf die Erblichkeit.

Wir leiten Sie hier direkt zum Statement der Fachgesellschaften