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19.05.2020

Tumordiagnostik: An der Translation soll es nicht scheitern


Quelle: aerztezeitung online, 19. Mai 2020

Ob es sich bei einem verdächtigen Knoten um Krebs handelt oder nicht, wird in der Regel im pathologischen Labor unter dem Mikroskop geklärt. Um bei steigenden Erkrankungszahlen und immer feineren molekularen Details den Pathologen sowohl die Arbeit zu erleichtern als auch maßgeschneiderte Behandlungen zu ermöglichen, haben Wissenschaftler vom Pathologischen Institut der Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit Kollegen von der TU Berlin ein digitales Bildanalyse-System entwickelt, das mittels Künstlicher Intelligenz (KI) mikroskopische Aufnahmen beurteilen kann.

Um den „digitalen Kollegen“ in der pathologischen Diagnostik auszubilden, arbeitet das Team um Professor Frederick Klauschen - stellvertretender Direktor des Instituts für Pathologie der Charité am Campus Mitte -  mit vielen menschlichen Kollegen von verschiedenen Universitätskliniken zusammen. Diese zeichnen auf tausenden von digitalen mikroskopischen Aufnahmen von Gewebeschnitten die pathologischen Veränderungen ein. Mit diesen Befunden „füttern“ die Pathologen die Software, sodass diese „lernen“ kann, wie sich beispielsweise Tumorgewebe optisch von gesundem Gewebe unterscheidet.

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