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28.05.2020

Ist das Nervensystem bei SARS-CoV-2-Infektionen beteiligt?


Quelle: lifepr online, 26. Mai 2020

Bundesweites Register soll Datengrundlage für die Erforschung des Pathomechanismus bezüglich des Gehirns bieten

Infektionen mit SARS-Cov-2 betreffen offenbar auch andere Organe als die Lungen. „Es gibt bei COVID-19 Hinweise auf Infektionen des Herzens und der Nieren, aber auch auf eine Beteiligung des zentralen Nervensystems“, sagt Prof. Dr. Till Acker, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie e.V. (DGNN). Belastbare Belege für eine Beeinflussung von Nervenzellen durch das neuartige Coronavirus beziehungsweise zur Neuroinvasion von SARS-CoV-2 fehlen jedoch bislang; für Infektionen mit anderen humanen Coronaviren ist sie bereits nachgewiesen worden. Um eine mögliche Beteiligung des Nervensystems bei COVID-19 zu untersuchen, wird auf Initiative der DGNN ein deutschlandweites Register mit humanen Proben aus dem zentralen und peripheren Nervensystem (ZNS, PNS) bei COVID-19-Obduktionen aufgebaut.

Mit der neuen dezentralen Biobank soll nun die Grundlage dafür geschaffen werden, eine mögliche ZNS-Beteiligung detailliert morphologisch, molekular und klinisch zu charakterisieren und die Pathomechanismen der SARS-CoV-2-Infektion besser zu verstehen. So ist nicht bekannt, bei welchen klinischen Verläufen und in welcher Häufigkeit das ZNS bei COVID-19 involviert ist. Hierzu ist auch eine enge Zusammenarbeit mit der PanN3-Initiative der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), die neurologische Begleiterkrankungen bei COVID-19 untersucht, vereinbart worden.

Wir leiten Sie hier zum CNS-COVID19 Register der Justus-Liebig Universität Giessen