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02.06.2020

Zervixkarzinom: Was bleibt, was ist neu beim Screening?


Quelle: Pharmazeutische Zeitung online, 28. Mai 2020

Mit Start des neuen Programms werden gesetzlich versicherte Frauen im Alter von 20 bis 65 Jahren von ihrer Krankenkasse alle fünf Jahre angeschrieben und über die Möglichkeit zur Teilnahme am Krebsfrüherkennungsprogramm informiert. Sie können die Untersuchungen aber auch unabhängig von diesem Anschreiben und über das 65. Lebensjahr hinaus in Anspruch nehmen, betont der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Was bleibt gleich? Alle Frauen ab 20 Jahren haben weiterhin jährlich Anspruch auf eine klinische Untersuchung mit Anamnese, gynäkologischer Tastuntersuchung, Inspektion der genitalen Hautregion und Abtasten der Brust.

Was ändert sich?  Die Untersuchung unterscheidet sich nun nach dem Alter der Frau. Frauen zwischen 20 und 34 Jahren können wie bislang einmal jährlich eine zytologische Untersuchung mittels Pap-Test (Dünnschichtzytologie; benannt nach dem griechischen Gynäkologen George Papanicolaou) wahrnehmen. Dabei wird ein Zellabstrich vom Gebärmuttermund und -hals entnommen und auf Dysplasien (Cervical Intraepithelial Neoplasia, CIN) untersucht. Bei auffälligem Befund kann sich weitere Diagnostik anschließen, zum Beispiel eine erweiterte Zytologie, ein Test auf genitale Infektionen mit HP-Viren oder eine Kolposkopie (Spiegelung) des Gebärmutterhalses. Vor allem hochgradige CIN können sich zu einem Zervixkarzinom weiterentwickeln und sollten daher operativ entfernt werden.

Frauen ab 35 Jahren werden künftig nur alle drei Jahre zur »Vorsorge« eingeladen, die aber einen Kombitest umfasst. Bei der Kombinationsuntersuchung wird der vaginale Abstrich sowohl auf HP-Viren (HPV-Test) als auch auf Zellveränderungen (Pap-Test) untersucht. Auffällige Befunde werden weiter abgeklärt, zum Beispiel durch eine weitere Ko-Testung oder eine Spiegelung des Gebärmutterhalses.